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Bistum Trier
Dienstag, 26. Januar 2021

Jeder einzelne Lebensweg hat eine göttliche Bedeutung

Weihbischof Gebert firmt Jugendliche im Dekanat Konz-Saarburg

Tawern – „Wenn wir die christliche Botschaft ernst nehmen wollen, dann ist es nicht egal, was wir tun, wie wir leben und wie wir miteinander umgehen. Als frei denkende und handelnde Menschen fordert uns das Evangelium heraus, uns für das Richtige und Gute zu entscheiden.“ Das hat der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert 16 Firmlingen am 24. Januar beim Wortgottesdienst in der Pfarrkiche St. Peter und Paul in Tawern mit auf ihren Weg gegeben. Gebert hatte am selben Tag bereits in zwei weiteren Gottesdiensten 16 Jugendliche in Tawern und weitere zehn in Wasserliesch gefirmt. Schon im Dezember war die Firmreise des Weihbischofs durch das Dekanat Konz-Saarburg gestartet, die aktuell in den Pfarreien Wasserliesch, Tawern, Wiltingen, Oberemmel, Freudenburg, Serrig und Kastel-Staadt fortgesetzt wird und bei der er insgesamt 480 junge Christen firmen wird. Seit dem Herbst sind die Weihbischöfe im Bistum unterwegs auf Firmreisen durch die Dekanate, da vielerorts die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Termine nachgeholt werden. In vielen Pfarreien werden dabei mehrere Gottesdienste mit kleinen Gruppen gefeiert, um die Corona-Schutzmaßnahmen einhalten zu können. So auch im Dekanat Konz-Saarburg: Hier hatte Bischof Stephan Ackermann zusätzlich Dechant Klaus Feid und nichtresidierender Domkapitular Georg Goeres zur Firmspendung im Dekanat beauftragt.

„Ich weiß, dass in diesem Jahr die Firmvorbereitung an vielen Orten auf die Probe gestellt wurde, viele Dinge nicht wie geplant umgesetzt werden konnten. Doch umso schöner ist es, dass wir heute zusammenkommen und feiern dürfen, dass der Geist Gottes unter uns lebendig ist und wirkt“, sagte Gebert nach der Begrüßung durch Pfarrer Bernhard Bollig. Konform dem Corona-Schutzkonzept des Bistums für Gottesdienste waren die Firmlinge mit ihren Familien von einem Empfangsteam zu ihren Plätzen geleitet worden und traten einzeln mit ihren Firmpaten vor, um das Sakrament zu empfangen, bei dem der Weihbischof mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirne der Jugendlichen salbt. Die Firmvorbereitung hatte im Sommer teils noch in normalen Gruppenstunden, später auch via Videoübertragung stattfinden können, einige Termine und Projekte mussten jedoch aufgrund der Pandemie ausfallen. Gebert dankte ausdrücklich allen Katechetinnen und Katecheten sowie Gemeindereferentin Linda Simon, aber auch allen anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die die Gottesdienste unter erschwerten Bedingungen und strikten Auflagen überhaupt erst möglich machten. „Von den Empfangsteams über die Küsterinnen bis hin zu den Musikern – vieles, was wir als selbstverständlich hinnehmen, ist es nicht. Ihnen gilt unser Dank“, unterstrich Gebert. So hatten etwa Laura Leinweber als Solistin und Organist Bernd Kehlein die Gottesdienste in Tawern und Wasserliesch, bei denen die Gottesdienstgemeinde derzeit nicht singen darf, musikalisch untermalt.

Die Firmung, so erklärte der Weihbischof in seiner Predigt, sei nicht „irgendein frommer Ritus, sondern das konkrete Wirken Gottes an den Menschen“. Da Gott niemandem etwas „überstülpen“ wolle, seien die jungen Leute gefordert, Gott einzuladen und in ihr Leben zu lassen. „Wir glauben an einen Gott, der sich den Menschen zuwendet und jeden einzelnen schätzt und der jedem Lebensweg eine göttliche Bedeutung zumisst“, betonte Gebert. Jeder und jede der Jugendlichen habe eigene Talente, eigene Fähigkeiten, die für Gott alle gleich wert seien. „Wenn ihr sie zum Guten nutzt, dann ist genau das gelebtes Evangelium, gelebte Botschaft Jesu“, so Gebert. Dann seien die Jugendlichen „Jünger Jesu“, die durch ihr Verhalten das Leben anderer bereichern könnten. Die Firmung sei dabei wie ein unsichtbares Tattoo des Glaubens, das sie auf ihrem Weg bestärken könne.

Dass es weiterhin Berührungspunkte mit der Kirche im Leben der jungen Leute gebe, wünschte ihnen nicht nur Weihbischof Gebert, sondern auch der Vorsitzende des Pfarreienrates, Hans Löber: „Wir brauchen euch, eure Tatkraft, euren Eifer, eure Aufbruchsstimmung, aber auch eure Kritik“, hieß er die jungen Leute nach dem Gottesdienst im Kreis der Kirchengemeinde willkommen.

(sb)

 

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