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Bistum Trier
Dienstag, 3. September 2019

Gemeinsam mit den Menschen den Glauben leben

Weihbischof Gebert beauftragt Gemeindereferentinnen und Pastoralreferenten

Trier – „Leben und verkündigen Sie das Wort Gottes, damit sich seine Kraft in den Herzen und im Leben der Menschen auswirkt.“ Mit diesen Worten hat Weihbischof Franz Josef Gebert am 31. August zwei Gemeindereferentinnen und fünf Pastoralreferenten für ihren pastoralen Dienst im Bistum Trier beauftragt. Die Feier fand am Festtag des heiligen Paulinus im Hohen Dom zu Trier statt.

Der Gedenktag des spätantiken Bischofs sei ein wichtiger Tag für die Kirche von Trier, erläuterte Weihbischof Gebert schon in seiner Begrüßung. Der Märtyrer Paulinus sei in seinem Glauben stets standhaft geblieben im Streit darum, wer Jesus sei. Seine Gegner, die arianischen Bischöfe, wollten die Wesenseinheit von Vater und Sohn nicht anerkennen. Damit gehöre Paulinus mit seinem Zeugnis zum „Grundbestand lebendiger Kirche“ im Bistum, und das besonders in der heutigen Zeit, die sich durch die Suche nach dem Weg der Kirche in die Zukunft auszeichne.

Bischof Paulinus, so Franz Josef Gebert später in seiner Predigt, habe ganz deutlich gemacht, dass das Christentum nicht Weltanschauung, sondern vielmehr Bekenntnis sei. Es gehe darum, sich persönlich zu Jesus Christus zu bekennen und zu ihm zu stehen. „Dies ist der Schlüssel zur Gemeinschaft Gottes: Wer Christus als den Sohn Gottes er- und bekennt, der gehört zu dieser Gemeinschaft.“ So wie schon oft in der Geschichte werde auch heute innerkirchlich intensiv um den rechten Weg gerungen und „bisweilen sogar mit harten Bandagen gekämpft, wenn es um diesen Weg in die Zukunft geht“, führte der Weihbischof aus. Oft verfallen die Menschen dem Versuch, Christus mit ihren eigenen Maßstäben zu vereinfachen, „Gott und sein Geheimnis auf unsere Logik und unsere Grenzen zu reduzieren“. Da sei es schon Anspruch und Herausforderung, nicht einer Irrlehre zu verfallen. Ebenso wenig sei es Ziel und Sinn des Glaubens, ihn anderen „um die Ohren zu hauen“. Gottes- und Nächstenliebe, so betonte Weihbischof Gebert, müssten eine Einheit bilden. Auch bei noch so ernsthaften Auseinandersetzungen um die Suche nach dem Wahrheitsprozess dürfte beim Bekenntnis zu Gott das Bekenntnis zum Nächsten nicht außen vor bleiben.

An die künftigen Gemeinde- und Pastoralreferenten gewandt, ermutigte Gebert sie, diese Einheit unumstößlich zu leben, aus ihr den Alltag zu gestalten und die Aufträge des Evangeliums zu erfüllen. „Das geht nicht automatisch, sondern erfordert einiges an Anstrengung“, gestand der Weihbischof ein. Der heilige Paulinus aber könne starker Zeuge und auch Helfer sein, dieses Leben in der Einheit von Gottes Werk und dem eigenen Tun anzugehen.

Im Anschluss beauftragte Weihbischof Gebert Alina Liesch und Cristina Patrasc als Gemeindereferentinnen. Katrin Altmaier, Theresa Heinz, Lisa Lorsbach, Carina Rui und Raphael Collinet nahmen ihre Beauftragung zu Pastoralreferenten entgegen.

Warum sie sich für den Dienst als Gemeindereferentin entschieden habe? Alina Liesch betont, dass ihr der Glaube „sehr viel bedeutet. Mir ist es ein Bedürfnis, mitzuwirken, dass er auch künftig weitergegeben werden kann.“ Sie selber sei sehr stark durch zwei Gemeindereferentinnen geprägt worden, berichtet die 24-Jährige, die sich auf die Herausforderungen in der neuen Pfarrei der Zukunft freut. Gerade junge Menschen erlebe sie meist als aufgeschlossen. „Ich habe oft das Gefühl, dass der Funke überspringen kann. Wichtig ist halt gute Beziehungsarbeit.“ Das mache froh und zufrieden und sei immer wieder Ansporn.

Diese Motivation kennen auch Pastoralreferentin Theresa Heinz und Pastoralreferent Raphael Collinet. „Es lohnt sich immer, für die Menschen da zu sein“, betont Heinz und stellt dar, wie wichtig es sei, die christliche Botschaft in heutiger Zeit zu transportieren. Raphael Collinet berichtet von einem Projekt im Fußballstadion, wo es vor allem darum ging, „hinzuhören, was die Menschen zu sagen haben und sich von der Kirche wünschen“. Dabei sei deutlich geworden, dass viele Frauen und Männer sich ihre Orte fürs Beten selber suchen, oft aufgrund von Verletzungen durch die Kirche. Collinet: „Da ist es doch ein besonderer Ansporn, dass wir uns als Kirche verändern und das Evangelium neu leben.“

(red)

 

 

 

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