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Bistum Trier
Donnerstag, 30. Dezember 2021

„In Altenwald ist jeder für jeden da“

Katholische Kita Pastor Hein aus Altenwald ist im Finale des Deutschen Kita-Preises

Sulzbach-Altenwald – Die Konkurrenz ist groß: Insgesamt 1.200 Kitas aus ganz Deutschland haben sich um den Deutschen Kita-Preis 2022 beworben. Umso größer ist die Freude von Kindern, Eltern, Erzieherinnen und Erziehern der katholischen Kita Pastor Hein in Sulzbach-Altenwald, dass es „ihre“ Kita in die Runde der besten Zehn geschafft hat. „Der Jubel bei uns ist riesig. Wir sind von unserer Arbeit überzeugt. Dass das auch von Experten als herausragend bewertet wird, ehrt uns sehr“, sagt Kita-Leiterin Sabine Betz.

Großes Lob kommt auch vom Kita-Träger, der Katholischen KiTa gGmbH Saarland. „Die Leitung und der Großteil des Teams sind erst seit zwei Jahren in Altenwald. Sie haben mit großem Engagement und persönlichem Einsatz die Pädagogik neu aufgebaut“, sagt Christel Dörrenbächer, Gesamtleiterin für acht katholische Kindergärten in Sulzbach. „Die zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine fantastische Arbeit. Insbesondere, was die Themen Nachhaltigkeit und Sozialraumarbeit im Stadtteil angeht.“ In Altenwald sei die Kita auch ein sozialer Mittelpunkt für den gesamten Ort, in dem es ansonsten wenig Angebote der Geschäfts- und Vereinswelt gebe. „In Altenwald ist jeder für jeden da“, fasst es Sabine Betz zusammen.

Bereits zum fünften Mal vergibt das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und weiteren Partnern (siehe Info) den Preis, mit dem sie das Engagement der Menschen in den Kitas auszeichnen und auf diese Weise zeigen wollen, wie gute Qualität vor Ort gelingen kann.

Insgesamt 61 Kinder besuchen die Kita Pastor Hein. Es gibt zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe. Bereits 2020 wurde die Kita vom saarländischen Bildungsministerium mit dem Corona-Bildungspreis des Saarlandes ausgezeichnet. Der Preis ging an Einrichtungen, die sich während des ersten Lockdowns, als die Kindergärten schließen mussten, mit besonders vielen kreativen Ideen um die Kinder kümmerten. „Von diesem Erfolg angespornt, sind wir überhaupt erst auf die Idee gekommen, es beim Deutschen Kita-Preis zu versuchen“, sagt Betz. Während des Lockdowns hatte das Team die Ärmel hochgekrempelt und die komplette Einrichtung in Eigenregie neu gestrichen. „Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der Kinder gerne zu uns kommen“, sagt Betz. Zwei Mails pro Woche haben die Erzieherinnen und Erzieher den Kindern geschickt – mit Spiel- und Bastelideen für zu Hause. Anstelle des jährlichen Sommerfestes, das wegen Corona bereits zwei Mal ausfallen musste, gab es 2020 ein „Sommerfest to go“ – eine Tüte mit Konfetti, Luftballons, Brause und Rezepten für eine Party daheim. In diesem Jahr organisierte das Team eine Familienrallye durch ganz Altenwald. Eine eigene Kita-Zeitung, die „Einhorn-Glitzer-Post“, erscheint halbjährlich. „Die Beteiligung und die Rückmeldungen zeigen uns, dass die Angebote angenommen und geschätzt werden“, sagt Betz.

Der Garten des Kindergartens ist wichtiger Teil des nachhaltigen Konzepts. „Hier werden regionale und saisonale Obst- und Gemüsesorten angebaut: Erdbeeren, Rhabarber, Salate, Zucchini, Tomaten. Die Kinder helfen bei der Gartenpflege, dem Ernten, der Weiterverarbeitung und natürlich dem Essen“, sagt Dörrenbächer. Produkte, die hinzugekauft werden müssen, kommen ausschließlich aus der Region: Das Obst und Gemüse kommt vom St. Ingberter Unternehmen Hofländle, der Apfelsaft vom Wintringer Hof aus Kleinblittersdorf. Im Frühjahr helfen die Kinder einem örtlichen Bauern vom Kartoffelsetzen bis zur Ernte. „Gemeinsam beleben wir eine alte Kartoffelsorte neu, die es nicht mehr auf dem Markt gibt“, sagt Betz.

Wichtig sei auch die Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde. Während des Advents gestalteten die Kinder in der benachbarten Herz-Jesu-Kirche einen selbst gebauten 1,5 Meter großen Engel. „Die Handabdrücke der Kinder waren die Engelsflügel. Dazu gab es Zimtwaffeln, Teelichter und selbst gemachte Holzkugeln zum Mitnehmen als Zeichen der Hoffnung für alle Anwohner des Stadtteils“, berichtet Betz.

Das Kita-Team sucht die enge Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort. So waren auch schon Polizei und Feuerwehr im Kindergarten und haben den Kindern ihre Arbeit erklärt. Der neu gegründete Förderverein hat einen Secondhand-Markt für Kinderkleidung ins Leben gerufen.

Wie geht es nun weiter? Der nächste Auswahlschritt wäre normalerweise ein Besuch vor Ort durch die Experten-Teams der Kinder- und Jugendstiftung sowie der Internationalen Akademie Berlins. Da dies aufgrund des Pandemiegeschehens nicht stattfinden kann, werden die Kitas digital bei einem virtuellen Rundgang besucht. Über verschiedene Formate machen sich die Fachleute des Deutschen Kita-Preises auf diese Art ein Bild: in einer gemeinsamen Gesprächsrunde mit Leitungskräften und dem pädagogischen Fachpersonal, einem Interview mit einer Ansprechperson des Trägers sowie einer Gesprächsrunde mit Eltern und Erziehungsberechtigten.

Bei der Preisverleihung im Mai in Berlin werden die Gewinner bekannt gegeben. Die erstplatzierte Kita darf sich dann über ein Preisgeld von 25.000 Euro freuen, die zweit- bis fünftplatzierten jeweils über 10.000 Euro.

Info: Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Marke ELTERN, der Soziallotterie freiheit+ und dem Didacta-Verband.

www.deutscher-kita-preis.de.

(uk)

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