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Bistum Trier
Montag, 7. November 2022

„Ihr Engagement vor Ort gibt vielen Menschen Heimat”

Bistum würdigt Ehrenamtliche bei Festakt

Trier – „Viele Menschen sind bereit, sich für die unterschiedlichsten Anliegen einzusetzen, sei es im Gottesdienst, in Katechese und Verkündigung, bei verschiedenen Gemeindeveranstaltungen oder im Einsatz gegen Armut, Einsamkeit oder Ungerechtigkeit. Von diesem freiwilligen Einsatz lebt die Kirche genauso wie unsere Zivilgesellschaft.” Das hat Michaela Tholl, Leiterin des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung, bei dem Festakt zur Würdigung des Ehrenamtes am 4. November im Trierer Robert-Schuman-Haus betont. Dieses Engagement müsse allerdings auch wahrgenommen werden. Deshalb würdigte der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg drei Initiativen und sieben Einzelpersonen, die sich durch besonderes ehrenamtliches Engagement auszeichnen – exemplarisch für all jene im Bistum, die in ähnlicher Weise aktiv sind.

Im Bistum Trier engagieren sich zehntausende Menschen in über 180 verschiedenen Diensten und Bereichen ehrenamtlich. Die Motivation hierfür komme meist von innen heraus, weil man eine Notwendigkeit erkenne oder einfach Freude daran verspüre, erklärte Tholl bei ihrer Begrüßung. Um diesen Einsatz zu würdigen, zeichnet das Bistum jährlich stellvertretend Einzelpersonen und Initiativen aus. Erstmals seit der Corona-Pandemie konnte der Festakt wieder in Präsenz stattfinden.

kfd-Frauen zeigen starkes Engagement nach der Flutkatastrophe

Drei Dankesurkunden für ehrenamtliches Engagement und im Besonderen für ihre Verdienste nach der Flutkatastrophe gingen an drei Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd): Evelyne Bauer (Bad Bodendorf), Ulrike Hoffmann (Schmelz) und Ruth Holbach (Adenau). Bauer, die seit 25 Jahren in dem Frauenverband aktiv ist – davon 19 Jahre im Leitungsteam der kfd Remagen-Brohltal, koordiniert seit der Flutkatastrophe die Kleiderkammer und viele andere Hilfen. Für den Diözesanvorstand ist sie eine wichtige Ansprechpartnerin vor Ort. Sie kenne die Menschen, spreche Betroffene an und stelle eine wertvolle Adresse zur Verteilung der Anträge und Soforthilfen aus den kfd-Spendenmitteln dar, so Laudatorin Klara Johanns-Mahlert. Aktuell stehe sie immer noch mit Betroffenen in Kontakt und vermittle Hilfen genau dort, wo sie gebraucht werden.

Auch Holbach, seit über 20 Jahren in der kfd aktiv, ist eine zentrale Anlaufstelle und Kooperationspartnerin nach der Flut im Ahrtal. Für den Diözesanvorstand sei sie eine große Unterstützung bei der Bearbeitung der Anträge gewesen und habe somit vor Ort die Verteilung von Hilfen koordinieren können, weiß Laudator Pfarrer Andreas Paul.

Hoffmann war Mitglied der Bistumssynode und als e.V.-Vorsitzende verantwortlich für das Management der kfd-Hochwasserhilfe. Dabei habe sie unter anderem knapp 500 Anträge auf Soforthilfe bearbeitet und unzählige Gespräche mit Betroffenen geführt.

Jahrzehnte im Dienst für die Gemeinde

Weitere Dankesurkunden gingen an Franz Aubart (Trier) und Ingeborg Michalke (Gutweiler). In seiner Heimatpfarrei St. Maternus engagierte sich der 59-Jährige im Pfarrgemeinderat, dem Verwaltungsrat und im Kirchengemeindeverband. Außerdem übernahm er ehrenamtlich die Bauleitung bei den Umbaumaßnahmen an der dortigen Kirche und des Kolpingraums. Ingeborg Michalke betätigt sich seit fast 50 Jahren in der Gemeindearbeit, der Jugendbildung und in der Katholischen Erwachsenenbildung im Ruwertal. Die 86-Jährige plante und organisierte etliche Lesungen, Vorträge und Konzerte, veranstaltete Einkehrtage, Jugendfreizeiten und Bibelkreise in der Pfarrei St. Cosmas und Damian Gutweiler.

