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Bistum Trier
Mittwoch, 7. Dezember 2016

„Jetzt bin ich jemand“

Aktion Arbeit unterstützt Projekt „Fit für die Pflege“ in Andernach

Andernach – Die „Aktion Arbeit“, eine Initiative des Bistums Trier, unterstützt Langzeitarbeitslose auf ihrem Weg zurück in ein Beschäftigungsverhältnis. Dafür werden unterschiedliche Projekte im Bistum gefördert, so auch die Arbeitsmarktmaßnahme „Fit für die Pflege“ vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr. Bei einem Pressegespräch am 7. Dezember in Andernach haben die Geschäftsführerin der „Aktion Arbeit“ Andrea Steyven, der Geschäftsführer des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr Werner Steffens und die Projektleiterin Gabriele Meurer die Zusammenarbeit erläutert.

Vor fast 33 Jahren gründete Bischof Dr. Hermann-Josef Spital die „Aktion Arbeit“. Seit dem Start der Aktion wurden mehrere Millionen Euro gespendet, von denen mehr als 20.000 Menschen im Bistum Trier profitieren konnten. „Viele haben dadurch wieder ihren Platz in der Gesellschaft gefunden“, verdeutlichte Andrea Steyven. Es gehöre zum Selbstverständnis der Kirche, denen eine Stimme zu geben, die übersehen werden.

Der Bedarf an Fachkräften in der Pflege sei sehr hoch und die Maßnahme „Fit für die Pflege“ sei daher ein Projekt, das auch wirklich gebraucht würde, erläuterte Steffens.

Das Projekt richtet sich an Personen, die seit längerer Zeit arbeitslos sind und Interesse an einer Arbeit oder Ausbildung in der Pflege haben. „Auch für Migranten und Migrantinnen, Flüchtlinge oder auch für Alleinerziehende ist das einjährige Programm geeignet“, erklärte die Projektinitiatorin Gabriele Meurer. Der Abschluss dieser Maßnahme wird als erforderliches Vorpraktikum für die Altenpflegehilfe- bzw. Krankenpflegeausbildung anerkannt. Neben Fachkenntnissen werde auch Grundlegendes im Bereich Deutsch, Mathe und Politik durch eine Lehrerin vermittelt. „Uns ist es wichtig, den Teilnehmern auch die Lebenswelt der älteren Menschen näherzubringen, beispielsweise durch Zeitzeugenberichte, einem Anzug zur Alterssimulation und einem Besuch im Haus der Geschichte“, verdeutlichte Gabriele Meurer den umfassenden Ansatz der Maßnahme. Achmet Hamzaj, der die Maßnahme vor etwa drei Jahren abschloss, bestätigte das Konzept: „In der Berufsschule bin ich fitter als die Anderen.“ Hamzaj befindet sich nun im letzten Abschnitt seiner Ausbildung. „Im Sommer habe ich meine Examensprüfung“, erklärte Hamzaj stolz. Er sei sehr dankbar für die Unterstützung des Projekts. „Mein Leben hat eine andere Richtung gekriegt. Jetzt bin ich jemand“, stellte Hamzaj fest.

Viele der Teilnehmer des aktuellen Kurses berichten, dass sie schon lange Interesse an einem Pflegeberuf hatten. Einige wiederum geben zu, dass sie erst später ihre Leidenschaft entdeckt hatten. „Erst war ich skeptisch. Doch nun kann ich mir keinen besseren Beruf vorstellen“, erklärte Mohammed Bangoura, der vor etwa zehn Jahren aus dem Senegal nach Deutschland kam. „Die Menschen liegen mir am Herzen“, sagte Bangoura. Einen Veränderungswunsch äußerte der junge Mann noch: „Es gibt leider viel zu wenig Personal und viel zu wenig Zeit für die Menschen. Das müsste geändert werden!“

Bischof Dr. Stephan Ackermann begleitet in diesem Jahr die „Aktion Arbeit“, indem er alle Gelder, die 2016 für die „Aktion Arbeit“ gespendet werden, verdoppelt. Dadurch können auch weiterhin Projekt wie „Fit für die Pflege“ in Andernach unterstützt werden.

Weitere Infos gibt es auf www.aktionarbeit.bistum-trier.de.

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