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Bistum Trier
Freitag, 25. November 2022

Ein sichtbares Zeichen für Religionsfreiheit weltweit

Kirchengemeinden im Saarland beteiligen sich am „Red Wednesday 2022“

Saarbücken – Die Freiheit, sich seinen Glauben frei aussuchen und diesen praktizieren zu dürfen, ist weltweit betrachtetet keine Selbstverständlichkeit. Verstöße gegen die Religionsfreiheit sind nach Angaben des päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“ in nahezu einem Drittel der Länder der Erde, in denen wiederum zwei Drittel der Weltbevölkerung leben, an der Tagesordnung.

Um auf das Schicksal benachteiligter und bedrängter Christen weltweit aufmerksam zu machen und zugleich ein Zeichen für Religionsfreiheit zu setzen, haben mehrere Kirchengemeinden saarlandweit am „Red-Wednesday“ 2022 des katholischen Hilfswerks teilgenommen.

Am „Red-Wednesday“ werden jedes Jahr rund um die Welt in vielen Metropolen bekannte Kirchen und öffentliche Bauwerke rot angestrahlt. Hierzu zählen laut „Kirche in Not“ zum Beispiel das Kolosseum und der Trevi-Brunnen in Rom, die Christusstatue in Rio de Janeiro, die Kirche Sacré-Cœur in Paris, das österreichische Parlamentsgebäude.

Im Saarland erstrahlten am Abend des 23. Novembers, dem „Red-Wednesday 2022,“ in roter Farbe die Neuapostolische Kirche Saarbrücken, die Jugendkirche Eli.ja Saarbrücken, die Kirche St. Michael (kath. Pfarrei St. Johann Saarbrücken), die Kirche St. Bartholomäus in Tholey-Hasborn (kath. Pfarreiengemeinschaft Am Schaumberg) sowie die Kirche St. Josef (kath. Pfarreiengemeinschaft Saarbrücken-Malstatt).

„Verstöße gegen die Religionsfreiheit, Diskriminierung und Verfolgung trifft Angehörige aller Religionen. Es ist ein Gebot der Redlichkeit, das zu betonen. Es ist aber ebenso redlich, zu sagen: Christen leiden oft in besonderem Maße. Sie haben als kleine Minderheit keine politischen Fürsprecher, gelten wegen ihrer weltkirchlichen Ausrichtung als besonders „verdächtig“ oder gehören für Extremisten zur meist gehassten Gruppe“, teilt der Geschäftsführer von Kirche in Not Deutschland, Florian Ripka, mit.

Die Gründe für Verfolgung sind etwa, weil eine andere Religion als staatstragend gesehen wird, wie in einigen arabischen Ländern und zunehmend auch in Indien, weil Religion generell nicht zur Staatsideologie passt, wie in China und Nordkorea, oder weil autokratische Herrscher ihre Macht ausbauen und die Mehrheitsreligion für sich ausschlachten wollen, wie es zum Beispiel in der Türkei passiert und weil verblendete und aufgestachelte Islamisten die alle verfolgen, die sich einer bestimmten Auslegung des Koran widersetzen, wie in vielen Ländern Afrikas, im arabischen Raum bis hin zum Süden der Philippinen. Oft wird Religion missbraucht, um politische, wirtschaftliche oder soziale Interessen zu verschleiern. Dies erleben wir in den Ländern der afrikanischen Sahelzone, die aktuell von Terroristen regelrecht überrannt werden.

Aufgrund der derzeit stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft in Katar steht die dortige Menschenrechtssituation im Fokus der Kritik. Katar ist neben der Ausbeutung von Arbeitsmigranten, der Diskriminierung von Frauen, der Verfolgung sexueller Minderheiten auch ein Land, in dem Menschen nicht das Recht haben, ihre Religion frei zu wählen und zu praktizieren. Bürger des Landes, die Christen werden, droht sowohl seitens ihrer Familie, als auch vom Staat schwerste Verfolgung, von Diskriminierung über Jobverlust bis zu Zwangsheirat oder Scheidung und sogenanntem Ehrenmord. Sie könnten ihren christlichen Glauben nur im Geheimen leben.

Die in Saarbrücken ansässige Union-Stiftung hat sich ebenfalls mit dem Thema befasst und hierzu einen Podcast zum Thema „Religionsfreiheit in Gefahr: Verfolgte Christen“ veröffentlicht. Dieser ist über die Homepage der Union-Stiftung abrufbar. Der Gesprächsgast des Podcasts ist Dr. Otmar Oehring (Jahrgang 1955) war langjähriger Referent in der Auslandsabteilung von missio Aachen sowie Mitarbeiter der Konrad Adenauer Stiftung.

https://www.unionstiftung.de/politik-auf-den-punkt-gebracht/

(red)

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