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Bistum Trier
Donnerstag, 16. Januar 2020

Eine Lebensaufgabe für jeden

Akademietag widmet sich psychischer Gesundheit

Vallendar – „Ich habe gestern einen ‚achtsamen Salat‘ gegessen“, mit diesen Satz hat Prof. Dr. Erika Sirsch die Podiumsdiskussion zum Thema „Was ist los mit unserer Psyche? Weg vom krankmachenden Druck – hin zu Prävention und Widerstandskraft“ eingeläutet. Beim 1. Akademietag in diesem Jahr stand das derzeit populäre Stichwort „Resilienz“ im Mittelpunkt.

JProf. Dr. Sabine Nover räumt ein, dass der Begriff „Achtsamkeit“ in die Richtung „hip“ gehe, „aber das ändert nichts an der guten Grundidee“, erklärt die Wissenschaftlerin von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV). Resilienz bedeutet, „nach einem Schlag, den wir einstecken mussten, wieder ins normale Leben zu gehen“. Das sei für alle Menschen eine individuelle Lebensaufgabe. „Es gibt dafür kein Patentrezept. Man sollte nicht dem folgen, was ‚hip‘ ist, sondern in sich hineinhören.“

Beim Stressmanagement helfe einigen auch ihre Religiosität. Prof. Dr. Paul Rheinbay unterstützt diese Annahme. Der Pallottiner geht davon aus, dass ein gewisses religiöses Selbstverständnis zu einer inneren Stabilität führe. Als Mitglied einer Ordensgemeinschaft sieht er sich als Ansprechpartner für Menschen, die nach Schicksalsschlägen den Weg in die Spiritualität suchen.

Die Widerstandsfähigkeit der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Kundinnen und Kunden zu stärken, sieht Annabritta Biederbick vom Versicherungsunternehmen Debeka als große Aufgabe. „Nur Arbeitnehmer denen es gut geht, bringen gute Arbeitsleistungen“. Sie weiß, dass psychische Krankheiten zu langen Fehlzeiten führten. Mit Präventionsangeboten wie Coachings, Apps und Seminaren möchte das Unternehmen vorsorgen.

Wenn das Prinzip der Achtsamkeit dazu genutzt werde, die Schaffenskraft des Menschen zu erhalten oder der Selbstoptimierung diene, sei das falsch, stellt Rheinbay in diesem Zusammenhang klar. Es gehe darum, den Menschen insgesamt widerstandsfähiger zu machen.

Der 2. Akademietag findet am 18. Januar (14 – 17.15 Uhr) unter dem Thema „Was wollen wir mit der Kirche?“ in der PTHV (Pallottistraße 3) statt.

Die Akademietage werden in gemeinsamer Trägerschaft von der PTHV mit der Katholischen Erwachsenenbildung Fachstelle Koblenz und der Katholischen Erwachsenenbildung der Bildungswerke Westerwald und Rhein-Lahn geplant und umgesetzt. Die Veranstaltungsreihe findet bereits seit 1976 statt. Weitere Informationen gibt es auf www.pthv.de. (jf)

 

 

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