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Bistum Trier
Montag, 16. Januar 2017

Im Wettkampf das gleiche Ziel

Fußballturnier setzt sich für „Menschen in Not“ ein – Spiel Kirche gegen Kommune

Hermeskeil - „Halleluja“ hallt statt „Olé olé“ als Schlachtruf durch die Hermeskeiler Hochwaldhalle. Die rund 100 Zuschauer raunen, das runde Leder rollt, kommunale Ratsmitglieder kicken gegen Kirchenakteure. Auch der Trierer Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg hat die Fußballschuhe geschnürt und das blaue Trikot übergezogen – für den guten Zweck. Beim Fußball-Supercup der kommunalen Gemeinden in Hermeskeil am 14. Januar haben erstmals Kommune und Kirche ein Einlagespiel bestritten. Der gesamte Erlös des Benefizturniers ist für die Caritas-Stiftung „Menschen in Not“ im Bistum Trier bestimmt. Rund 3.500 Euro kamen in diesem Jahr zusammen.

„Abgesehen vom Spaß haben wir alle das gleiche Ziel – uns für das Wohl der Menschen einzusetzen“, sagt Plettenberg. Der Hermeskeiler Dechant Clemens Grünebach, Mannschaftskapitän der Kirchenkicker, hatte ihn für seinen Kader angefragt. „Da habe ich gerne zugesagt, weil ich selbst früher gespielt habe und ich mich für den Fußball begeistere.“ Beim Aufwärmen passen sich Generalvikar und die Kapitäne Grünebach und Michael Hülpes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Hermeskeil, noch gegenseitig die Bälle zu. Nach dem Tausch von Pfarreien-Poloshirt und VG-Wappen geht es auf dem Platz zwanzig Minuten munter zur Sache. „Ich glaube, dass der ein oder andere noch ein „Vater Unser“ vor dem Spiel gesprochen hat“, sagt Grünebach über sein Team aus Generalvikar, Kaplan, Ratsmitglied, Kolpingfamilie, ehemaligem Messdiener und regelmäßigem Kirchgänger. Ein gemeinsames Training vorab habe es nicht gegeben. „Der Spaß und der gute Zweck stehen im Vordergrund.“ Am Ende steht es 4:4 unentschieden. Das anschließende Neunmeterschießen entscheiden die Fußballer der Kommune mit 3:1 für sich. Nebensache.

„Es ist eine Bereicherung für das Turnier“, sagt Volker König, zweiter Beigeordneter der Stadt Hermeskeil, Mitorganisator des Turniers und Teammanager der Kommunalpolitiker. Er und Grünebach hatten die Idee zu dem Auftaktmatch außer Konkurrenz. Hermann Meter, Organisator des Turniers, nahm das Spiel gerne ins Programm. Der 78-Jährige bekommt an diesem Nachmittag von Landrat Günther Schartz die goldene Sportplakette und -ehrennadel des Landkreises Trier-Saarburg für herausragende Leistungen im Sport. 2008 hatte er den VG-Supercup ins Leben gerufen. Mit dem Fußball anderen Menschen Gutes tun, das war und ist sein Anliegen. Mehr als 30.000 Euro sind seitdem an die Stiftung „Menschen in Not“ geflossen. In diesem Jahr kommen noch einmal rund 3.500 Euro dazu. Das freut auch Thomas Theis, Leiter des Stiftungszentrums im Bistum Trier. „Mit dem guten Zweck, der durch den VG-Supercup verfolgt wird, können wir Menschen in Not die Hand reichen, um ihnen wieder auf die Beine zu helfen“, sagt er. Das Turnier leiste nicht nur mit dem Erlös einen wichtigen Beitrag, sondern mache überhaupt auf Menschen in Notlagen aufmerksam.

An der neunten Auflage des VG-Supercup nahmen in diesem Jahr zehn Auswahlmannschaften aus Verbandsgemeinden und Gemeinden von Bernkastel-Kues bis Nohfelden teil. Den sportlichen Sieg und damit den Wanderpokal der Sparkasse Trier holte sich das Team der Verbandsgemeinde Saarburg.

Die Caritas-Stiftung „Menschen in Not“ im Bistum Trier wurde 2004 ins Leben gerufen. Sie setzt sich für Menschen ein, die unverschuldet in Notlagen geraten sind. Anliegen der Stiftung ist es, Armut und ihre Folgen zu bekämpfen, bedürftige Familien zu stärken, sich um Menschen mit Behinderung, schwer kranke und sterbende Menschen zu sorgen und Menschen am Rande der Gesellschaft zu integrieren. Ein weiteres Ziel der Stiftung ist, die Öffentlichkeit über aktuelle Nöte der Menschen und über Möglichkeiten der Hilfe zu informieren. Weitere Informationen gibt es unter www.stiftungszentrum-trier.de.

Auf der Facebook-Seite des Bistums Trier gibt es unter www.facebook.com/bistumtrier eine Bildergalerie und ein Video vom Spiel.

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