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Bistum Trier
Dienstag, 23. Juni 2020

In Kontakt bleiben

Katholische Familienbildungsstätte in Koblenz trotzt Corona

Koblenz – „Es tut so gut, in diesen schwierigen Zeiten solche ‚Lichtblicke‘ zu erhalten“, „Alles ist so mit Herz bedacht“ oder „Ich gratuliere zu den originellen Ideen wie Marillenknödel mit dem Weihbischof, die etwas Abwechslung in langweilige Zeiten bringen“. So lauten einige Rückmeldungen, die Felicitas Flöthner und ihr Team der katholischen Familienbildungsstätte (FBS) in Koblenz in den vergangenen Tagen erhalten haben.

Die Corona-Beschränkungen brachten auch das Programm der 15 Familienbildungsstätten im Bistum Trier gehörig durcheinander, denn sie leben vom direkten Austausch und Miteinander. In Koblenz stellten sich die Angestellten rund um die Leiterin Felicitas Flöthner sowie zahlreiche freiwillig Engagierte vom ersten Tag an auf die neue Situation ein. „Wir haben eine unbürokratische Hilfe in kurzer Zeit auf die Beine gestellt“, blickt sie durchaus zufrieden auf die vergangenen Wochen.

Einige Angebote wie Eltern-Kind-Kurse oder Koch-Events wurden kurzerhand ins Digitale übertragen. Das Equipment und das Know-How bei den Angestellten waren bereits vorhanden. Beim „Musikgarten“ singen Eltern mit ihren Kindern vor dem Laptop und die Kursleiterin ist über eine Kamera mit ihnen verbunden. Bei „Mein Leibgericht“ kochen Persönlichkeiten aus der Politik und der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters gemeinsam mit anderen, aber eben als Webinar. „Es ist anders, aber für alle gewinnbringend“, lautet das Urteil der Leiterin. Die Resonanz für die kostenfreien Online-Angebote war hoch und es konnten sogar neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewonnen werden.

Daneben gab es auch analoge Angebote. So packte die FBS gemeinsam mit Ehrenamtlichen Senioren- und Familien-Tüten mit aufmunternden Geschichten bzw. Spielideen. „Dafür wurden 250 Steine individuell bemalt“, betont Flöthner, „und zwar von freiwillig Engagierten, die sich eigentlich für Einkaufsdienste bei der Stadt gemeldet hatten“. Die Helfer-Datei, die die Stadt Koblenz aufgebaut hat, erfasst knapp 500 Personen. Auch eine Ehrenamtliche äußerte sich positiv: „Das Steine-Bemalen vor ein paar Wochen war richtig schön und ich hoffe, dass die beschenkten Menschen sich daran erfreuen konnten“.

In den ersten Familien-Tüten ging es in erster Linie um Aktivitäten, die im Haus durchgeführt werden können. Rezepte und Bastelideen sorgten für Beschäftigung und Freude daheim. Das Material zum Basteln wurde überwiegend von ortsansässigen Firmen gespendet. „In der zweiten Tüten-Runde sind eher motivierende Sachen, um wieder rauszugehen und zu experimentieren“, erzählt die Leiterin. Insgesamt wurden in Koblenz auf diese Weise 120, und in der Außenstelle der FBS in Bendorf nochmals 100 Familien-Tüten verteilt.

Analog waren auch die Verwaltungsangestellten unterwegs, als sie alle über-65-Jährigen aus der hauseigenen Kartei anriefen. „Es ging uns darum, in Kontakt zu bleiben. Das habe viel Zeit in Anspruch genommen, „aber es war eine wichtige und wertvolle Zeit“.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten viel Lob dafür, dass sich die kirchliche Einrichtung um die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort kümmert. Der ein oder andere bedauerte jedoch, von seiner Heimatpfarrei kaum etwas in dieser Art oder Weise gehört zu haben.

 

Im Hinblick auf die weiteren Angebote und Kurse sowie auf ein mögliches Ferienprogramm, das auch von Kooperationspartnern wie Bund und Land unterstützt wird, sagt Felicitas Flöthner:  „Wir starten wieder nach und nach. Wir schauen, was wieder anlaufen kann unter den derzeitigen Bestimmungen“.

Die Familienbildungsstätten im Bistum Trier sind für die Menschen vor Ort da. „Trotz der Schließung war man nicht untätig. Sie zeigen Solidarität und leben aktiv diakonische Kirche. Für Familien da sein, sich ihnen verpflichtet wissen, ist eine ureigene christliche Aufgabe, die die Mitarbeitenden gerne erfüllen“, schildert die Referentin für Familienbildung im Bistum, Anke Jakobs-Rohles, die Situation. „Dennoch – die aktuelle Situation betrifft auch die wirtschaftliche Existenz der Einrichtungen“.

Weitere Informationen zum Angebot der FBS in Koblenz gibt es auf www.fbs-koblenz.de oder unter Tel.: 0261-35679.

(jf)

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