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Bistum Trier
Montag, 6. Mai 2019

Erfahrungen mit Gott und den Menschen teilen

Heilig-Rock-Tage: Über 500 junge Leute kommen zum Jugendtag beim Bistumsfest

Trier – Was haben Erste Hilfe, Homophobie und Heimat gemeinsam? Alle drei waren Themen beim Jugendtag der Heilig-Rock-Tage. Über 500 junge Leute im Alter von neun bis 27 Jahren sind am 4. Mai im Angela-Merici-Gymnasium Trier zusammengekommen, um den Tag miteinander zu verbringen und Neues zu lernen.

An verschiedenen Workshopstationen lernten sie unter anderem etwas über das Thema Heimat. Unter dem Motto „Was wäre, wenn“ sprachen Mitglieder der Kolpingjugend Trier über die Themen Heimat, Flucht und Migration. Dabei ging es um die eigene Definition von Heimat und darum, was man braucht, um sich heimisch zu fühlen. Außerdem lernten die Teilnehmer etwas über die Unterschiede zwischen Flucht und Migration. Zum Abschluss überlegten sie zusammen, wie man dafür sorgen kann, dass sich fremde Menschen bei uns heimisch fühlen. Tobias (9) aus Schweich hat es Spaß gemacht. „Man hat richtig viel über andere Länder gelernt.“ Das findet auch Leon (9) aus Riegelsberg: „Es war sehr cool erklärt, wir haben viel geredet und ich habe viel gelernt was ich vorher nicht wusste, zum Beispiel auch wie hart Flüchtlinge an manchen Orten behandelt werden.“

Ein anderer Workshop, angeboten von der Bildungsinitiative „SCHLAU“, nahm das Thema Homosexualität in den Blick. Ziel war es, Vorurteile zu hinterfragen und abzubauen. Dazu gab es unter anderem ein Quiz zum Thema; die Teilnehmer konnten anonym ihre Fragen stellen und mit den Mitgliedern der SCHLAU-Regionalgruppe Trier über deren Erfahrungen ins Gespräch kommen. Für Maxime (14) aus Merzig ist es wichtig, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. „Diese Leute sollen nicht aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Man behandelt ja auch die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, also sollte man sich auch bei diesem Thema über Gleichberechtigung informieren.“ Kristin (15), ebenfalls aus Merzig, findet es gut, dass so ein Workshop angeboten wird. „Es ist gut, dass das Bistum hier einen Schritt nach vorne macht, diese Gemeinschaft akzeptiert und die Menschen informiert.“ Wie in jedem Jahr gab es neben den thematischen auch zahlreiche kreative Angebote. So konnten die Teilnehmer beispielsweise in einem Workshop Brennbilder erstellen oder einen Haka, ein altes Maori-Ritual aus Neuseeland, lernen.

Natürlich spielte auch der Weltjugendtag in Panama eine Rolle. Bereits zu Beginn tanzten einige Pilger zusammen mit den Teilnehmern des Jugendtages zur offiziellen Weltjugendtagshymne. Und auch beim Gottesdienst ging es um Panama. Während einer Predigtaktion erzählten einige Teilnehmer von den Erfahrungen mit Gott und den Menschen, die sie Anfang des Jahres dort machen durften. Um diese Erfahrungen und den Dom lebendig werden zu lassen, schlug Pfarrer Tim Sturm im Anschluss vor, dass auch alle Anwesenden mit ihren Sitznachbarn oder Fremden über ihren Erfahrungen mit Gott und anderen Menschen sprechen sollten. Weihbischof Jörg Michael Peters betonte, dass die Begegnung mit Gott und untereinander nicht immer selbstverständlich sei. Aber: „Wenn wir den Trott der Gewohnheit verlassen, der uns nur konsumieren lässt, und er sich wandelt in die Bereitschaft etwas zu schenken, etwas mitzuteilen, dann wird unser Leben nicht kleiner, sondern reicher. Dann schenkt Gott unserem Leben weiten Raum. Schön, dass wir das miteinander erleben dürfen, auch während dieser Heilig-Rock-Tage.“  

Die Heilig-Rock-Tage dauern noch bis zum 12. Mai. Das gesamte Programm und unsere Bildergalerien sind unter www.heilig-rock-tage.de zu finden.

(red)

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