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Bistum Trier
Dienstag, 30. Juni 2020

Einander Helferinnen und Helfer sein

Patronatsfest von Dom und Stadt als Dank für Menschen aus Heil- und Pflegebereich

Trier – Nicht nur in Kirchen oder an kirchlichen Orten findet man Darstellungen dieses Heiligen: Der Apostel Petrus ist Schutzpatron des Trierer Doms, aber auch der Stadt Trier. Und so feiern den Gottesdienst zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni im Dom immer auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt mit; in diesem Jahr zusammen mit Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

Sich einen Schutzpatron zu wählen bedeute, jemanden zu haben, der die Hände schützend etwa über ein Gemeinwesen hält, gerade auch in der aktuellen Bedrohung durch das Corona-Virus, sagte Bischof Dr. Stephan Ackermann zur Begrüßung. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass „wir auch Hilfe von Menschen bekommen, die auf ihre Weise eine Schutzfunktion ausüben, die eine besondere Verantwortung wahrnehmen – sozusagen menschliche Patrone“. Gemeint waren Menschen aus Heil- und Pflegebereichen, etwa dem Klinikum Mutterhaus und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, die das Corona-Gemeinschaftskrankenhaus gebildet hatten; aus der Fieberambulanz, der Altenpflege, aber auch Vertretungen des Gesundheits- und des Ordnungsamtes. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Leibe hatte der Bischof entschieden, dem Hochfest in diesem Jahr der Corona-Pandemie eine besondere Gestalt zu geben; mit seiner Einladung wolle er diesen Menschen für ihr Engagement danken und „die Erleichterung über einen bislang glimpflichen Verlauf der Pandemie in unserer Stadt und Region, aber auch die Belastungen vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade im Gesundheitswesen, die Sorgen so vieler Menschen um ihre Gesundheit und ihre wirtschaftliche Existenz und die Trauer über den Tod von Menschen in die Feier des Patronatsfestes hineinnehmen“. Und so trete die Gottesdienstgemeinschaft „dankend und bittend vor den Herrn in einer Zeit, in der wir besonders des Segens bedürfen“, betonte Ackermann.

Beim Segen, so erläuterte der Bischof, gehe es jedoch nicht um „eine abstrakte Macht“: „Wo Segen sich ereignet, hat er ein Gesicht.“ Auch Jesus gehe es immer um die Beziehung zu den Menschen, zeigte er anhand der biblischen Texte des Tages auf. „Wir brauchen Nähe, die sichtbar, hörbar und spürbar ist“, sagte Bischof Ackermann. Das mache die Corona-Zeit klar: „Wir verstehen, dass es Sicherheitsabstand braucht – aber wir merken auch, wie sehr wir den persönlichen Kontakt und die physische Nähe brauchen.“ Deshalb dürfe man dankbar auf die Schutzpatrone schauen, „die in enger Beziehung zu Gott und selbst beziehungsstiftend waren“. Erneut dankte der Bischof allen, „die für unser Gemeinwesen arbeiten, die schützend und helfend ihre Hände ausstrecken, die uns zum Segen werden. Gott selbst steht uns zur Seite; aber er will auch, dass wir einander Helferinnen und Helfer werden“.

Auch Oberbürgermeister Leibe nahm den anschließenden Empfang im Bischofsgarten zum Anlass, Dank zu sagen: „Die Zusammenarbeit hat uns erfolgreich gemacht.“ Auch Gottvertrauen gehöre dazu. „Wir haben in Trier gezeigt: Zusammen sind wir besser; zusammen können wir die Krise, die noch nicht zu Ende ist, meistern.“

(JR)

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