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Bistum Trier
Dienstag, 29. Januar 2019

„Glaube im Alltag – und ob das geht!“

Ideenwerkstatt des Dekanats Trier lud zum Austausch über die Pfarrei der Zukunft

Trier – Knapp 100 Menschen, die haupt- oder ehrenamtlich in der katholischen Kirche in Trier engagiert sind, haben sich am 26. Januar im Foyer des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums in Trier auf Einladung des Dekanats Trier versammelt, um gemeinsam über die Pfarrei der Zukunft (PdZ) Trier zu diskutieren. Auf dem Plan der „Ideenwerkstatt“ standen ein Informations- und Frageteil sowie ein kreativer „Marktplatz“; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feierten zusammen einen Wortgottesdienst und eine Eucharistiefeier.

Zwei Tendenzen wurden am Vormittag im Gespräch mit Christian Heckmann, dem Leiter der Stabsstelle Synodenumsetzung im Bistum Trier, besonders deutlich: die Verunsicherung darüber, wie es weitergehen soll, und die Enttäuschung, noch nicht in der ersten Phase der Umsetzung mit dabei zu sein. Während 13 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier bereits am 1. Januar 2020 errichtet werden (die übrigen 22 folgen bis 2022), müssen sich die Gläubigen im Dekanat Trier noch gedulden. „Wir waren bereits gut aufgestellt und haben in den letzten Jahren intensiv inhaltlich gearbeitet. Nun fühlen wir uns ein wenig ausgebremst“, sagt Katja Bruch, Pastoralreferentin im Dekanat Trier.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer griffen die Unsicherheiten des Vormittags auf und verwendeten sie am Nachmittag als Ausgangspunkte für konstruktive Diskussionen. Die Fragen „Was erachte ich persönlich als erhaltenswert? Was soll Neues entstehen?“, so Moderator Peter Bender, dienten als Leitfaden. Der zentrale Begriff „Orte von Kirche“ stand dabei im Mittelpunkt. Wie vielfältig diese sein können, bewiesen die Stellwände, auf denen alle Idee zusammengetragen wurden: Auf bunten Karteikarten fanden sich nicht nur die Namen von prominenten Trierer Gotteshäusern, sondern auch Initiativen wie integrative Cafés, Pflegeeinrichtungen oder Bibelgesprächskreise. Es müsse allerdings bald entschieden werden, wie genau diese Zusammenschlüsse von Katholikinnen und Katholiken gesteuert werden sollen und auch, wie sie auf vorhandene Ressourcen zugreifen können, resümierte David Bruch, Diakon in der Pfarrei Liebfrauen, die Bedenken des Plenums.

Auch eine in Verbindung mit den Pfarreien der Zukunft bereits wiederholt gestellte Frage kam zur Sprache: Wird es durch die Synodenumsetzung dazu kommen, dass sich bereits bestehende ehrenamtliche Strukturen „in Luft auflösen“? Die Rückmeldungen waren eindeutig: Es seien viele Menschen da, die wollen, dass es weitergeht, und deren Begeisterung für das christliche Ehrenamt auch im Zuge der Synodenumsetzung ungebrochen sei. „Wer sein Ehrenamt aufgeben will, hat womöglich noch nicht das Richtige gefunden oder hat es schon lang genug gemacht. Ehrenamt ist ja kein Zwang. Man hat so viele verschiedene Möglichkeiten, sich zu engagieren, seinen Glauben zu leben und dabei viel Spaß zu haben“, meldet eine Ehrenamtliche zurück. Wichtig sei auch, dass man keine allzu langen Wege zurücklegen müsse: „Die Ehrenamtlichen wollen vor der Haustür helfen – sie wollen ihr Christsein im Nahbereich leben“, ergänzt Katja Groß, Gemeindereferentin in der Gehörlosengemeinde. Dabei müsse man auch die Versorgung der „Randbereiche“ im Auge behalten, gibt ein Diskutant zu bedenken, der befürchtet, dass sich die ehrenamtlichen Tätigkeiten auf das Stadtgebiet fokussieren könnten.

In einem Punkt ist sich die Gruppe um Katja Groß aber einig: Für das Gelingen der Pfarreien der Zukunft brauche es eine gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen. Und es brauche die Bereitschaft, die eigene Spiritualität zu leben und an andere weiterzugeben, andere zu „begeistern“. Groß ist überzeugt: „Glaube im Alltag – und ob das geht!“, und schiebt eine weitere Karteikarte hinterher: „Alle machen mit – da staunt der Bischof!“.

Weitere Informationen zu den Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier gibt es unter www.bistum-trier.de/heraus-gerufen.

(ih)

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