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Bistum Trier
Montag, 10. Juni 2019

Geburtagsfeier in Harry Potters Zauberschule

Diözesan-Pfingstzeltlager der Malteser Jugend in Lebach

Lebach – Schönschreiben lernen beim „Tagespropheten“, Fahnen herstellen für „Hufflepuff“, „Gryffindor“, „Slytherin“ und „Ravenclaw“, Fabelwesen kennenlernen in Hagrids Dschungelcamp … 320 Kinder und Jugendliche der Malteser Jugend waren über Pfingsten in die Zauberwelt von Harry Potter und seinen Mitschülerinnen und Mitschülern in „Hogwarts“ eingetaucht. In Lebach hatten sich die Jugendlichen aus dem Bistum Trier zum diesjährigen Diözesanlager getroffen, mit dabei Gäste aus dem Bistum Limburg und - schon traditionell - eine Gruppe aus Ivano-Frankivsk in der Ukraine.

Schauplatz der Abenteuer in der Zauberschule sind die weißen Gerüstzelte der Malteser und die schwarzen Jurten mit Lagerfeuer und Kerzenlicht auf dem Gelände der Lebacher Schulen in der Dillinger Straße. Ein „sprechender Hut“ - liebevoll selbst gebaut von Klaus Abstein aus Lebach – hat am Auftaktabend alle Lagerteilnehmer den verschiedenen Häusern von Hogwarts, von Hufflepuff bis Ravenclaw“ zugeteilt. In diesen Gruppen, in denen man viele neue Freundinnen und Freunde kennenlernen konnte, galt es nun die Abenteuer und Herausforderungen in Hogwarts zu bestehen. Dazu gehörte Kräuterkunde und Zauberschach ebenso wie Akrobatik oder das Erlernen von Tänzen. In einem Magischen Turnier konnten alle am Sonntag ihre erlernten neuen Kenntnisse anwenden. An alles ist gedacht: Im „Krankenflügel“, betreut von den Gruppen aus Lebach und Föhren, kann man sich - bei Bedarf - mit Zaubertränken gegen Heimweh oder Bauchschmerzen wappnen. In der großen Jurte - dem „Wohnzimmer“ des Lagers - lädt ein Lagerfeuer zum Singen und Erzählen ein, im benachbarten Shop sind Süßigkeiten und T-Shirts zu kaufen, die Lagerpost verteilt die Karten, die die jungen Malteser sich gegenseitig schicken können. Die Saarlouiser Malteser haben ihre Großküche aufgebaut und sorgen – wie schon oft – für eine Verpflegung, die sich am Geschmack von jungen Leuten orientiert.

 

„Das Zauberschach hat mir am Besten gefallen“, sagt Finn aus Spiesen-Elversberg als er den Hogwarts-Lehrer „Mad-eye“ Moody, alias Daniel Vogel, vor dem Lagershop trifft. Alterskollege Luca ist begeistert vom gemeinsamen Singen. Simon Schäfer vom Team hat sogar ein eigenes Lied zum großen Lagerspiel geschrieben. Ein großes Team von Ehrenamtlichen aus dem ganzen Bistum hat viele Stunden gearbeitet um das Lager vorzubereiten, für die Organisation vor Ort sorgen die Lebacher.

Ein Höhepunkt ist dann der „Magische Ball“ am Samstagabend. Er wird auch die Geburtstagsfeier der Malteser Jugend im Bistum Trier. Gefeiert wird das 40-jährige Bestehen, unter anderem mit einer großen Torte, Kleinkunst und Lagerdisco. Weiterer Höhepunkt ist der gemeinsame Lagergottesdienst mit Matthias Struth Bundesseelsorger der Malteser Jugend, Tim Sturm, Diözesan-Jugendseelsorger der Malteser und Ortspfarrer Hermann Zangerle. Weihbischof Robert Brahm hatte das Lager schon am Eröffnungsabend besucht und den jungen Maltesern für ihr Engagement gedankt.

In der Gruppenarbeit der Malteser Jugend werden die jungen Leute gefördert und gefordert, meinte Simon Schäfer aus Lebach, Mitarbeiter im Vorbereitungsteam: „Hier werden Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Achtung und Respekt nicht nur gelehrt sondern gelebt“. „Lachen, helfen, lernen, glauben sind unsere Arbeitsschwerpunkte“, ergänzt Tobias Adams, ebenfalls aus dem Team. „Lachen“ stehe für den Spaß in der gemeinsam gestalteten Freizeit, „Helfen“ sei der Mittelpunkt der Arbeit der Malteser Jugend. Man sei nicht nur in den bekannten Sanitätsdiensten engagiert, sondern auch in vielen weiteren Projekten in denen Verantwortung übernommen werde. Das „Lernen“ erfolge in der gemeinsamen thematischen Arbeit, in der Jugendliche sich für Neues interessieren. Im gemeinsamen Handeln, in Gottesdiensten und im Dienst am Nächsten werde der Glaube gelebt und erlebt, illustriert Adams die Ziele seines Jugendverbandes. 523 Kinder, Jugendliche und Erwachsene engagieren sich im Bistum Trier in 35 Gruppen der Malteser Jugend. Über 120 ehrenamtliche Gruppenleitungen machen vor Ort diese Arbeit möglich.

Den Werten der Malteser verbunden sind auch junge Leute in der Ukraine. Volodymyr Dukhnich ist mit 16 jungen Leuten nach Lebach gekommen um am Lager teilzunehmen. Zwei Tage waren sie dazu unterwegs. „Um einen Freund zu treffen ist kein Weg zu lang“, sagt der 26-Jährige, der seit 2006 immer wieder mal mit ukrainischen Jugendlichen zum Pfingstlager ins Bistum Trier reist. Hier könne er viele Freunde treffen und die jungen Leute aus Ivano-Frankivsk hätten dabei auch die Möglichkeit „mehr von der Welt“ kennenzulernen. Diesmal in Lebach auch das zauberhafte Universum des Harry Potter.

Hans Georg Schneider

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