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Bistum Trier
Montag, 16. April 2018

Einmal Jenseits und zurück

Ausstellung mit 114 Koffern in Lebacher Pfarrkirche eröffnet

Lebach – In der Pfarrkirche „Hl. Dreifaltigkeit und St. Marien“ ist am Freitagabend die Ausstellung „Einmal Jenseits und zurück – Koffer für die letzte Reise“ eröffnet worden. Stellvertretend für Schirmherrin Annegret Kramp-Karrenbauer hat der Präsident des saarländischen Landtags, Stephan Toscani, die Ausstellung eröffnet.

Für viele der knapp 300 Gäste der Eröffnung bot sich beim Hereinkommen in die Kirche ein ungewöhnlicher Blick: Wo sonst in den Seitenschiffen Bänke stehen, sind seit Freitag aufgeklappte, schwarze Koffer zu sehen. Über einhundert an der Zahl. Jeder von ihnen gefüllt mit Dingen, die der Kofferpacker im Leben und auch im Tod nicht missen will. Da gibt es Koffer, die sind vollgepackt mit Bildern, in anderen liegen Zettel mit Schlagwörtern. In vielen Gepäckstücken liegen auch Gegenstände: CDs, Wein, Bücher und vieles mehr. Wieder andere Koffer sind leer. Erklärt werden die Kofferinhalte durch Begleittexte, die von dem jeweiligen Kofferpacker verfasst wurden. Landtagspräsident Stephan Toscani betonte: „Sich mit dem Tod zu beschäftigen ist die beste Voraussetzung für ein erfülltes Leben.“ Toscani hat ebenfalls einen Koffer gepackt. In ihm der Bibelvers aus dem Buch Kohelet (5, 14): „Von seinem Besitz darf er überhaupt nichts forttragen, nichts, das er als ihm zugehörig mitnehmen könnte.“

Getreu dem Sprichwort „Das letzte Hemd hat keine Taschen“ hat auch der ehemalige saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf seinen Koffer gepackt. Zur Eröffnung wollte er allerdings nicht „mit einem leeren Koffer“ auftauchen: Er hat drei Kerzen hineingelegt, die ihn an seine Erstkommunion, an seine Tochter und an das Leben bei Gott erinnern. Neben den beiden Politikern haben auch andere Persönlichkeiten aus der Region ihre Koffer für die Ausstellung gepackt. Darunter sind auch Koffer von Weihbischof Robert Brahm, Superintendent Christian Weyer und SR-Moderator Joachim Weyand.

Die Pfarreiengemeinschaft hat sich knapp zwei Jahre auf die Ausstellung vorbereitet. Über 150 ehrenamtliche Helfer aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft und darüber hinaus sind dafür im Einsatz. Gemeindereferentin Marlene Schenk hat sich maßgeblich um die Organisation der Kofferausstellung gekümmert. Ihr komme es vor allem darauf an, Menschen mit der christlichen Botschaft im wahrsten Sinne des Wortes in Berührung zu bringen: „Die Koffer sind ein wunderbares Instrument für die Botschaft vom Leben nach und vor dem Tod, das es zu gestalten gilt.“

Neben den eigentlichen Exponaten wird auch ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. In Vorträgen, Konzerten und Gottesdiensten sollen die Themen Tod, Sterben und Leben vertieft werden. Das gesamte Programm ist auf der Internetseite der Pfarreiengemeinschaft abrufbar: https://www.pg-lebach.de/ausstellung.html

In der Nacht der Kirchen am 20. Mai werden die Koffer geschlossen. Bis dahin ist die Ausstellung täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Donnerstags sogar bis 20.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

(red)

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