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Bistum Trier
Sonntag, 8. Mai 2022

„Ein Stückchen Heimat in Deutschlands ältestem Bistum“

Heilig-Rock-Tage international: Weltkirche-Tag vereint Menschen aus aller Welt

Trier/Saarbrücken/Koblenz – Buntes Sprachengewirr am 7. Mai auf dem Trierer Domfreihof: Am siebten Tag der Heilig-Rock-Tage wurde es international – mit dem Treffen der muttersprachlichen Gemeinden aus dem ganzen Bistum, dem Café International der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und einem Flashmob junger Freiwilligendienstleistender aus Bolivien. Höhepunkt war die „Messe der Nationen“, die eindrücklich vor Augen führte, dass der katholische Glaube Menschen auf dem ganzen Globus verbindet: Traditionelle bolivianische Musik zum Einzug, Lesungen auf Französisch, Polnisch und Italienisch, ein syrisch-katholisches Halleluja, das Evangelium auf Englisch und die Predigt von Bischof Aurelio Pesoa Ribera OFM aus Bolivien auf Spanisch. Für Pesoa, seit drei Jahren Vorsitzender der bolivianischen Bischofskonferenz, war es der erste Besuch im Bistum Trier, das seit über 60 Jahren durch seine Bolivienpartnerschaft eng mit dem südamerikanischen Land verbunden ist. Bei Gesprächen am Nachmittag hatten er und der Generalvikar des Bistums La Paz von sozialen und ökologischen Projekten berichtet, die durch die Partnerschaft unterstützt werden.
 

Weihbischof Jörg Peters, der gemeinsam mit seinem bolivianischen Amtsbruder sowie Weihbischof Franz Josef Gebert den Gottesdienst feierte, begrüßte Gläubige der polnischen Missionen in Trier und Koblenz, der französisch- und englischsprachigen Gemeinden sowie der italienischen Mission aus Saarbrücken, und der syrisch-katholischen Gemeinde aus Trier. Ein besonderer Gruß und Applaus ging stellvertretend für alle Ukrainer an die ukrainische katholische Gemeinde aus Saarbrücken. Mit seiner Botschaft habe Jesus territoriale, soziale und kulturelle Grenzen überwunden, so Peters. „Er hat die Weltgemeinschaft als eine Familie gesehen, verbunden durch die Liebe Gottes.“ Bischof Pesoa appellierte in seiner Predigt an jeden Einzelnen, diese Botschaft auch wahrzunehmen. „Gott spricht zu uns, wenn wir es zulassen. Wir müssen lernen, Gott, aber auch einander zuzuhören, vor allem den Armen, Schwachen und jenen, die unter Kriegen leiden wie derzeit die Menschen in der Ukraine. Aber wir hören nicht richtig hin, die Mächtigen der Welt hören nicht hin“, mahnte der Bischof.

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich ein Mitglied der ukrainischen Gemeinde im Namen aller Teilnehmenden für die „großzügige Gastfreundschaft“ im ältesten Bistum Deutschlands. „Wir sind dankbar, dass wir in den hiesigen Kirchen und Gemeinden Messen in unseren Muttersprachen feiern können. Die Welt erlebt gerade, wie wichtig gutes Verständnis und gute Zusammenarbeit zwischen Menschen aus verschiedenen Nationen ist. In der neuen schwierigen Realität sind muttersprachliche Gemeinden für uns sehr wichtige Stückchen Heimat, die uns viel Zuversicht und Unterstützung bringen.“

Mehr Informationen unter: www.heilig-rock-tage.de

(sb)

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