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Bistum Trier
Samstag, 12. Juni 2021

Faire Grabsteine

Gespräche zum Welttag gegen Kinderarbeit

Maifeld – Anlässlich des Welttags der Vereinten Nationen gegen Kinderarbeit ist am 12. Juni hat das Dekanat Maifeld-Untermosel Kommunen der Verbandsgemeinden Maifeld und Rhein-Mosel dazu ermutigt, ihre Friedhofssatzungen so zu ändern, dass  keine Grabsteine aus Kinderarbeit mehr aufgestellt werden dürfen.

Grabsteine werden aus Kostengründen oft aus Billiglohnländern, wie aus Indien importiert. Jeder 20. Steinklopfer ist dort ein Kind, das aufgrund der körperlichen Strapazen selten älter als 40 Jahre alt wird.

„Die Staatengemeinschaft hat sich dazu verpflichtet, alle Formen der Kinderarbeit bis 2025 zu beseitigen, festgeschrieben im 8. Entwicklungsziel der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Dies haben wir zum Anlass genommen, um unser Handeln und unsere Umsetzung zu den 17 Nachhaltigkeitszielen näher zu betrachten”, erklärt Werner Huffer-Kilian, Pastoralreferent im Dekanat Maifeld-Untermosel.

Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister können positive Rückmeldungen geben, heißt es in einer Pressemitteilung des Dekanats: Entweder sind die Satzungen der Friedhöfe schon geändert oder sie werden gerade überarbeitet und in den Gemeinderat eingebracht. Ziel einer Satzungsänderung ist es, Grabsteine die von Kindern hergestellt wurden, nicht zu importieren, sondern regionale oder eben nur zertifizierte Steine zu verwenden. Nur wenige Verantwortliche aus den Kommunen zeigten sich skeptisch, aber offen und wiesen auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung und Kontrolle hin. 

Die erlaubten importierten Steine müssen mit einem Herkunftszertifikat versehen sein. Wenn also eine Übersee-Lieferung beispielsweise aus Indien kommt, müssen sie ein Zertifikat (z.B. von Fair Stone oder Xertifix) aufweisen, welches versichert, dass sie ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. „Eigentlich brauchen wir keine importierten Grabsteine, haben wir jahrhundertelang nie gebraucht. Einheimische Steine reichen aus”, meint Huffer-Kilian, und fährt fort: „Uns ist klar, dass für eine solche Änderung und Bewusstmachung viele Leute mit ins Boot müssen: Neben der Kommune, die Friedhofsverwaltungen, die Steinmetzbetriebe und natürlich die trauernden Menschen, die ihren verstorbenen Angehörigen eine würdige Erinnerung geben möchten.”

(red)

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