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Bistum Trier
Montag, 26. August 2019

„Jeder Tag ein Highlight“

Zehn Jahre Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken

Saarbrücken – Die Jugendkirche „eli.ja“ hat mit einem großen Sommerfest und einem Gottesdienst ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert. Ihr Erfolgskonzept: Ein Raum, der offen ist für viele Ideen und neue Formen.

Es war ein „bewegender“ Jubiläumsgottesdienst – im wahrsten Sinne des Wortes: Getreu dem biblischen Bild vom Sämann machten sich die Besucher zwischendurch mit Samen auf den Weg zum „Garten Eden “ vor den Toren der Jugendkirche „eli.ja“, um für ein neu angesiedeltes Bienenvolk Wiesenblumen auszusäen. Mit neuen Ideen sei es so, dass man nicht immer wisse, ob die Saat aufgehe, predigte Jugendpfarrer Christian Heinz in der vollbesetzten Kirche. In „eli.ja“ gelte die Erfahrung: „Es ist oft etwas anderes aufgegangen, als wir gedacht haben. Und manchmal ist auch etwas danebengegangen.“ Das aber schmälere die Bilanz von zehn Jahren eli.ja keienswegs, wie Familienstaatssekretär Stefan Kolling danach verdeutlichte. „eli.ja“ sei für viele in der saarländischen Landeshauptstadt zur festen Institution geworden. „Es freut das Herz eines Christenmenschen, eine Gemeinde so lebendig zu sehen“, würdigte er in Vertretung des Ministerpräsidenten die Arbeit und das Engagement der Haupt- und Ehrenamtlichen.

„Wir hatten von Anfang an die Idee, dass das ein Ort sein soll, wo Kirche sich schenkt, mit dem, was sie hat: dem Kirchenraum für Gruppen, die sich engagieren“, so Heinz. Um die zwanzig Gruppen nutzen derzeit diese Möglichkeit. Die Zahl wechselt immer wieder, da es sich oft um zeitlich begrenzte Projekte aus Bereichen wie Musik, Tanz oder Theater handelt. „Eli.ja“ ist aber auch der Ort für ganz aktuelle Themen wie Fridays for Future. „Das ist bereichernd, weil es oft urchristliche Themen sind, mit denen junge Menschen sich hier auseinandersetzen. Ob es der Klimaschutz als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung ist, oder das Thema Flüchtlinge.“ Raum und Unterstützung zur Verfügung stellen – das komme gut an, gerade auch bei jungen Menschen: „Sie merken, Kirche ist für mich da, ohne dass sie mich vereinnahmen will“, so Heinz. Auch für die Kirche selbst sei es immer eine „Lernerfahrung“, wenn die jungen Leute ihre Themen setzten. Natürlich gebe es auch Gottesdienste als „regelmäßigen Pulsschlag“, aber man müsse eben auch immer wieder neue Formen suchen – und das mache „eli.ja“ aus.

Das bestätigt auch Luisa Maurer vom Leitungsteam. „Die Themen sind so unterschiedlich wie die Menschen, die hierher kommen“. Gefragt nach einem aktuellen Projekt erzählt die junge Frau von einem „Escape Room“, der in der Krypta eingerichtet wird. „Es geht darum, Geschichten aus der Bibel auf eine andere Art zugänglich zu machen, etwa für Firmlinge oder auch für Menschen, die nicht so einen besonderen Bezug zur Kirche haben.“ Die Jugendkirche zeige in ihren Augen, „dass Kirche etwas für junge Leute zu bieten hat und relevant für ihr Leben sein kann“. Auf die Frage nach Höhepunkten in zehn Jahren Jugendkirche nannte Pfarrer Heinz einerseits die Übertragung des Fernsehgottesdienstes in der ARD an Allerheiligen 2018. Aber gleichzeitig gebe es auch die scheinbar weniger spektakulären Höhepunkte im Leben von „eli.ja“. „Die FSJler bei uns sagen, jeder Tag ist irgendwie ein Highlight, weil jeden Tag etwas anderes passiert“. Weitere Informationen gibt es auf: www.eli-ja.de und auf www.facebook.com/eli.ja.sb

(red)

 

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