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Bistum Trier
Samstag, 1. Oktober 2022

Grund zum Danken, Grund zur Bitte

Bischof Ackermann feiert Erntedankfest im Trierer Dom

Trier – Der Dank, „der um die Fragen und Schwierigkeiten weiß; der weiß, dass Gott der Geber des Lebens ist“ steht im Mittelpunkt des Erntedankfestes. Das hat Bischof Dr. Stephan Ackermann am 1. Oktober im Trierer Dom betont. Er feierte an diesem Tag mit Mitgliedern des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. einen Gottesdienst, in dem er auch die Erntegaben und die Erntekrone segnete.  

„In jeder Eucharistiefeier danken wir für die Gaben der Schöpfung und der menschlichen Arbeit“, erinnerte Bischof Ackermann die Gottesdienstgemeinde. Es sei eine Grundhaltung Jesu, „sich Gott verdankt zu wissen, zu wissen: Er hält die ganze Welt in Händen“. Am Erntedankfest richte sich der Blick besonders auf das Zusammenwirken so vieler zum Wohl der menschlichen Gemeinschaft. Dabei gehe es aber nicht einfach darum, einer Tradition zu folgen und „blauäugig zu danken“. In den Dank mischten sich auch Sorgen. „Wir haben Grund zum Danken, und wir haben Grund zur Bitte“, betonte Ackermann. Menschen, die in der Landwirtschaft tätig seien, wüssten genau um die Unverfügbarkeit des Lebens. „Wir können nicht alles planen und steuern. Wir können das Wachstum unterstützen, aber das hat Grenzen.“

Nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie, nach der Dürre des Sommers, angesichts des Ukrainekrieges und der explodierenden Energiepreisen werde klar, dass es keinen Anspruch auf eine Wohlstandgesellschaft gebe. Die Abhängigkeiten und globalen Verflechtungen seien durch die Blockade der Getreidelieferungen aus der Ukraine in viele Teile der Welt deutlich sichtbar geworden. „Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass wir verletzlich sind und bleiben“, mahnte der Bischof. „Wir haben Verantwortung für das Haus der Erde, wir müssen uns um den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt sorgen und um eine gerechte Verteilung der Nahrung.“ Ackermann ließ nicht außen vor, dass viele gerade in der konventionellen Landwirtschaft Tätigen vor schwierigen Situationen stehen und manchmal pauschal als Tierquäler oder Umweltverschmutzer verurteilt würden. Der Dank würde an einem solchen Tag leichter fallen, wenn auch den Produzentinnen und Produzenten gedankt und deren Arbeit honoriert würde. „Dies sollte sich niederschlagen in einer fairen Preisgestaltung und in gesellschaftlicher Anerkennung“, betonte er.

Mit Bischof Ackermann und Dompropst Weihbischof Jörg Michael Peters feierte Bischof Jorge Herbas aus Bolivien den Gottesdienst, der aus Anlass der Bolivien-Partnerschaftswoche (25. September bis 2. Oktober) zu Gast im Bistum Trier ist. Ackermann sagte, auch nach über 60 Jahren der Partnerschaft zwischen der Diözese Trier und der Kirche in Bolivien sei es wichtig, die Partnerschaft immer wieder zu stärken und die Früchte zu ernten, die aus ihr erwachsen. Herbas ist Bischof der Diözese Aiquile, die sehr stark von der Landwirtschaft geprägt ist und in der unter anderem Mais, Kartoffeln und Papaya angebaut werden. Die Partnerschaft erinnere daran, dass „wir rund um den Globus verbunden sind mit allen, die für die Grundlagen unseres Lebens sorgen“.

Am Ende des Gottesdienstes lud Hildegard Frey von der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Trier zur Beteiligung an der Aktion „Minibrot“ ein. Bei der Aktion werden kleine Brote und Brötchen gegen Spenden abgegeben; der Erlös kommt in diesem Jahr Projekten aus den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Bildung in Bolivien zugute. Nach dem Gottesdienst zogen die Mitglieder des Bauern- und Winzerverbandes gemeinsam mit den Bischöfen in einem Umzug zum Bauernmarkt an der Porta Nigra, wo das zentrale Erntedankfest stattfand. Lokale und regionale Erzeuger boten ihre Produkte an, zudem gab es Informationen zu landwirtschaftlicher Produktion und Tierhaltung.                             

(JR)

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