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Bistum Trier
Donnerstag, 30. Januar 2020

Katholisch operieren?

Bischof zu Gast im Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur

Koblenz – Im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und individueller Versorgung von Patienten stehen insbesondere Krankenhäuser in kirchlicher Trägerschaft. Diese Thematik hat im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs des Katholischen Klinikums Koblenz-Montabaur gestanden.

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann überschrieb seinen Impulsvortrag im Koblenzer Marienhof mit „Katholisch operieren? – Gedanken zum Profil eines Krankenhauses in kirchlicher Trägerschaft“. Der fortschreitende Wettbewerb und das Patientenwohl müssten sich nicht grundsätzlich ausschließen, sagte Ackermann. Die Erwirtschaftung von Geld sei natürlich wichtig, aber dieses sollte in Beziehungen investiert und „nicht an Aktionäre ausgeschüttet werden“. Dass dem Klinikum in Trägerschaft der BBT-Gruppe (Barmherzige Brüder Trier) dieser Balanceakt gut gelinge, zeigten unter anderem die positiven Kommentare auf der unternehmenseigenen Facebook-Seite, berichtete Ackermann. „Das ist ein schönes Zeichen“.

Wie das kirchliche Profil in einem katholischen Krankenhaus sichtbar werde, beschrieb Ackermann anhand einiger Beispiele. „Wir folgen Jesus selbst; wir stehen in seiner Nachfolge, und er hatte keine Berührungsängste“ – diese Motive sehe er als Grundauftrag. „Der Mensch bleibt Abbild Gottes“, unabhängig davon, wie gebrechlich er sei. Zudem sei das Religiöse grundsätzlich nicht tabu und werde  beispielsweise durch christliche Symbole sichtbare – „ohne dabei aufdringlich zu sein“. Verlässliche Angebote der Seelsorge, „Menschen, die das mittragen und dafür stehen“ und in die plurale Welt zu gehen, zählten ebenfalls zu einem kirchlichen Profil. Hausoberer Werner Hohmann bekräftigte, dass sie sich als Ort von Kirche sehen.

Als offensiv und hoffnungsvoll schilderte der Bischof seinen Eindruck nach dem Rück- und Ausblick des ehemaligen ärztlichen Direktors (Prof. Dr. Jan Maurer) und des derzeitigen Direktors (Dr. Martin Haunschild).

„Ich spreche Ihnen meinen Dank und meine Hochachtung dafür aus, was in den drei Betriebsstätten und in allen anderen Kliniken geleistet wird“, sagte Ackermann als Bischof, Bürger und Patient. Hier würden viel Herzblut und Fachexpertise zusammenfließen.(jf)

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