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Bistum Trier
Freitag, 17. Januar 2020

Große Pläne für die Zukunft

25 Jahre Café Exodus

Saarbrücken – Im Hinterzimmer an einem großen Tisch, der fast den gesamten Raum ausfüllt, schlägt das eigentliche Herz des Café Exodus. Hier, im Raum hinter dem eigentlichen Café mit seinem Bartresen und der Sofa-Ecke, treffen sich regelmäßig die verschiedenen Arbeitskreise, die „AKs“ des Café Exodus. Hier organisieren, planen und diskutieren Schülerinnen, Schüler, Studierende, Jugendliche und junge Erwachsene aus Saarbrücken und Umgebung neue und etablierte Events. Zum Beispiel die Rockwiese, die seit nunmehr 20 Jahren fester Bestandteil des Saarbrücker Altstadtfests ist.

Heute sitzen an diesem Tisch sechs der „Exodusler“, wie sie sich selbst bezeichnen, und reden über Früher, denn das Café Exodus feiert Geburtstag: 25 Jahre existiert die Einrichtung in Trägerschaft des Bistums Trier bereits. Um den Tisch sitzen mehrere Generationen von Exoduslern. Die „Dienstälteste“ ist Hannan. Vor dreizehn Jahren kam sie zum ersten Mal ins Café Exodus. „Ich hatte tatsächlich ein bisschen Angst, herzukommen“, gesteht sie, denn die Jugendlichen, die sie hier traf, waren schon länger dabei und in den verschiedenen Gruppen etabliert. In diese, genauer gesagt in den AK Rock, wurde sie aber auch schnell aufgenommen. „Am Anfang war mir gar nicht so genau klar, was das Café Exodus im Ganzen ist. Ich war eher auf den AK, in dem ich dann war, konzentriert.“ Mit der Zeit habe sie die vielen Facetten des Exodus kennen gelernt. Neben den festen Gruppen nutzte sie auch den offenen Treff nach der Schule. Seit vier Jahren arbeitet Hannan hauptamtlich als pädagogische Fachkraft im Exodus.

Von Arbeitskreisen und Leitungsteams

Der Neuste in der Runde ist Frederick. Er ist erst vor einem Jahr hinzugekommen, aber auch er ist bereits voll integriert. Er wurde von anderen Jugendlichen zum Leiter des gerade neu gegründeten AK Nerd gewählt. „Im AK Nerd organisieren wir verschiedene Events. Zuletzt hatten wir zum Beispiel einen Casino-Abend veranstaltet, zu dem viele Leute gekommen sind“, erzählt er. Außerdem gehört es zu seiner Aufgabe, den AK im Leitungsteam zu vertreten. „Im Leitungsteam besprechen wir viele Sachen, die das Exodus im Allgemeinen betreffen: Zum Beispiel, ob das Angebot an Getränken geändert werden soll“, ergänzt Sophie, Leiterin des AK Rock. „Im AK Rock werden spezifische Sachen in Bezug auf die Konzerte, die anstehen, besprochen. Welche Bands kommen? Wer muss die anfragen? Dann natürlich auch die Schichten, die auf dem Konzert belegt werden müssen.“

„Mit der Zeit hat sich im Café Exodus eine Gremien- und Gruppenstruktur entwickelt, die sich auch bewährt hat, um den Jugendlichen eine strukturierte Partizipationsmöglichkeit zu bieten“, erklärt Maximilian Schmitt. Der Gemeindereferent ist seit drei Jahren Leiter des Café Exodus. In die Arbeitsgruppen und –kreise können die Jugendlichen ihre Ideen mitbringen und in Eigenverantwortung umsetzen. Unterstützt von den beiden Hauptamtlichen. „Wir begleiten die Gruppen im Café und sind Ansprechpersonen für die, die ihren Weg zum ersten Mal hierher finden. Wir bieten hier auch Beratung und Begleitung für die Jugendlichen an. Das Café Exodus ist ein verlässlicher, offener Ort, der immer auch eine professionelle Person für Jugendliche zur Verfügung stellt“, so Maximilian Schmitt.

Sebastian kann das nur bestätigen: „Ich bin ursprünglich hier her gekommen, um Plakate für eine Show, die ich mit meiner Band fürs Café Exodus gespielt hab, abzuholen. Dann wurde ich quasi zwangsverpflichtet“, erinnert er sich. „Der AK Rock war damals unterbesetzt war und der damalige Leiter, Martin hat mich angesprochen und gesagt: ‚Morgen ist AK-Treffen, du kommst übrigens vorbei.‘“ Auch wenn er anfangs etwas überfordert von den Strukturen im Café Exodus gewesen sei, habe er schnell gemerkt: „Das ist genau mein Ding! Konzerte zu organisieren macht irrsinnig Spaß.“ Für ihn ist das Café Exodus zu einer Art Familie geworden. Hier habe er  auch in persönlich sehr schwierigen Phasen die Unterstützung bekommen, die er in dem Moment gebraucht hat.

Internationale Freundschaften

In Zukunft wollen die Exodusler neben ihren AKs und Events noch ein weiteres großes Projekt starten: Im Sommer soll ein Jugendaustausch mit den beiden Saarbrücker Partnerstädten Nantes in Frankreich und Tiflis in Georgien stattfinden. „Wenn alles gut geht, fahren wir im Sommer nach Tiflis, oder wir bekommen Gäste aus den Partnerstädten hier nach Saarbrücken“, so Hannan. Die Idee zum Austausch kam über Bands aus den Partnerstädten, die vor wenigen Jahren auf der Rockwiese gespielt hatten. Im Februar laden sie die Bands nochmal zu einem Konzert ein und wollen die Freundschaft mit den Partnerstädten darüber hinaus weiter vertiefen.

Chris, der selbst schon seit zehn Jahren im Café Exodus dabei ist, hofft, dass der Jugendtreff noch mindestens ein weiteres Vierteljahrhundert weiterbesteht. „Gerne auch länger. Ich bin sehr gespannt, was noch kommt. Welche Jugendlichen hier her kommen, welche Interessen sie mitbringen und wie wir sie dabei unterstützen können.“

(dh)

... im Gespräch mit den "Exoduslern":

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