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Bistum Trier
Samstag, 28. Dezember 2019

Gemeinsam leben, lernen und glauben

Sina erzählt von ihrem Orientierungsjahr am Felixianum

Trier – „Was soll ich im Priesterseminar?“, fragte sich die 19-jährige Sina noch vor einem Jahr. Mittlerweile lebt sie aber genau dort, besser gesagt in einem Gebäudeteil des Priesterseminars, dem Felizianum. Dort absolviert sie ein einjähriges Orientierungs- und Sprachenjahr, das Felixianum, das vom Bistum Trier angeboten wird. „In dem Jahr will ich schauen, ob ein Lehramtsstudium Französisch und Religion wirklich zu mir passt“, erklärt Sina. Das Felixianum ist auf die Berufs- und Studienorientierung hin ausgelegt.

„Die meisten hier sind sich noch nicht sicher, was sie später machen wollen oder welches Studienfach sie wählen sollen“, erzählt Sina. Bei drei der Felixianer stehe aber schon fest, dass sie Priester werden wollen. Sie können das Jahr als Propädeutikum, also als Vorbereitungsjahr für Priesteramts-Kandidaten, nutzen. Ein wichtiger Bestandteil seien Sprachkenntnisse. So orientiert sich auch das Felixianum mit seinem Kurs-Angebot an den Sprachen, die für das Theologie-Studium verpflichtend sind, und bietet Latein, Altgriechisch und Hebräisch an. Zusätzlich gibt es noch einen Spanisch-Kurs. Das ist nicht nur für die zukünftigen Theologie-Studenten eine Hilfe. Sina braucht für ihren Studienwunsch ebenfalls das Latinum. „Viele haben mir erzählt, dass das während des Studiums hart ist“, sagt sie. „Deshalb habe ich nach einer Möglichkeit geschaut, es vorher zu erlernen. So bin ich nochmal auf das Felixianum aufmerksam geworden.“ Sina war bereits einmal zu Gast im Felizianum, als sie mit ihrer Schule, dem Angela-Merici-Gymnasium Trier, hier ein „Herzensgebet“ erlebte. Damals habe die Idee, am Priesterseminar zu leben, noch nicht richtig gezündet. Letztlich überzeugte sie dann der Stundenplan: „Die vielfältigen Angebote fand ich interessant. Hier kann ich mit Gleichaltrigen lernen und das mit einem christlichen Hintergrund.“

Denn neben den Sprachkursen gibt es auch spirituelle Angebote wie Andachten und Gottesdienste sowie Kurse über den christlichen Glauben. Die Formate erklären nicht nur theoretisch den Glauben, sie machen ihn erlebbar. So haben die jungen Erwachsenen einen eigenen Eindruck von den unterschiedlichen Glaubensangeboten und können qualifiziert darüber diskutieren. Für Sina war das auch ein Grund, das Jahr am Felixianum zu beginnen: „Hier kann ich meinen Glauben vertiefen und reflektieren, den ich schon von Kindheit an erleben durfte.“ Zusätzlich machen die Felixianer ein Praktikum bei einer sozialen Einrichtung für ein paar Stunden in der Woche, bekommen Supervision, Berufscoaching, eine kirchenmusikalische Bildung, haben eine geistliche Begleitung und machen Oasentage sowie Exkursionen beispielsweise nach Rom.

Auch die Gruppengröße empfindet Sina als positiv: „Wir zwölf sind alle unterschiedlich, aber wenn man in die Küche kommt, ist immer jemand da und man hat wen zum Reden. Wir unternehmen sehr viel zusammen, vor allem abends. Wir sind schon einmal zum Kegeln gewesen oder haben eine Nachtwanderung zur Mariensäule gemacht. Dafür sind die Felixabende. Hier haben wir für sowas Zeit“, erzählt sie.

Um die Gemeinschaft weiter zu stärken, verabreden sie sich auch gern zum Abendessen. Denn im Felixianum wird nur das Mittagessen für die jungen Leute gekocht, die anderen Mahlzeiten organisieren sie selbst. Die Felixianer, die zwischen 18 und 34 Jahren alt sind, sollen das Jahr nutzen, um selbständig zu werden. Dazu zählt neben der Zubereitung von Mahlzeiten auch, das Haus unter Anleitung zu putzen. Bisher fühlt sich Sina gut unterstützt: „Man hat immer einen Ansprechpartner, entweder den Subregens oder die Tutorin. Die wohnt auch hier, hat das Orientierungsjahr schon hinter sich und ist jetzt im Studium.“

Im Felixianum wohnen die jungen Frauen und Männer in Einzelappartements mit Bad für monatlich 390 Euro. Interessierte können Schüler-BAföG beantragen. Weitere Informationen gibt es bei Subregens Oliver Laufer-Schmitt Tel.: 0651-9484130, E-Mail: oliver.laufer-schmitt(at)felixianum.de oder unter www.felixianum.de und auf www.facebook.com/felixianum.

(aw)

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