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Bistum Trier
Donnerstag, 13. Mai 2021

Fake-News entlarven

Digitale Veranstaltung der „Jungen Nahe Kirche“ am 18. Mai

Idar-Oberstein – „Fake-News“ – ein Begriff, der durch den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump weltweit populär wurde. Doch insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden vor allem Internet-Nutzerinnen und -nutzer mit Falschmeldungen oder Verschwörungstheorien konfrontiert. Da den Überblick zu behalten, ist schwierig. Um Jugendlichen Werkzeuge an die Hand zu geben, „Fake-News“ auszumachen und zu entlarven, lädt die „Junge Nahe Kirche“ am Dienstag, 18. Mai um 18 Uhr zu einer digitalen Info-Veranstaltung ein. Referent ist der Medienpädagoge Frank Temme von „medien.rlp“ (Institut für Medien und Pädagogik) in Koblenz.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap hat ergeben, dass ein Drittel der befragten jungen Menschen sich unsicher darin fühlt, Falsch- und Fehlinformationen zu erkennen. Temme rät Jugendlichen, „sich vieles anzuschauen, sich breit zu informieren“ und dabei den Fokus auf seriöse Quellen zu legen. Jedoch räumt der Medienpädagoge ein, dass man diese erst einmal kennen müsse. „Wer steckt hinter der Meldung? Wichtige Hinweise kann das Impressum der Homepage liefern“, lauten einige seiner Tipps. Temmes Eindruck fällt jedoch recht positiv aus: „Viele erkennen Falschmeldungen oder Beeinflussungen gut. Sie können aber nicht richtig beschreiben, woran das liegt. Es ist eher ein Gefühl“.

Eltern oder Bezugspersonen junger Menschen sollten verlässliche Ansprechpartner sein. Dazu gehöre auch, Jugendlichen zu vermitteln, Unsicherheiten auszuhalten. Denn gerade in Bezug auf das neuartige Corona-Virus seien viele Dinge noch unklar; solche Lücken füllten dann unter Umständen Verschwörungstheorien, weiß Temme.

Im Mittelpunkt des Info-Abends steht das Identifizieren von sprachlichen Bildern (Framing), die bestimmte Emotionen beim Lesen erzeugen. „Es ist wichtig, sich mit Worten zu befassen“, erklärt Temme. Welchen Eindruck vermitteln Begriffe wie Gut-Mensch, Lügenpresse oder Merkel-Diktatur? Es gehe darum, „sich bewusst zu machen, dass jemand versucht mich zu beeinflussen“, sagt der Referent. So ließen sich auch Fehlinformationen aufdecken. Daher möchte er die Teilnehmenden für Sprache sensibilisieren. Für den Pastoralreferenten Michael Michels ist es nur logisch, dass sich die „Junge Nahe Kirche“ mit dem Thema befasst. „Wenn bewusst Falschwahrheiten verbreitet und Menschen diffamiert werden, müssen wir als christliche Kirche Einspruch erheben.“

Die interaktive Veranstaltung mit dem Titel „Die Macht der Sprache: Wie funktionieren Fake-News? Und wie erkenne ich sie?“ ist ein Angebot der „Jungen Nahe Kirche“ im Pastoralen Raum Idar-Oberstein, das von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit „medien.rlp“ veranstaltet wird. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei Pastoralreferent Michael Michels per E-Mail an Michael.Michels(at)bistum-trier.de. Tel.: 06781-5679913.

(jf)
 

 

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