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Bistum Trier
Mittwoch, 21. November 2018

„Erkundung“ vor dem Supermarkt

Team in Kaisersesch befragt Passanten auf dem Weg zum Einkauf

Kaisersesch – Fragen, hinhören und wahrnehmen, was die Menschen bewegt – das geht auch an Orten, an denen Frauen und Männer gerade geschäftig sind, weil sie fürs Wochenende einkaufen. Diese Erfahrung macht zurzeit ein Erkundungsteam der Pfarrei der Zukunft Kaisersesch, das vor mehreren Einkaufszentren die Passanten danach befragt, was für sie Lebensqualität bedeutet, was ihr Leben wertvoll macht oder was ihnen Halt gibt.

Es sind aber zunächst ganz einfache Fragen, die Herbert Tholl vom Erkundungsteam aus dem Bistum Trier und Karl-Heinz Gilles als ehrenamtlicher Miterkunder aus Illerich am 17. November vor dem Supermarkt in Kaisersesch an die Passanten richten. „Wohnen Sie in der Nähe?“ und „Gehen Sie gerne einkaufen?“ sind die Fragen, die die Menschen auf dem Weg ihrer samstäglichen Besorgungen unterbrechen und zu einem kleinen Gespräch einladen sollen. Auch wenn viele „keine Zeit“ haben, füllen sich nach und nach die Fragebögen und es kommen kurze oder längere Gespräche zustande. „Wenn wir mehr über die Leute wissen, erfahren wir mehr über unseren Auftrag als Kirche“, fasst Tholl ein wichtiges Ziel der Erkundungsaktionen zusammen, die derzeit vielerorts in den Pfarreien der Zukunft stattfinden. Dabei sind die exemplarischen Befragungen in drei ausgewählten Ortschaften im Raum Kaisersesch eines von vielen Erkundungsprojekten, die die hauptamtlichen Teams und ihre ehrenamtlichen Miterkunder als geeignet ausgewählt haben. „Zuhören, wirken lassen und sich einlassen, auch dort, wo ich bisher noch nicht war, und bei Menschen, die ich noch nicht kenne“, das bedeutet für Tholl „erkunden“.

„Es ist nicht immer einfach, Menschen direkt anzusprechen“, gesteht Miterkunder Gilles, der sich selbst zu denen zählt, „die sonst am liebsten einen Bogen um Befragungen machen“. Nun sei es aber eine interessante Erfahrung. Etwas leichter fällt das Ansprechen dem Diakon Hermann Hower, der zur gleichen Zeit im benachbarten Greimersburg im dortigen Dorfladen die Besucher um das kurze Interview bittet. „Die Leute sind sehr auskunftsfreudig“, sagt Hower nach zwei Stunden und 20 ausgefüllten Befragungsbogen. Fast alle zeigten sich überaus zufrieden mit den Bedingungen in der kleinen Ortschaft, die mit ihrem vereinsorganisierten Laden und bald auch einer genossenschaftlichen Seniorenpflege-Wohngemeinschaft ein engagiertes, zukunftsfähiges und „interessantes Dorf“ für die Erkunder sei. „Menschen hören, gute Beispiele von Kirche kennenlernen und bestehende Motivationen und Projekte fördern“ – das seien, so Tholl, die drei Schwerpunkte der Erkundung.

Für die Pfarreien der Zukunft Kaisersesch und Cochem-Zell sind neben der Befragungsaktion unter anderem die Dorfakademie Hambuch, das Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch, die Caritas-Werkstätten in Cochem-Brauheck oder eine Schülerbefragung an Cochemer Schulen weitere wichtige Erkundungsprojekte. Die Auswertungen aller Erkundungsinitiativen, zu denen auch Rückmeldungen zu Problemen gehören, münden in einer Abschlussdokumentation und bilden für die Arbeit der jeweiligen Pfarrei der Zukunft eine wichtige Grundlage.

Weitere Informationen gibt es unter www.erkundung.bistum-trier.de
(red)

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