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Bistum Trier
Dienstag, 23. Februar 2021

Frei[ ]raum für alle

Initiativgruppe gibt Vorgeschmack auf „Wohnzimmer in der Stadt“

Trier – Ein zentral gelegener Ort in der Innenstadt, frei zugänglich, an dem man mitten im Alltag Freiräume entdecken kann? Der Begegnungen ermöglicht und zum Nachdenken anregt? Genau das möchte die Initiativgruppe „frei[ ]raum“ in die Tat umsetzen. Zunächst von der Pandemie ausgebremst, ist nun eine Idee gewachsen, wie man sich trotz der coronabedingt angespannten Lage „frei[ ]raum“ schaffen kann: Vom 27. Februar bis zum 30. März bespielt die zwölfköpfige Gruppe um Hannelore Bares, Marie-Luise Burg und Maik Bierau die EGP-BÜHNE zwischen Südallee und Kaiserstraße, vis-à-vis der Einmündung zur Neustraße. Die Installation lädt ein, kurz innezuhalten und die Gedanken schweifen zu lassen – ein erster Schritt auf dem Weg zum „Wohnzimmer in der Stadt“, in dem jede und jeder willkommen ist.

„Die Idee entstand vor rund zwei Jahren“, erzählt Burg, Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Matthias. „Wir haben 30 Menschen unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen sozialen Milieus nach ihren Lieblingsplätzen in Trier gefragt.“ Dabei sei schnell deutlich geworden, dass sie sich einen ruhigen, naturnahen Ort wünschen, an dem sie sich ausruhen und zurückziehen können, aber auch die Möglichkeit haben, zwanglos mit anderen in Kontakt zu treten. „Daraufhin haben wir ein Konzept entwickelt und es den Interviewten vorgestellt.“ Rund ein Drittel der Befragten habe sich daraufhin der Initiative angeschlossen, berichtet Burg. Der ursprüngliche Plan, im Herbst 2020 einen entsprechenden Raum anzumieten, konnte wegen der bundesweiten Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung nicht umgesetzt werden. Damit das Projekt jedoch nicht im Sande verläuft, stellt die Gruppe im Dekanat Trier, die durch Aktionen wie das „Rote Sofa“ bekannt ist, nun ihre Ideen in dem Designkiosk BÜHNE aus. Der Pavillon, der ursprünglich als Kiosk genutzt wurde, wird inzwischen von der EGP GmbH (Gesellschaft für urbane Projektentwicklung) betrieben und bietet regionalen Künstlern sowie Projektgruppen Raum für ihre Ausstellungen. „Wir möchten Passantinnen und Passanten neugierig machen, ihnen schon mal einen kleinen Einblick gewähren und die Atmosphäre eines Freiraums vermitteln, damit sie inspiriert werden, Freiräume in ihrem eigenen Alltag zu entdecken.“ Das sei jederzeit wichtig, denn: „Wir laufen ständig Gefahr, uns vom Alltag überrollen zu lassen, nicht nur jetzt, während der Pandemie“, so die Gemeindereferentin.

Ein Ort zum Innehalten mitten im Trubel

Derzeit ist geplant, dass die Mitglieder der Gruppe ab dem 15. März an der BÜHNE präsent sind. Die Erfahrungen mit dem mobilen Projekt „Rotes Sofa“, bei dem die Seelsorgerinnen und Seelsorger an verschiedenen öffentlichen Orten zum unkomplizierten Austausch einluden, hätten gezeigt, „dass diese Gespräche beide Seiten bereichern.“ Der Ort sei nicht willkürlich gewählt, erklärt Burg: „Das Besondere daran ist, dass mitten auf einer pulsierenden Kreuzung ein Ort zum Verweilen steht, der es ermöglicht, für einige Momente aus dem Alltag auszusteigen, mitten im geschäftigen Treiben kurz inne zu halten und zu sich selbst zu kommen. Die Installation in der BÜHNE weist schon mal auf den zukünftigen frei[ ]raum in der Stadt hin. Sie ist ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.“

Weitere Informationen zu Projekt und Gruppe frei[ ]raum gibt es bei Maik Bierau, Gemeindereferent in der Pfarrei Heilige Edith Stein, E-Mail: maik.bierau(at)bgv-trier.de und auf Social Media: www.facebook.com/freiraum.trier und https://www.instagram.com/frei_raum.trier/ sowie https://www.freiraum.me/.

(ih)

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