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Bistum Trier
Freitag, 7. Juni 2019

Kreuzwegstationen mit persönlichen Geschichten

Frauen aus dem Bistum gestalten den Misereor-Erwachsenenkreuzweg 2020

Hillesheim – 14 Frauen aus dem Bistum Trier haben gemeinsam mit Uwe Appold, dem Künstler des aktuellen Misereor-Hungertuches, die Stationen für den Misereor-Erwachsenenkreuzweg 2020 gestaltet. Die in einem Mal-Workshop am 3. und 4. Juni im Pfarrheim in Hillesheim entstandenen 14 Arbeiten bilden zusammen mit Impuls- und Arbeitstexten die Grundlage für den Erwachsenenkreuzweg, den das Aachener Hilfswerk für das kommende Jahr herausgibt.

Jede der Workshop-Teilnehmerinnen aus der Pfarreiengemeinschaft Hillesheimer Land und anderen Teilen des Bistums hat eine der 14 Stationen auf eine 50 mal 50 Zentimeter große Leinwand gemalt. Verwendet haben sie dazu Acrylfarbe und Erde. Die Erde, die auch im Hungertuch-Original eine wichtige Rolle spielt und dort aus dem Garten Gethsemane stammt, haben fast alle Teilnehmerinnen selbst mitgebracht und in ihre Werke integriert. Bei Rita Ney aus Saarlouis stammt sie vom Grab der eigenen Familie und bildet in der von ihr geschaffenen vierten Kreuzwegstation den Grund, aus dem ein grünes Kreuz emporragt. „Die Liebe ist stärker als der Tod“, so überschreibt Ney die Gedanken, die sie sich zu der ihr zugelosten Station („Jesus begegnet seiner Mutter“) gemacht und in der Gestaltung ihres Bildes künstlerisch umgesetzt hat. „Die Symbole sind mir wichtig“, sagt sie über die verwendeten Farben, die Gänseblümchen („eine Marienblume“) und die zerrissene Dornenkrone, die für den geteilten Schmerz des Gottessohnes steht. „Ein Stück von mir selbst wird dadurch anderen Menschen zugänglich“, meint Rita Ney mit Blick darauf, dass ihre Arbeit gemeinsam mit denen der anderen Teilnehmerinnen bald veröffentlicht wird.

In einer Auflage von etwa 230.000 Exemplaren wird der Erwachsenenkreuzweg gemeinsam mit dem Kreuzweg für Kinder als Arbeits- und Gebetsheft für die Fastenaktion im nächsten Jahr herausgegeben. Das erklärt Andreas Paul, Pfarrer in der Hillesheimer Pfarreiengemeinschaft und Referent in der Abteilung Bildung und Pastoralarbeit bei Misereor. Gemeinsam mit seiner Aachener Kollegin Dr. Claudia Kolletzki sei die Idee entstanden, das Thema „Mensch, wo bist du?“ des aktuellen Hungertuchs mit Kreuzwegstationen, die aus einem der Workshops mit Uwe Appold hervorgehen könnten, weiterzuführen. Der 1942 geborene Maler, Bildhauer und Graphiker hat dazu den meist künstlerisch schon vorgebildeten Frauen inhaltliche Impulse und theoretische Hilfestellungen gegeben – etwa zu den Farben, dem Bildaufbau und dem Umgang mit der aufzutragenden Erde. „Es ist eine solche Tiefe und Ernsthaftigkeit in diesen Bildern, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Appold mit Blick auf die Ergebnisse.

Zufrieden mit ihrem Werk und „sehr beeindruckt“ von dem Workshop ist auch Hanne Backes aus Oberbettingen, in deren Bild (Erste Station, „Jesus wird zum Tode verurteilt“) die „in Unschuld gewaschenen Hände“ von Pilatus nach einem weißen Kreuz greifen. „Er stiehlt sich aus der Verantwortung, und lässt andere für sich entscheiden“, erkennt Backes darin eine allzu menschliche und auch heute verbreitete Schwäche. Die Originale sollen bei Misereor in Aachen ausgestellt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.misereor.de

(red)

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