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Bistum Trier
Freitag, 13. November 2020

Im Dienst am Auftrag der Kirche

Bistums- und Dekanatsleitungen treffen sich zum Austausch

Trier – „Alle hier besprochenen Themen stehen im Dienst am Auftrag der Kirche, auch wenn es vordergründig eher interne Themen sind.“ Dieses Fazit hat Bischof Dr. Stephan Ackermann nach der Konferenz der Bistumsleitung mit den Dechanten (Leitern) der Dekanate im Bistum Trier oder deren Vertretungen gezogen. Rund 50 Personen, darunter auch Abteilungsleiter aus dem Bischöflichen Generalvikariat, nahmen an dem Treffen am 11. und 12. November teil, das erstmals als Videokonferenz durchgeführt wurde. Der Bischof dankte für den „lebendigen und disziplinierten Austausch im neuen Format“, der von Edith Ries (Synodenbüro) und  Frank Kilian (Arbeitsbereich Organisationsentwicklung/Prozessmanagement) moderiert wurde.

Synodenumsetzung: Chance zum Neustart

Viel Raum nahm die weitere Umsetzung der Synodenergebnisse ein. Bischof Ackermann betonte, neben den Beratungen durch die diözesanen Gremien und die Vertretungen von Berufsgruppen hätten ihm die Besuche vor Ort im Oktober und weitere Gespräche bei seinen Überlegungen und Entscheidungen sehr geholfen. Die im September vorgelegten Pläne seien „auf Zustimmung und Bereitschaft zum Mittragen“ gestoßen. Besonders berührt habe ihn, dass viele Menschen die Themen der Synode, etwa das Konzept der „Orte von Kirche“ schon verinnerlicht hätten. Infolge der Aussetzung des sogenannten Umsetzungsgesetzes im letzten Spätherbst durch die römische Kleruskongregation war die Überarbeitung der Planungen notwendig geworden. Der Bischof sieht einen Chance zum Neustart: „Wir betten die Pfarreienreform nun noch stärker in die Gesamt-Umsetzung mit den pastoralen Aspekten ein.“ Ackermann und Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg kündigten an, am 20. November über die weiteren Schritte der Synodenumsetzung zu informieren. Die Dechanten und ihre Vertretungen ermutigen Bischof und Bistumsleitung, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Sie unterstützen den Fokus auf die inhaltlichen Fragen und Impulse für die Seelsorge. Betont wurde auch die Notwendigkeit, die ehrenamtlich Engagierten mit einzubinden.

Austausch zu kirchlichem Leben unter Corona-Bedingungen

Weihbischof Jörg Michael Peters als Leiter des Pastoralen Krisenstabs und Mechthild Schabo, Direktorin für den Bereich Pastoral und Gesellschaft, würdigten das Engagement der Seelsorgerinnen und Seelsorger, der nicht-pastoralen Mitarbeitenden sowie der Mitglieder der Gremien und der ehrenamtlich Engagierten in Corona-Zeiten. „Sie alle gestalten das kirchliche Leben nun schon seit Monaten unter diesen besonderen Bedingungen – das bedeutet eine große Anstrengung!“ betonte Schabo. Viele befänden sich in einem stetigen Abwägen zwischen Ermöglichung und Zurückhaltung. Das bestätigte Weihbischof Peters, der den Menschen attestierte, „bei allem Tun mit einem hohen Maß an Verantwortlichkeit zu agieren“. So sei es etwa möglich geworden, dass die Erstkommunionfeiern, die rund um den Weißen Sonntag ausfallen mussten, in kreativer und ansprechender Form nachgeholt werden konnten.                                                    

Schabo und Peters dankten für alle Impulse sowie für kritische und konstruktive Rückfragen zum Schutzkonzept des Bistums. Sie ermutigten, auch und gerade in Pandemie-Zeiten die Beteiligungsrechte von Gremien zu achten und dazu digitale Formate auszuprobieren. Beim Blick auf den kommenden Advent und die Weihnachtstage fehlten neben pastoralen Hinweisen auch nicht die Information und der Austausch zu ganz praktischen Themen wie Ministrantendienste oder das Heizen in Kirchenräumen.

Information zur unabhängigen Aufarbeitung im Bistum Trier

Über den Stand der unabhängigen Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier informierten Bischof und Generalvikar. Die Suche nach den Mitgliedern für die Aufarbeitungskommission laufe seit dem Sommer. Auf den Aufruf für den Betroffenenbeirat hätten sich mehrere Personen gemeldet; derzeit laufe das Auswahlverfahren, das sich corona-bedingt etwas schwierig gestalte. „Wir halten an dem Ziel fest, bis Ende des Jahres die Mitglieder beider Gremien benennen zu können. Wichtig ist uns, zunächst den Betroffenenbeirat zu konstituieren, damit in  der Aufarbeitungskommission von Anfang an Betroffene beteiligt sind“, sagte Ackermann. Der leitende Priesterreferent Dr. Markus Nicolay informierte über das Verfahren der Intervention, wenn dem Bistum ein Verdachtsfall sexuellen Missbrauchs gemeldet wird. Auch das Aufarbeitungsprojekt „Albertinum Gerolstein“ wurde vorgestellt.

Austausch und Diskussion

Weitere Themen und Gegenstand von angeregten Diskussionen waren die Haushaltslage des Bistums, die organisatorische Weiterentwicklung des Bischöflichen Generalvikariates infolge der Synodenumsetzung und die künftige Arbeitsweise mit „Google Workspace“; Informationen über die Baukostensteuerung bei Kindertageseinrichtungen und ein Austausch mit der neuen BDKJ-Diözesanvorsitzenden Lena Kettel über die Zukunft der Bolivienkleidersammlung. Gerade die Themen Synodenumsetzung, Haushaltssicherung und Weiterentwicklung des Generalvikariates stehen für den Generalvikar „in einem engen Zusammenhang“. Eine grundsätzliche Aufgabenkritik sei nötig, um „Freiraum zu haben mit Blick auf Impulse und Initiativen, die uns die Synode aufgegeben hat, etwa die diakonische Kirchenentwicklung oder die missionarische Ausrichtung als Kirche von Trier“.

(JR)

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