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Bistum Trier
Freitag, 12. Juli 2019

"Es gibt einem etwas"

Hauskreise als Orte von Kirche

Zilshausen – Als Werner Birkenheier die Beispiele von „Orte von Kirche“ im Bistumsheft „Einblicke“ las, fiel ihm auf, dass eine Form fehlte: Hauskreise. Dabei wäre diese Art von Zusammenkünften sicherlich eine Möglichkeit, den Glauben in kleinen Gruppen in der Fläche der neuen „Pfarreien der Zukunft“ zu leben.

Hauskreise, Hauskirchen oder Gebetskreise waren vor vielen Jahrzehnten weit verbreitet. „Die Oma meiner Frau und meine Oma haben sich regelmäßig mit anderen zum Beten getroffen“, weiß Birkenheier.

Sein überkonfessioneller Hauskreis ist unter dem Dach des Marburger Kreises, ein Netzwerk von Christen in Deutschland, organisiert. Die Treffen finden wöchentlich im Wohnzimmer der Familie Birkenheier in Zilshausen statt. Die zwei Stunden sind geprägt von singen, beten, persönlichem Austausch zu Glaubens- und Lebensfragen und von biblischen Impulsen.

Birkenheier lernt dadurch Jesus und die Bibel immer besser kennen. Seit mehr als 20 Jahren ist er schon dabei und seit rund zehn Jahren leiten er und seine Frau die Gruppe von derzeit acht Leuten.

Ziel der Gruppe im Hunsrück ist es, den christlichen Glauben in den Alltag zu integrieren. „Wir gehen der Frage nach: Was bringen uns christliche Werte im Miteinander? Dabei orientieren wir uns an der Bibel“.

Besonders bereichernd findet Birkenheier, dass für persönliche Anliegen gemeinsam– auch über eine längere Zeit hinweg – gebetet wird. „Das und die Treffen haben mir schon oft konkrete Hilfe im Beruflichen wie im Privaten gebracht“. Es sei eine praktische Lebenshilfe, sagt der Banker. „Ich kann daran teilhaben, was andere Menschen bewegt, und was ich dort sage bleibt auch diskret in der Gruppe“, berichtet er. „Es gibt einem etwas.“

Die „Mannschaften“, so heißen die Gruppen des Marburger Kreises, sind feste Teams; Gäste sind willkommen. Ein Grundthema erstreckt sich über ein paar Wochen. Momentan beschäftigt sich die Gruppe mit der Apostelgeschichte. Doch der Gruppenleiter, der wöchentlich wechselt, kann auch andere Themen vorschlagen.

Birkenheier stellt diese Art und Weise des Hauskreises als eine Möglichkeit vor, doch es gebe ganz unterschiedliche Formen. „Wir machen es eben so“, sagt er lächelnd. „Die Treffen könnten ja beispielsweise in Räumlichkeiten der Pfarrei stattfinden“, schlägt der 62-Jährige vor. „Ich möchte das Thema generell publik machen. Ich denke, insbesondere für Gläubige in kleinen Dörfern könnte das interessant sein“, sagt er im Hinblick auf die weiten pastoralen Räume in den „Pfarreien der Zukunft“.

Ein Schlüsselbegriff für die Umsetzung der Synodenergebnisse sind „Orte von Kirche“. Dabei kann es sich um Chöre, Kindergärten, Messdienergruppen oder um ein Eine-Welt-Café handeln. In der Synodalversammlung erhalten diese Orte eine eigene Gewichtung. Allen Orten ist gemein, dass sie sich von der Botschaft Jesu Christi leiten lassen.

Kontakt zu Werner Birkenheier per E-Mail webi56(at)gmx.de. Weitere Informationen von „Orten von Kirche“ gibt es hier https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen.

(jf)

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