Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Zur Reichweitenmessung der Seiten nutzen wir eine anonymisierte Statistik, die keine personenbezogenen Rückschlüsse auf Sie zulässt. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Datenschutzerklärung

Bistum Trier
Dienstag, 25. Oktober 2022

Ein Ziel, das außerhalb von uns selbst liegt

Weihbischof Gebert trifft Pilgerinnen und Pilger

Trier – Am diesjährigen Pilgertag, 23. Oktober, hatten die Teilnehmenden der Trierer Bistumswallfahrten noch einmal Gelegenheit, in gemütlichem Rahmen im Bischöflichen Generalvikariat zusammenzukommen. Zuvor haben sie gemeinsam mit Weihbischof Franz Josef Gebert Eucharistie im Hohen Dom gefeiert.

Die Pilgerfahrten des Bistums führen zu weltbekannten Pilgerstätten wie Fatima, Rom, Santiago de Compostela, ins Heilige Land – oder nach Lourdes. Dorthin waren Anfang September rund 270 Frauen, Männer und Jugendliche von Trier mit dem Bus oder vom Flughafen Hahn per Flugzeug gepilgert. Auf Einladung des Bistums versammelten sich die Pilgerinnen und Pilger nun in Trier, um gemeinsam mit dem Weihbischof den Abschluss des Wallfahrtjahres zu begehen. Bei dieser Gelegenheit konnten sie in Erinnerungen schwelgen und ihre Pilgerreise nachklingen lassen, für gute Erfahrungen auf der Reise danken und dabei im Gebet Zeugnis von Gottes Gegenwart geben. „Das Pilgern ist vielen Menschen aus ganz unterschiedlichen Religionen und Kulturen ein wichtiges Anliegen“, erklärte Gebert in seiner Predigt und ging dabei auch auf die Relevanz des Pilgertums für den interreligiösen Dialog ein. Zum tieferen Sinn hinter einer Pilgerreise fuhr er fort: „Wenn wir pilgern, machen wir uns mit anderen gemeinsam auf den Weg. Dabei können wir aus dem Alltagstrott ausbrechen und unserem Leben ein Ziel geben, das außerhalb von uns selbst liegt.“

Die Ärmeren und Schwächeren im Blick behalten

Der im säkularen Kontext oft zitierte Satz „Der Weg ist das Ziel“ gelte daher für das christliche Pilgern ausdrücklich nicht, so der Weihbischof, weil der Mensch dabei in seiner Selbstbezogenheit gefangen bleibe. „Das ist genau das Problem, das Jesus aufzeigt, wenn er uns das Gleichnis vom Zöllner und vom Pharisäer schildert“, bemerkte Gebert im Rückgriff auf das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 18,9-14). „Ein tieferes Verständnis dieses Jesuswortes bringt uns dazu, uns und unsere Mitmenschen als Geschöpfe Gottes zu begreifen und nicht in einen geistlichen Narzissmus zu verfallen“, mahnte der Weihbischof, „denn wenn der Weg das Ziel ist, geht schnell der Blick für die Anderen verloren.“

Auf die Gefahr der Selbstbezogenheit angesprochen, bekräftigte Pilgerin Christiane Maria die Worte des Bischofs: „Er hat recht, der Weg kann nicht das Ziel sein! Es geht um die Anderen, die Ärmeren und die Schwächeren. Alle sind in Lourdes willkommen.“ Sie selbst sei bereits elf Mal in die Stadt im Südwesten Frankreichs gepilgert und habe sich dabei regelmäßig im Besucherzentrum der Cité Saint-Pierre als Freiwillige engagiert. „Ich kann jedem nur empfehlen, das zu machen!”

Kranke sollen nicht mehr für die Pilgerreise zahlen müssen als alle anderen

Pfarrer Joachim Waldorf ist seit 30 Jahren Geistlicher Begleiter für die Bistumswallfahrten nach Lourdes. Außerdem ist er Vorsitzender des Vereines zur Förderung der Trierer Bistumswallfahrten für Kranke nach Lourdes e.V., der oftmals mit „Lourdes-Freunde“ abgekürzt wird. „Seit 2005 ist es unser Anliegen, dass auch Kranke an der Wallfahrt teilnehmen können. Dafür sammeln wir Spenden und arbeiten eng mit dem Malteser Hilfsdienst zusammen, der die Krankentransporte organisiert und die teilnehmenden Pilger liebevoll betreut“, erklärt Waldorf. „Man hört und liest ja viel von Wundern“, fährt der Pfarrer fort, „aber für mich ist das eigentliche Wunder die Begegnung mit den anderen Pilgern, denn sie führt dazu, dass Menschen froher, zufriedener und hoffnungsvoller aus Lourdes zurückkehren.“

Wer dabei helfen will, anderen Menschen diese Erfahrung zu ermöglichen, ist herzlich eingeladen, Mitglied der „Lourdes-Freunde“ zu werden oder den Verein durch eine Spende zu unterstützen.

Die Lourdes-Wallfahrt im Jahr 2023 findet voraussichtlich als Busreise vom 12. bis 19. September 2023 und als Flugreise vom 14. bis 18. September 2023 statt. Weitere Informationen gibt es im BGV bei Doris Fass, Postfach 1340, 54293 Trier, Tel.: 0651-7105-592, pilgerfahrten(at)bistum-trier.de und auf www.bistum-trier.de/wallfahrten.

(red)

Newsletter - immer aktuell informiert

Über unser Newsletterangebot - mit (fast) täglichen Pressemeldungen oder auch zu speziellen Themengebieten wie Klimaschutz, Weltkirche, Arbeitswelt, Religionsunterricht, Büchereiarbeit, Exerzitien, Fürbitten und mehr können Sie sich hier informieren und die Newsletter direkt abonnieren

Weiteres:

News Details