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Bistum Trier
Dienstag, 29. Oktober 2019

Intensive Beratungen zur Synodenumsetzung

Katholikenrat im Bistum Trier befasst sich mit aktuellen Themen

Trier – Die Synodenumsetzung in verschiedenen Facetten hat im Mittelpunkt der Herbstvollversammlung des Katholikenrats im Oktober 2019 gestanden. Die Mitglieder hörten einen Impuls der stellvertretenden Ratsvorsitzende Dr. Herta Brinkmann zu „Orte von Kirche“. Mit der Bischöflichen Beauftragten für den Katholikenrat, Mechthild Schabo (Direktorin Pastoral und Gesellschaft im Generalvikariat Trier), sprachen sie verschiedene Aspekte der Synodenumsetzung an. Dabei nahmen vor allem die sogenannten Querschnittsthemen der Synode einen breiten Raum ein: „Uns ist wichtig, dass die Themenfelder Ökumene, Ökologie, Weltkirche mit der Option für die Armen oder der Blick auf den ländlichen Raum immer wieder präsent sind“, sagte Vorsitzender Manfred Thesing. Diese Themen seien nicht in eigenen Arbeitsgruppen verortet worden, sondern sollten „mitlaufen“ bei den unterschiedlichen Überlegungen und Arbeitsaufträgen. Die Anfang Oktober veröffentlichten Umfrageergebnisse der Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“ wies Thesing als „in vielen Punkten nicht aussagekräftig“ zurück. Thesing bemängelte sowohl „handwerkliche“ wie inhaltliche Fehler, etwa die Aussage „Die bisherigen Rätestrukturen werden vollständig abgeschafft“. Er verwies auf die neue Gremienstruktur mit dem Rat der Pfarrei mit Pastoral- und Finanzkammer, die nicht zuletzt aufgrund der Eingabe des Katholikenrats verändert wurde, sowie die geplante Urwahl. Auch das Bild, das von ehrenamtlichen Engagement gezeichnet werde, entspreche nicht der Realität.

Der Rat weitete den Blick auch über das Bistum hinaus: Die ZdK-Mitglieder Herbert Caspar und Dagmar Heib berichteten über den synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland, den Bischöfe und Laien miteinander gehen. Der Sachausschuss Geschlechtergerechtigkeit informierte über die Aktion Maria 2.0 und die Planungen für den Tag der Diakonin 2020. In seinen aktuellen Einschätzungen hob Thesing das Thema Klimagerechtigkeit hervor. Er verwies auf die Haltungen und Maßnahmen des Bistums, wie sie der aktuelle Energiebericht aufzeigt, aber auch auf das Maßnahmenpaket der Bundesregierung und forderte „Mut zur Wahrheit“ von der Politik: „ Nachhaltige Maßnahmen zum Klimaschutz sind nicht zum Nulltarif zu haben.“ Mit Blick auf die türkische Invasion in Nordostsyrien bekräftigte der Vorsitzende die grundsätzliche Ablehnung von Waffenexporten. Er betonte die Notwendigkeit einer Genehmigungspraxis, die nicht nur auf dem Papier keinerlei Exporte in Krisen- und Kriegsregionen ermögliche sowie eine – auch finanzielle – Stärkung der zivilen Krisenprävention: „Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung sind das Gebot der Stunde und nicht eine Stärkung der ohnehin sehr starken Rüstungsindustrie.“

Die Amtszeit des Katholikenrats endet im Herbst 2020. Im kommenden Jahr will der Rat die 50-jährige Geschichte der Laiengremien im Bistum Trier feiern. Für die langjährige Geschäftsführerin des Katholikenrats, Monika Seidel, war es die letzte Vollversammlung des Gremium: Sie geht im Winter in den Ruhestand. Der Rat verabschiedete Seidel mit einem herzlichen Dank für ihr Engagement in der Begleitung des Katholikenrats. Alle Informationen sind auch unter www.katholikenrat.bistum-trier.de zu finden.

(JR)

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