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Bistum Trier
Freitag, 4. Dezember 2020

Heilige Barbara bringt Licht und Hoffnung in die Dunkelheit

Bergleute und Kirchen feiern Heilige Barbara mit Online-Gottesdienst

Saarbrücken – Die Lichter der Grubenlampen flackern, während Bergleute die Statue der Heiligen Barbara nach vorne zum Altar bringen. Fahnenträger flankieren die kleine Prozession, von der Orgel erklingt die Barbarahymne („Oh St. Barbara, aller Knappen Beschützerin…“): Auch acht Jahre nach Ende des Steinkohlenbergbaus im Saarland halten Bergleute an ihren Traditionen und Bräuchen fest. Da angesichts der Corona-Pandemie die zentrale Barbarafeier im Saarland nicht stattfinden kann, haben die Bergmannsvereine Ensdorf, Bous und Luisenthal sowie die Initiative „BergbauErbeSaar“ gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche im Saarland bereits am 3. Dezember einen „Ökumenischen Gottesdienst zu Ehren der Heiligen Barbara in Tradition der Bergleute“ in der katholischen Kirche St. Jakob in Saarbrücken gefeiert und aufgezeichnet. Der Mitschnitt des Gottesdienstes, der von den Bergleuten mitgestaltet wurde, kann ab dem Barbaratag, dem 4. Dezember, auf der Homepage der Kirche (https://sanktjakob.de/ ) abgerufen werden.

In seiner Predigt ruft der Saarbrücker Dechant Benedikt Welter die Geschichte der Heiligen in Erinnerung: Sie wurde in einen Turm eingesperrt und hingerichtet, weil sie Christin geworden war. So sei zur Vertrauten derer geworden, die unter Tage ihrer gefahrenreichen Arbeit nachgegangen sind. „Auch wenn es keinen aktiven Bergbau mehr gibt, das Gewesene prägt unser heute. Das Gesicht der heiligen Barbara sorgt dafür, dass die Gesichter der nicht zu zählenden Bergleute lebendig gehalten werden“, sagt Welter und fügt an, „Es hat ja etwas sehr Charmantes, wenn dieser männerdominierten Welt eine Frau zum Schutz zur Seite gestellt wird.“

Die Heilige Barbara habe durch ihr Leben und Handeln Licht und Hoffnung in die Dunkelheit gebracht, sagt Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann, Beauftragter für die evangelischen Kirchen im Saarland. Auch in dieser schwierigen Zeit – angesichts der Corona-Pandemie und Autokraten, die viele Länder regierten – sei die Hoffnung stärker als die Angst, so der Kirchenrat. Der Bergbau habe Deutschland in der schweren Zeit nach 1945 wieder auf die Beine geholfen. „Dafür sind wir dankbar“, sagt Hofmann und zitiert einen Bergmann aus dem Ruhrgebiet, der auf der Website „glueckauf-zukunft“ schreibt: „Auch wenn wir einen Teil der Industriekultur verlieren, erhalten wir die Tradition in unseren Herzen und gestalten die Zukunft weiter!“

„Die Heilige Barbara hält auch unter Bedrohungen an ihrem Glauben fest. Für sie war der Glaube ihre Hoffnung. Wir hoffen, dass wir mit diesem ökumenischen Gottesdienst etwas von dieser Hoffnung, die auch uns trägt, an Sie weitergeben können“, sagt die Leiterin des Katholischen Büros Saarland, Katja Göbel, die stellvertretend für die katholischen Bischöfe Dr. Karl-Heinz Wiesemann für das Bistum Speyer und Dr. Stephan Ackermann für das Bistum Trier den Gottesdienst mitgestaltet hat. Im Fürbittgebet wurde den Opfern und Angehörigen der Amokfahrt in Trier gedacht. Zum Auszug erklingt das Steigerlied – vom Organisten in diesem besonderen Jahr nicht gewohnt schmetternd, sondern behutsam leise, ja nachdenklich, intoniert.

(uk)

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