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Bistum Trier
Freitag, 15. Februar 2019

Einen Segen to go

Aktion von NAHeRaum in Bad Kreuznach lädt Menschen ein

Bad Kreuznach – Kaffee to go ist in Deutschland mittlerweile gängige Praxis und ein feststehender Begriff. Doch die katholische Kirche in Bad Kreuznach hat am Valentinstag (14. Februar) einen „Segen to go“ angeboten.

„Das Angebot richtet sich vor allem an Verliebte, deren Zeit knapp bemessen ist“, erklärt Daniel Bidinger vom Dekanat Bad Kreuznach. Der Pastoralreferent steht mit anderen Ehren- und Hauptamtlichen auf dem Bahnhofsvorplatz und verteilt den schnellen Segen.

„Wir fragen die Interessierten, für wen die Segensbitte ist und ob der Segen mit einer Handauflegung auf den Kopf oder auf die Schulter geschehen soll“, beschreibt Pfarrer Monsignore Dr. Michael Kneib von der Pfarrei Heilig Kreuz den Ablauf. Der Valentinstag ist der Todestag von Bischof Valentin, der sich für junge Liebespaare einsetzte.

Bidinger und seine vier Mitorganisatoren sind von der Aktion überzeugt: „Viele Menschen suchen heute nach mehr als einem Strauß roter Rosen oder einem romantischen Candle-Light-Dinner“. Der Segen Gottes soll in die Beziehung hineinwirken und so die Partnerschaft stärken.

Die ersten Besucher am Stand sind allerdings ein paar Jugendliche im Alter von etwa 14 Jahren. „Was ist ‚Segen‘?“, fragt ein muslimischer Junge und zeigt auf das große Schild. „Es ist ein guter Zuspruch von Gott“, erklärt Bidinger. Segnen lassen sich hingegen Henrike Pantea und ihr Mann Carsten. „Wir finden diese neue Aktion von der Kirche eine gute Sache“. Sie sind auf den Tag genau zehn Jahre ein Paar und seit einem halben Jahr Eltern von Zwillingen. Cäcilia und Josef Brantzen sind bereits seit 46 Jahren verheiratet „und immer noch glücklich“ betont der Ehemann.
Eine junge Frau erbittet den Segen für ihre Kinder, die in einem Pflegeheim untergebracht sind. Pfarrer Kneib segnet auch noch die Mutter selbst und erbittet für sie Kraft gegen ihre Antriebslosigkeit. Die Besucherinnen und Besucher auf dem Bahnhofsvorplatz zeigen viel Vertrauen und öffnen sich den Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

Die Aktion findet im Rahmen des Projektes NAHeRaum statt. „Wir gehen auf Menschen zu“, erklärt Bidinger zum einen die Intention des „Segen to go“, aber auch gleichzeitig, die des Raumes in der Mannheimer Straße 82. In dem Bereich leben viele einsame, ältere Menschen und Alleinstehende, die sich durch unterschiedliche Aktionen angesprochen fühlen. Getragen wird das Projekt, welches von der Synode inspiriert ist, vom Dekanat Bad Kreuznach und der Stadtpfarrei sowie dem Bistum Trier.

„Wir haben uns gemeinsam überlegt, was braucht es denn?“, erklärt Ehrenamtliche eine der Grundideen. Das Projekt läuft gut an: „Wir haben etwa fünf bis sechs Anfragen pro Woche für neue Kooperationen; darunter fallen ein Lach-Yoga- und ein Tanzevent“, berichtet Bidinger. Es sei ein Kreativraum, der mit den Menschen vor Ort weiterentwickelt werden soll. Für Passanten ist das nicht ganz ersichtlich, wenn sie durch die buntgeschmückten Schaufenster schauen. „Was verkaufen Sie hier?“, werden Bidinger und seine Kolleginnen und Kollegen oft gefragt. Eine passende Antwort ist schnell gefunden: „Gespräch und Dialog“. So heißt ein wöchentliches Angebot „Das Ohr“. Hier können Besucherinnen und Besucher einfach eintreten. „Eine Frau hat mir mal ihre gesamte Lebensgeschichte erzählt“, erinnert Bidinger sich.

„Es ist ein anderes Auftreten von Kirche“, sagt Bidinger und blickt sich in dem sonnendurchfluteten Raum mit wilden Kunstwerken vom vergangenen Workshop, Sitzhockern aus Pappkartons und roten Herzluftballons im Fenster um.

An Aschermittwoch (6. März) findet eine weitere Aktion statt. Unter dem Titel „Asche to go“ werden von 14 bis 18 Uhr wieder auf dem Bahnhofvorplatz Aschekreuze verteilt.

Das Team vom NAHeRaum würde sich noch über einige Einrichtungs- und Haushaltsgegenstände wie eine Sitzecke, Besteck oder Kinderspielzeug freuen. Die Ansprechpartner sind zu erreichen per E-Mail an daniel.bidinger(at)bistum-trier.de.

(jf)

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