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Bistum Trier
Donnerstag, 24. Dezember 2020

„Fürchtet euch nicht!“

Bischof Ackermann predigt in Christmette über Weihnachtsbotschaft als Mutmacher

Trier – Die Verbindung von Himmel und Erde, von Göttlichem und Menschlichem in der Weihnachtsbotschaft hat das Potential, die Angst zu vertreiben: „Das macht sie so einzigartig und so glaubwürdig und so tröstlich, gerade auch für schwere Zeiten.“ Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann in der Christmette an Heiligabend (24. Dezember) im Trierer Dom betont. (Predigt im Volltext zum Nachlesen)

Er erinnerte an das erste Wort in der Nacht von Bethlehem, das der Engel an die Hirten richtet: „Fürchtet euch nicht!“ Gerade in einer „Zeit gesteigerter Ängste“, in der Menschen Angst haben, krank zu werden, andere anzustecken, sich falsch zu verhalten, um ihre Existenz bangen oder wie nach der Amokfahrt in Trier trauern und verunsichert sind, sei dies eine wichtige Gegenbotschaft. Allerdings habe ein Mut machendes Wort nur dann eine positive Wirkung, wenn es auch Gründe anzugeben weiß, betonte Ackermann.

Für den Bischof wird die Weihnachtsbotschaft aus zwei Gründen vertrauenswürdig und damit zu einem Wort der Ermutigung. Das eigentliche Zeichen sei keine „himmlische Erscheinung“, sondern eine „sehr geerdete Botschaft“: ein neugeborenes Kind. Einerseits etwas ganz alltägliches – und doch ein Wunder. „Die biblische Botschaft sagt: Dieses Leben kommt von Gott. Es ist sein Geschenk. Gott liebt das Leben. Gott ist ein Freund des Lebens.“

Dieses Leben liebe Gott so sehr, dass „er selbst Mensch wird und in dieses Leben hineingeht – mit all den Schönheiten und Abgründen, die das menschliche Leben bereithält“. Damit verändere sich die Situation vollständig, führte Ackermann aus. „Jemand, der weiß, wie wir fühlen und empfinden, aber selbst nicht mächtiger ist als wir es sind, wäre zu wenig.“ Auch jemand, dessen Macht alle menschlichen Möglichkeiten übersteige, der aber bloß aus sicherer Ferne ruft, dass am Ende alles gut werde, wäre zu wenig. Die Weihnachtsbotschaft aber sagt: „Der Urheber des Lebens ist nun mitten im Spiel mit seiner göttlichen Macht und zugleich in menschlicher Verletzlichkeit.“

(JR)

 

 

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