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Bistum Trier
Dienstag, 7. Januar 2020

Klimaschutz hat Vorfahrt

Bistum Trier verstärkt Förderung von klimaschützenden Projekten

Trier – Das Bistum Trier wird noch intensiver klimaschützende Projekte fördern. Dafür wurden die Klima-Fonds-Richtlinien und die dazu gehörigen Ausführungsbestimmungen überarbeitet und in der Januarausgabe des Kirchlichen Amtsblattes veröffentlicht (Art. 11 und 12). Das Bistum Trier hatte 2012 erstmalig den Klima-Fonds eingerichtet mit dem Ziel, den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen zu reduzieren und das schöpfungs- und klimaverantwortliche Handeln im Bistum Trier zu fördern. Aus dem Fonds werden Maßnahmen gefördert in Kirchengemeinden, in den Einrichtungen der KiTa gGmbH und des Bistums.

Eine wesentliche Änderung gegenüber der seit 2017 geltenden Richtlinie: „Das Bistum erhöht den Zuschuss für förderfähige Maßnahmen, deren Kosten 2.600 Euro überschreiten, von 10 auf 30 Prozent“, erklärt die Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter. Außerdem könnten nun auch andere Projekte und Maßnahmen gefördert werden, etwa die Anschaffung von Stromspeichern zur Speicherung selbst erzeugten Ökostroms, von körpernahen Heizsystemen wie Infrarot- oder Sitzbankheizungen oder auch die technische Überarbeitung der Heizungssteuerungs- und Lüftungstechnik. Gefördert werden jetzt auch Maßnahmen zur Gebäudedämmung, die zu einem geringeren Primärenergiebedarf führen, als in der Energieeinsparverordnung (EnEV) gefordert, sowie die Gebäudedämmung in den Bereichen von Heizkörpernischen, Keller- oder Speicherdecken. Weitere Förderpunkte sind die technische Aufrüstung von denkmalgeschützten Bauteilen wie historischen Holzsprossenfenstern, Eingangstüren oder Portalen sowie die Dachbegrünung und Entsiegelung von befestigten Flächen.

Kirchengemeinden können Zuschuss von bis zu 75 Prozent erhalten

Kirchengemeinden und Einrichtungen, die sich an der Klimainitiative beteiligen, profitieren weiterhin vom sogenannten Anreizsystem. Bei diesen förderfähigen Maßnahmen, deren Kosten 2.600 Euro nicht überschreiten, wurde der Zuschuss sogar von 50 auf 75 Prozent erhöht.

„Mit der Überarbeitung der Klima-Fonds-Richtlinie konnte bereits die erste Maßnahme im Rahmen des seit September 2019 vom Bund geförderten Anschlussvorhabens Klimaschutzmanagement umgesetzt werden. Ich werte dies als Zeichen, dass dem Klimaschutz im Bistum Trier weiterhin Priorität eingeräumt wird“, so Kleinwächter.

Klimaschutz und ein nachhaltiger Umgang mit der Schöpfung sind seit langem ein wichtiges Anliegen des Bistums Trier. Schon 2009 traf die Bistumsleitung die Entscheidung, ein umfassendes Klimaschutzkonzept zu erstellen. Zuletzt wurden 2017 die ökologischen Leitlinien für das Bistum überarbeitet und konkrete Handlungsanweisungen für die kirchlichen Angestellten erlassen. Vorangetrieben wird das Thema im Bistum Trier unter anderem von der Diözesanen Kommission für Umweltfragen (DKU) und einer Klimaschutzmanagerin. Die DKU unterstützt ausdrücklich den Aufruf „Churches for Future“ des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit als Solidarität mit der weltweiten „Fridays for Future“-Bewegung.

 

Weitere Informationen gibt es auf www.energiebewusst.bistum-trier.de.

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