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Bistum Trier
Dienstag, 16. August 2022

Hoffnung in die Welt tragen

Weihbischof Jörg Michael Peters eröffnet Riegelsberger Marien-Wallfahrt

Riegelsberg – Mit einem festlichen Gottesdienst mit Weihbischof Jörg Michael Peters hat am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel in der Riegelsberger Pfarrkirche St. Josef die diesjährige Wallfahrt zur Schwarzen Madonna von Güchenbach begonnen. Am Gnadenbild werden bis zum Fest Maria Königin am 22. August wieder Pilgerinnen und Pilger von nah und fern erwartet. Täglich gibt es um 9.30 Uhr eine Eucharistiefeier (20. und 21.08. um 10 Uhr). Die Wallfahrtstage unter dem Leitwort „Maria, Mutter und Trösterin der Betrübten“ werden jeweils mit einer besonders gestalteten „Geistlichen Abendmusik“ um 19 Uhr (20. und 21.08. um 17 Uhr) abgeschlossen.

In dem von der Kirchenchorgemeinschaft St. Josef Riegelsberg und Herz Jesu Köllerbach unter Leitung von Carmen Folz und Wolfgang Münchow musikalisch gestalteten Gottesdienst erinnerte Weihbischof Peters an die Geschichte der Wallfahrt. Die Riegelsbergerin Elisabeth Friedrich hatte nach ihrer Evakuierungszeit in Altötting ein ihr dort geschenktes Abbild des Gnadenbildes von Altötting mit nach Hause gebracht. Ihr Traum: Was sie bei der Wallfahrt in Altötting an Trost erfahren hatte, sollte auch in ihrer Heimat möglich werden. 1946 hatte der damalige Bischof von Trier, Franz Rudolf Bornewasser, am Fest Mariä Himmelfahrt das Gnadenbild feierlich gekrönt und damit die Wallfahrt begründet, die in diesem Jahr zum 76. Mal stattfindet.

Am Gnadenbild Marias werde der unnahbare, allmächtige Gott plötzlich nahbar, sagte Weihbischof Peters in seiner Predigt. „Die Gottesmutter ist so etwas wie die Fürsprecherin, die mit beiden Füßen in unserer Mitte steht, aber, das feiern wir am heutigen Tag ihrer Aufnahme in den Himmel, sie darf Gott als erste unter allen Geschaffenen schon so schauen, wie er ist. Eine Verheißung, die uns allen auf den Weg gegeben ist“, sagte Peters. Maria sei in den Heilsplan Gottes so eingebunden, dass er das Ja-Wort von ihr erbitte und nicht über sie verfüge. Anselm von Canterbury habe das so formuliert: „Der, der die Macht hat, alles aus dem Nichts zu schaffen, wollte die verwundete Schöpfung nicht ohne Maria wieder herstellen.“ Nicht von oben herab, sondern mit den Menschen wolle Gott die Ordnung wieder herstellen. Auch die Segnung der Kräuter erinnere daran, wie viel Gott in seine Schöpfung hineingelegt hat, das für das Heil wirken will, zu dem Gott uns berufen hat. Aber diese Schöpfung sei vom Menschen immer wieder verletzt worden, erinnerte Peters und nannte jüngste Beispiele: die Pandemie, die noch längst nicht zu Ende sei; die Flutkatastrophe im letzten Jahr; den „unbeschreiblichen Krieg, der aus Machtgier geführt wird“ und den Klimawandel. Gott lasse das nicht kalt. Am Gnadenbild strecke Maria den Gläubigen den Retter der Welt entgegen. Aber hier werden nichts „magisch gewendet“. Gläubige blieben von der Verwundbarkeit der Welt nicht verschont. „Aber wir haben den Auftrag, unsere Hoffnung in die Welt zu sagen und zu wirken, zu den Menschen zu gehen, mit ihnen zusammen zu sein und mit ihnen die Not zu lindern. Weil der Herr selber das Gleiche getan hat. Das Beste unseres Glaubens zeigt sich und entsteht da, wo wir miteinander leben und uns von der Not der anderen betreffen lassen“, sagte Weihbischof Peters. Das feiere die Kirche am Fest der Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel und „wenn wir sie anrufen als Trösterin der Betrübten“.

Pfarrer Franz-Josef Werle lud am Ende des Gottesdienstes besonders ein zum Wallfahrtsgottesdienst am Samstag, 20. August, um 10 Uhr. Dann predige Tomasz Nadberezny, Pfarrer in dem bereits von den Russen besetzten Melitopol in der Ukraine.

Am zweiten Tag der Wallfahrtswoche wurde an der Pfarrkirche St. Josef im Rahmen des Gottesdienstes eine Jakobsmuschel angebracht. St. Josef ist auch Pilgerstation auf dem europäischen Jakobs-Pilgerweg „Sternenweg/Chemin des étoiles“. Der im Pfarrhaus erhältliche Pilgerstempel zeigt die Jakobsmuschel und die Schwarze Madonna von Güchenbach.

Hans Georg Schneider

 

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