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Bistum Trier
Montag, 25. März 2019

Eine Welt, in der wir gerne leben

Katholikenrat lädt zu politischem Gesprächsabend nach Waxweiler ein

Waxweiler – Mit dem Leitwort „Für eine Welt, in der wir gut und gerne leben!“ hat der Katholikenrat im Bistum Trier eine Reihe Politischer Abende überschrieben. Nach Wittlich, Saarbrücken und Vallendar ist die vierte Veranstaltung am 19. März im Dechant-Faber-Haus in der Westeifel-Gemeinde erneut der Frage nachgegangen, was die Politik und was jeder Einzelne tun kann, um die vielfältig bedrohte Welt ein Stück lebenswerter und zukunftsfähiger zu machen.

Angesichts autoritärer Führungen, rechten Populismus, entgrenzter Globalisierung, des Klimawandels und neuer Armut stellt die Gesprächsreihe des Katholikenrats – diesmal gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung Westeifel – die Frage, was man solchen Bedrohungen und Tendenzen entgegensetzen kann. Statt der allzu häufig „rückwärtsgewandten politischen Antworten“ nehme die Gesprächs-Reihe lieber „Initiativen mit zukunftsgewandten Ideen“ in den Blick, sagte Moderator Bruno Sonnen von der Bistumszeitung Paulinus. Über ihre „Visionen für eine bessere Welt“ berichteten Vertreterinnen und Vertreter von vier ehrenamtlichen Initiativen sowie der im Bundestag vertretenen Parteien und kamen dabei mit dem Publikum ins Gespräch.

Der „Weltladen“ in Prüm fördert den Handel mit den Ländern des Südens. Dabei stehe nicht „der Profit, sondern der Mensch im Vordergrund“, betonte Mechthild Ballmann für den Träger-Verein, dem auch Bewusstseinsbildung und Begegnung mit Menschen anderer Erdteile wichtig ist. Ballmann wünscht sich von der Politik Unterstützung für die anerkannte Gemeinnützigkeit von Eine-Welt-Läden auch ab einer bestimmten Umsatzhöhe. Die „Interessengemeinschaft Eifelvulkane“ setzt sich für ein Ende des „Raubbaus an der Natur“ durch den immer weiteren Abbau von Lava und Basalt ein. 45 Gruben seien „Wunden der Natur“ und die „Vulkane das Gesicht der Eifel“, sagten Lydia Schend und Hartmut Schmidt von der Interessengemeinschaft. Sie kämpfen – unter anderem auf politischer Ebene – für mehr Landschaftsschutz statt Straßenbau mit dem Vulkangestein.

Um die Milderung sozialer „Schieflagen“ geht es Jo Bach und den 50 ehrenamtlichen Helfern der Prümer Tafel, zu deren Lebensmittelausgabe im Schnitt wöchentlich 215 Kunden kommen. Mit sinnstiftenden Gemeinschaftsangeboten weitet die von der Caritas unterstützte Tafel ihr primäres Anliegen aus. Bach wünschte sich eine „verlässlichere“ finanzielle Unterstützung durch den Staat. Die Initiative „Foodsharing“ wiederum setzen sich als „Lebensmittel-Retter“ gegen die Vernichtung von Lebensmitteln ein und organisiert stattdessen deren Verteilung, wie Richard Spang berichtete. Er wünschte sich hierfür weniger bürokratische Hürden von Ämtern. Vertreterinnen und Vertreter von politischen Parteien würdigten das Engagement der Initiativen, hoben die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers hervor und standen dem Publikum Rede und Antwort.

Die letzte Veranstaltung der Reihe findet am 14. Juni in Waldbreitbach statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bistum-trier.de/katholikenrat oder bei der Geschäftsstelle des Katholikenrats, Telefon: 0651-7105-591.

(red)

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