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Bistum Trier
Samstag, 29. Juni 2019

Hauptbahnhof, Schmetterlingsgarten und Seilbahnstation

Projekt des Dekanats Koblenz bietet Worte an ungewöhnlichen Orten

Koblenz – Seit Anfang des Jahres gibt es jeden Monat eine Einladung zu einem besonderen Ort verbunden mit einem besonderen Wort. Die Idee des Dekanats Koblenz steht unter der Überschrift „12 Orte – 12 Worte“: Jeweils am zwölften Tag eines Monats findet eine Veranstaltung statt; der Ort wechselt, befindet sich aber immer in der neuen Pfarrei der Zukunft, zu der Koblenz ab dem 1.1.2020 gehört. So gibt es Begegnungen nicht nur in den Koblenzer Stadtteilen, sondern auch in Vallendar oder Bendorf.

„Ziel ist es, ein Kirchenjahr lang, also von Advent 2018 bis Advent 2019, auf unterschiedliche Weise ‚ein gutes Wort im öffentlichen Raum‘ zu sagen“, erklärt Monika Kilian von der Organisationsgruppe. „Besonders beliebt waren die gesegneten Palmzweige, die wir kurz vor Palmsonntag auf dem Hauptfriedhof in Koblenz verteilt haben“, erinnert sich die pastorale Mitarbeiterin im Dekanat. „Wir haben circa 40 Gespräche geführt. Darunter waren sehr anrührende Begegnungen“.

Dass kirchliche Vertreterinnen und Vertreter auf dem Friedhof anzutreffen sind, ist nicht außergewöhnlich. Da stechen die Locations Hauptbahnhof, der Schmetterlingsgarten und die Bergstation der Seilbahn in Koblenz mehr hervor. Dort verteilen fünf Ehrenamtliche und Pater Xavier Manickathan bunte Luftballons. „Am Bahnhof hatten wir mehr persönliche Gespräche über private Probleme“, blickt Brigitte Laschewsky zurück. „Hier ist mehr Urlaubsstimmung“. 100 Ballons mit guten Wünschen sind an diesem Nachmittag von der Festung aus gestartet. Darunter auch die vom internationalen Frauenfrühstück in Dietzenbach (Kreis Offenbach). Helga Giardino ist mit 24 Frauen, fast alle sind muslimischen Glaubens, für einen Ausflug nach Koblenz gekommen und zufällig auf die Aktion gestoßen. Gesundheit, Frieden und gute Wünsche nach Hause haben die Frauen auf ihre Luftballons geschrieben.

Die Aktionen sind immer auf den jeweiligen Ort abgestimmt. Am Hauptbahnhof haben die Organisatoren den Menschen gemeinsam mit der Bahnhofsmission eine gute Reise gewünscht. Eine kleine Chill-out-Lounge mit Strandliegen baute das Team im Treppenhaus des Bundeswehr-Zentralkrankenhauses auf. Ärzte, Pfleger, Patienten und Angehörige nutzten das Angebot zum Durchatmen und Innehalten. „Es war berührend zu sehen, wie dankbar die Leute waren“, berichtet Monika Kilian. „Wir gehen an Orte, wo Menschen sind“. Die Grundidee ist, dort zu sein, wo Kirche sonst nicht anzutreffen ist oder nicht erwartet wird. Bei den Worten handelt es sich zumeist um Zitate aus der Bibel.

Das Projekt, das durch eine Dekanatskonferenz entstanden ist und der Idee der Synodenumsetzung entspricht, fördert die Zusammenarbeit über kirchliche Grenzen hinweg. Ganz konkret wurde 2019 als Jahr auf das Zugehen der neuen Pfarrei der Zukunft gewählt. „Die Zusammenarbeit mit der Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein Sayn, Inhaberin des Gartens der Schmetterlinge in Bendorf, oder der Agentur für Arbeit lief sehr gut“, nennt Monika Kilian zwei Beispiele. Bei der zweitgenannten Station standen die Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Das Thema war „Pause“. „Die Verantwortlichen der Agentur waren uns gegenüber sehr offen. Die Angestellten konnten unser Angebot sogar in ihrer Arbeitszeit wahrnehmen“, sagt Monika Kilian.

Diese Netzwerkarbeit mit (neuen) Netzwerkpartnern und das Raus- sowie Zugehen auf Menschen sind konkret in der Umsetzung der Synode festgelegt. „Dabei wollen wir nicht aufdringlich, aber trotzdem präsent sein – das ist ein wahrer Spagat“, weiß Monika Kilian.

Der nächste Termin ist der 12. Juli. Von 16 bis 18 Uhr ist das Team am Deutschen Eck und bietet ein kreatives Angebot zum Bibelzitat aus dem Johannes-Evangelium „Das Wort ist Mensch geworden“.

Weitere Informationen gibt es bei Monika Kilian unter Tel.: 0151-53831244 oder per E-Mail an dekanat.koblenz(at)bistum-trier.de

(jf)

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