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Bistum Trier
Montag, 29. Januar 2018

Koblenzer Muslime besuchen Mönche

Interreligiöser Dialog in der Benediktinerabtei Maria Laach

Glees/ Koblenz – Was sind das für Menschen, die hinter den Mauern eines Klosters leben? Mit dieser Frage eines jungen Koblenzer Muslims war die Idee entstanden, mit der Benediktinerabtei Maria Laach in Verbindung zu treten. Waheed Khan, Koblenzer Gemeindevorstand der Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Tahir Moschee, und Jürgen Strohe, Ehrenamtlicher in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Dreifaltigkeit in Koblenz, setzten diese Idee um.

Benediktinerpater Petrus Nowak war von dieser Idee begeistert und lud die Gemeinde der Muslime nach Maria Laach ein. Die Muslime wurden im Vorfeld mit einem Vortrag durch Jürgen Strohe über „Benedikt von Nursia und die Benediktiner heute“ und durch seine Begleitung vorbereitet. In Maria Laach erwartete P. Petrus die Muslime und führte mit einem Filmvortrag in den Tagesablauf des Benediktinerklosters ein. Im Anschluss daran begann seine Führung durch die Klosteranlage, die die Muslime in die Kirche, Krypta und die Sakristei führten. Orte, die gewöhnlich nur am Tag der offenen Tür für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Eine Gesprächsrunde mit Mönchen des Klosters an der Prior Administrator P. Andreas Werner und Abt Benedikt Müntnich teilnahmen, fand großen Zuspruch von beiden Seiten. Die vielen Fragen zeigten, wie wichtig der interreligiöse Dialog in Zeiten einer säkularen Welt, für gläubige Menschen ist. Auch der Besuch in der berühmten Klosterbibliothek mit ihren mehr als 200.000 zählenden Büchern beeindruckte die Muslime.

Die Teilnahme am Gebet in lateinischer Sprache bei der Vesper in der Klosterkirche und das anschließende gemeinsame Abendessen im Refektorium des Klosters rundeten den Tag ab. Am Ende stand fest, dass diese erste Begegnung der Beginn eines Dialoges zwischen den Mönchen und Muslimen der Ahmadiyya Gemeinde Koblenz ist. Mit einer Einladung an die Mönche nach Koblenz in die Tahir Moschee zu kommen, endete der Tag dieser beeindruckenden Begegnung und des gegenseitigen Austausches.

(red)

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