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Bistum Trier
Mittwoch, 29. Januar 2020

Ein wertvoller diakonischer Dienst

Als Kommunionspender im Krankenhaus unterwegs

Koblenz – Beflügelt und demütig geht Margarete Schulz aus dem katholischen Brüderkrankenhaus in Koblenz. Rund zwei Mal im Monat teilt sie dort die Heilige Kommunion an Patientinnen, Patienten und auch an deren Angehörige aus. Ein wichtiger Dienst, dem sie seit mehr als zwölf Jahren ehrenamtlich nachgeht.

Hildegard Kunert ist erst seit kurzem im Team der Kommunionspender im evangelischen Stift St. Martin. „Ich finde es eine sinnhafte Aufgabe, die mir viel zurückgibt“, erklärt sie ihre Motivation. Sie und die anderen erleben viele Male eine große Dankbarkeit.

In den Krankenhäusern finden regelmäßig Gottesdienste statt. Aber nicht alle Patientinnen und Patienten können ihre Zimmer dafür verlassen. Patientinnen und Patienten äußern dann im Vorfeld ihren Wunsch beim Pflegepersonal oder bei den Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Beim Besuch im Krankenzimmer wird zusammen gebetet, ein Segen und die Kommunion gespendet. Oft nehmen auch nahe Angehörige an diesem „kleinen Gottesdienst“ teil. Oder auch Mitpatienten im gleichen Zimmer, die vielleicht zuvor noch skeptisch waren. Hier kann durchaus eine Mahlgemeinschaft entstehen, sagt Diakon Frank Lahnstein aus seiner achtjährigen Erfahrung als Seelsorger im evangelischen Stift. Es ist ein Ort von Kirche, an dem drei pastorale Felder (Diakonie, Verkündigung und Feier) zu finden sind, sind sich die Ehren- und Hauptamtlichen einig.

Das Krankenhaus als Einsatzort

Ein gefestigter Glaube ist wichtig, um dieses Ehrenamt auszuführen. Für Menschen, die nicht gut kauen oder schlucken können, wird die Hostie beispielsweise in kleine Stücke geteilt. „Da wurde ich auch schon mal gefragt, ob das so in Ordnung ist“, berichtet Hildegard Kunert. „Einige fragen auch ganz gezielt nach, ob der Pastor nicht auch noch vorbeikomme“, ergänzt Margarete Schulz.

„Es macht einen Unterschied, ob ich die Kommunion im Gemeindegottesdienst verteile oder hier im Krankenhaus“, weiß Lahnstein. Manchmal entstehen kurze seelsorgliche Gespräche, und es ist weniger anonym. Doch für ausführliche Gespräche verweisen die Kommunionspenderinnen und -spender an die hauseigenen Seelsorgerinnen und Seelsorger. „Man kann in kurzer Zeit viel bewirken“, ist der Eindruck von Peter Egenolf. Er ist seit drei Jahren Seelsorger im Brüderkrankenhaus.

„Für viele ist der Empfang der Heiligen Kommunion eine Stärkung“, weiß Egenolf. Oft sei es die erste Kommunion nach längerer Zeit, da sie aufgrund körperlicher Einschränkungen den Gottesdienst in der Heimatgemeinde nicht besuchen können. „Es ist wertvoll, das anbieten zu können“, sagt Egenolf.

Voraussetzungen für dieses Ehrenamt

Eine große Offenheit sollte man für dieses Ehrenamt mitbringen, „denn es gibt Begegnungen, die kommen unerwartet auf einen zu“, berichtet Harald Orth, der seit 30 Jahren Kommunionspender im Stift ist. Bei der Zeiteinteilung sind die Ehrenamtlichen frei. „In der Regel wird die Kommunion an einem festen Tag in der Woche ausgeteilt“, erklärt Lahnstein. Margarete Schulz trägt sich oft alle zwei Wochen ein; ein bis zwei Stunden ist sie dann im Haus unterwegs. „Das ist gut zu schaffen, auch mit Familie“, räumt sie ein. Vor der besonderen Atmosphäre in einem Krankenhaus sollte man nicht zurückschrecken. Glaubens- und Lebenserfahrung sind auf jeden Fall hilfreich, ist sich das Team sicher. Darüber hinaus haben Interessierte die Möglichkeit, an einem Kurs für Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer des Bistums Trier teilzunehmen und durch Gespräche sowie das Mitgehen mit erfahrenen Ehrenamtlichen die Besonderheiten dieses Dienstes am Menschen im Krankenhaus kennenzulernen. „Wir schauen aber, dass keiner überfordert wird“, betont Lahnstein. Die Frauen und Männer werden durch den Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann für ihren Dienst beauftragt.

Weitere Infos gibt Frank Lahnstein unter Tel.: 0261-137-7161 oder per E-Mail an frank.lahnstein(at)gk.de

(jf)

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