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Bistum Trier
Donnerstag, 16. Juli 2020

Energie sparen und das Klima schützen

Ressourcenverbrauch des Generalvikariats unter die Lupe genommen

Trier – Ein Energiekonzept für das Bischöfliche Generalvikariat: Für Helmut Krames ein Auftrag mit einigen Herausforderungen. Der Ingenieur und Energieberater musste viele Gebäude aus unterschiedlichen Bauphasen unter die Lupe nehmen. Gerade bei einem so großen Komplex komme es darauf an, den Gesamtbereich in kleine Teilbereiche zu zerlegen. „Wir haben uns Stück für Stück durch die Räume gearbeitet“, erklärt Krames. Fenster und Türen wurden untersucht, Dächer und auch Heizungsanlagen. „Für mich ist wichtig, das Ganze auf mich wirken zu lassen – und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zuzuhören.“ Durch Blower-Door-Tests, mit denen die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen wird und mit denen Lecks in der Gebäudehülle aufgespürt werden können, oder auch mit der Thermografie könne man zeigen, ob die energetischen Anforderungen an die Gebäude erfüllt seien.

Das Energiekonzept ist eines von mehreren, die das Bistum für seine größeren Immobilien erstellen lässt. Das Ziel: Ressourcen sparen und das Klima schützen. So waren im vergangenen Jahr die Bistumsschulen und das Museum am Dom untersucht worden. Koordiniert werden diese Arbeiten durch die Klimainitiative „Energiebewusst“ des Bistums. „Wenn wir den Kirchengemeinden und den Mitglieds-Einrichtungen in der Klimainitiative des Bistums empfehlen, mit Energiechecks in ihren Gebäuden zu starten und die Maßnahmen-Empfehlungen daraus Schritt für Schritt umzusetzen, so muss es das Bistums mit seinen eigenen Liegenschaften auch tun“, betont Charlotte Kleinwächter, Klimaschutzmanagerin des Bistums. Gerade ein so großer Verwaltungsgebäudekomplex wie das Generalvikariat biete enorme Energiesparpotenziale. „Für das Bistum zeigt das nun vorliegende Energiekonzept Handlungsoptionen, seine CO2-Emissionen zu reduzieren – aber auch ein Zeichen nach außen zu setzen.“

„Grundsätzlich sollte sich das Bistum mit all seinen Maßnahmen an dem Ziel ausrichten, dass Deutschland bis 2050 CO2-neutral werden soll“, erklärt Krames. Einfach sei das indessen nicht: „Bei denkmalgeschützten Gebäuden kann man nur schwer mit einer Dämmung der Außenhülle arbeiten. Daher geht es hier vor allem darum, eine CO2-neutrale Wärmeversorgung zur Verfügung zu stellen.“ Für den Strom könne das Bistum eine eigene Windkraftanlage oder ein großes Photovoltaikfeld auf einem geeigneten Gelände im ländlichen Bereich betreiben. Vielleicht gebe es auch Liegenschaften mit Wasserrecht, wo ein Wasserrad betrieben werden könnte. Auch jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter könne zur Verringerung des Energieverbrauches beitragen, so Krames. „Nur die notwendige Beleuchtung einschalten, PC und Monitor bei längerer Nichtnutzung auf Standby schalten, und kurze Stoßlüftung statt das Dauerkippen der Fenster während der Heizperiode.“ Auch der Weg zur Arbeit biete Potenzial: „Jeder kann darüber nachdenken, ob es nicht auch per Fahrrad oder Bus und Bahn geht. Das muss nicht für jeden Tag festgeschrieben sein, aber vielleicht lässt sich es öfters einbauen.“

Weitere Informationen gibt es bei der Klimainitiative „Energiebewusst“ im Bistum Trier, Tel.: 0651-7105-564, E-Mail: energiebewusst(at)bistum-trier.de und unter www.energiebewusst.bistum-trier.de.

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