Bistumsmedaillen für Gremienarbeit und herausragendes langjähriges Engagement

Der Generalvikar verlieh darüber hinaus zwei Bistumsmedaillen an Erika Birk (Bendorf) und Beate Kolb (Briedern). Birk ist ehrenamtlich in der Pfarrei St. Medard tätig, war dort Mitglied im Pfarrgemeinderat, Vorsitzende des Pfarreienrates Bendorf, Vorsitzende des Dekanatsrates Vallendar und ist derzeit Mitglied im Dekanatsrat Koblenz. Darüber hinaus war sie zwölf Jahre lang Vertreterin der Region Koblenz im Katholikenrat des Bistums Trier sowie acht Jahre Vertreterin des Katholikenrats im Pastoralrat des Bistums. Über 20 Jahre hinweg war sie zudem Patientenfürsprecherin, zunächst im Krankenhaus St. Josef in Bendorf, später im Elisabeth-Krankenhaus Neuwied. Auch Beate Kolb war in vielen Gremien aktiv, hat sich bei der Umsetzung der Bistumssynode durch ihre Mitarbeit in den Steuerungsgruppen und der Erkundungsphase bis hin zur Begleitung der Fusion der Pfarreiengemeinschaft Beilstein-Moselkrampen zur Pfarrei Moselkrampen zum 1. Januar 2023 engagiert. Sie war an mehreren Renovierungsarbeiten in und um die Kirche beteiligt und ist außerdem als Küsterin in Beilstein tätig.

Geballte Teampower: Drei Initiativen stellvertretend geehrt

Daneben ehrte der Generalvikar auch drei Initiativen im Bistum Trier. Bei deren Auswahl gehe es dem Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung in erster Linie nicht um langjähriges Engagement, sondern darum, beispielhaft unterschiedliche Initiativen in den Blick zu rücken – weil diese ein bereits bestehendes Engagement mutig weiterentwickeln, Kooperationen zwischen der Kirche und anderen Partnern verwirklichen, Verantwortung teilen und Mitbestimmung wollen, weil sie die Menschen im Blick haben und gesellschaftlich relevante Themen in den Fokus nehmen. Zeichen der Anerkennung und Geschenkgutscheine gingen an die Messdienerinnen und Messdiener der Pfarreiengemeinschaft Sinzig, die nicht müde wurden, ihre Heimat nach der Flut wieder aufzubauen, an das Caritashaus der Begegnung in Irrel, das Jung und Alt zusammenbringt, und an die Initiative von Barbara Schade und Michaela Jeub für ihren unentwegten Einsatz zur Förderung von Kontakt und Zuwendung in Pandemie-Zeiten.

„Das Engagement vor Ort gibt vielen Menschen Heimat, auch für ihren Glauben, und ein Gefühl, angenommen und wertgeschätzt zu sein. Dafür sind Sie alle mitverantwortlich! Ein ganz herzliches Dankeschön dafür!“, richtete der Generalvikar sein Wort an die geehrten Gruppen und Personen.

Die musikalische Gestaltung des Festakts übernahm der Kirchenchor Gutweiler, der mit Coverversionen von Songs bekannter Interpreten wie ABBA und den Beatles glänzte.

Anträge auf Verleihung der Bistumsmedaille oder Dankesurkunde können von Einzelpersonen und Personengruppen schriftlich beim Bischöflichen Generalvikar gestellt werden. Der Vorschlag muss über den Pfarrer oder den Dechanten eingereicht werden, in dessen Bereich die auszuzeichnende Person wirkt. Die Anträge werden durch eine fünfköpfige Kommission geprüft. Die Bistumsmedaille wird an Frauen und Männer verliehen, die durch eine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in herausragender Weise die Entwicklung der Kirche im Bistum geprägt und gefördert haben. Dankesurkunden erhalten kirchlich Engagierte, die beispielhaft und mit erheblichem Einsatz über einen längeren Zeitraum hinweg in Kirche und Gesellschaft vor Ort gewirkt haben. Seit einigen Jahren würdigt das Bistum auch Initiativen und Projektideen, die beispielhaft Aspekte gelingenden Engagements zeigen und die durch die Würdigung einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden. Weitere Informationen gibt es unter https://www.ehrenamt.bistum-trier.de/.

(ia/ih)

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