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Bistum Trier
Montag, 21. Dezember 2020

Kleine Mutmacher für Senioren

Pfarreiengemeinschaft packt mehr als 450 Tüten für ältere Menschen

Rheinböllen – Insbesondere während der Corona-Pandemie fühlen sich zu Weihnachten viele ältere Menschen einsam. Zur Risikogruppe zählend, müssen sie in der derzeitigen Situation besonders vorsichtig sein und ihre Kontakte stark einschränken. Auch von einem Gottesdienstbesuch sehen viele momentan ab. Dies war Anlass für die Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen sich zu überlegen, wie man ein Zeichen setzen kann, dass ihnen ältere Menschen besonders am Herzen liegen. Herausgekommen ist eine große Packaktion von Weihnachtstüten, die von vielen Jugendlichen und Erwachsenen mit unterstützt wurde.

„Es ist nur ein kleine Aufmerksamkeit, aber die Menschen freuen sich, wenn jemand an sie denkt“, so Mit-Initiatorin Sabine Pira aus Rheinböllen. Im Rahmen der Firmvorbereitung schneidet sie seit Wochen mit Jugendlichen, die sie auch als Katechetin mitbetreut, Engel aus und füllt sie mit einem kleinen Stück Schokolade. Dazu wird ein Tannenzweig gelegt, der dann mit diesem Engel als Tischschmuck, die Wohnung etwas weihnachtlich dekoriert. Auch eine kleine Broschüre mit Geschichten und Gebeten wurde zusammengestellt. „Gerne hätten wir eine große Packaktion mit entsprechendem Abstand in der Rheinböllner Kirche veranstaltet, aber durch den Lockdown mussten die zahlreichen Helfer jeder für sich alleine, die Weihnachtstüten packen,“ berichtet die Gemeindereferentin Daria Thoi. Sie ist dankbar, für die große Unterstützung aus Rheinböllen und der umliegenden Dörfer. Aus jedem der 16 Orte der Pfarreiengemeinschaft haben sich Menschen gefunden, die die Weihnachtstüten verteilten.

Ihre Weihnachtstüte erhalten haben bereits Hans und Elisabeth Koch aus Rayerschied: „Wir haben gar nicht damit gerechnet, haben uns aber sehr darüber gefreut“. Sie nehmen noch gerne am Kirchenleben teil, halten sich aber momentan auch ein bisschen mehr zurück.

Darüber hinaus wollen die Verantwortlichen auch über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel hinaus, für die älteren Mitbürger da sein. So ist von Heiligabend bis zum 3. Januar täglich ein Telefon unter der Rufnummer 06764-30 20 812 besetzt, an die sich Senioren von 10 bis 18 Uhr wenden können, wenn sie einfach mal einen Gesprächspartner brauchen. Dies kann ein einfaches Gespräch sein, ein kleines Gebet, das man zusammen spricht, aber auch wenn man den Kummer und die Sorgen jemanden mitteilen möchte. Diese Aktion wird ausschließlich von Ehrenamtlichen getragen.

Neben dieser Aktion sind auch zahlreiche Gottesdienste in den Kirchen, im Freien, auch ökumenisch geplant. Nähere Informationen gibt es dazu auf www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de

(red)

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