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Bistum Trier
Samstag, 4. Juli 2020

„Längst nicht alles rund“

Ökumenische Video-Andacht zum DFB-Pokalfinale mit Weihbischof Peters

Berlin/Trier – Aufgrund der Corona-Pandemie findet der ökumenische Gottesdienst, der normalerweise am Tag des Pokalfinales des Deutschen Fußballbundes (DFB) in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin gefeiert wird, in diesem Jahr in einem veränderten Format statt. Unter dem Motto „Längst nicht alles rund“ wenden sich am 4. Juli Weihbischof Jörg Peters (Trier), Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung, Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, und DFB-Präsident Fritz Keller in einem gut 12-minütigen Videoclip mit geistlichen Impulsen, Gebeten und Musik an die Fußballfans.

Weihbischof Jörg Michael Peters: „Die Pandemie hat unser menschliches Miteinander, das Leben insgesamt, weltweit verändert. Die allernormalsten Dinge, die das Leben ausmachen, gehen momentan nicht oder sind nur eingeschränkt möglich“, so Weihbischof Peters im Video. Ohne weiteres könnten Menschen momentan nicht zusammenkommen. Umso tröstlicher sei für ihn ein Wort aus der Heiligen Schrift: „Er führte mich hinaus ins Weite.“ (Ps 18,20) Darin stecke für ihn die „wunderbare Perspektive“, dass er mit Gott im Rücken seinem Leben trauen könne und mit Mut Schritte in die Zukunft gehen dürfe. Alle Fans, die weltweit darauf hoffen würden, bald wieder live im Stadion sein zu können, unterstütze er mit seinem Gebet.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung betont, dass auch die Kirchen momentan großen Herausforderungen gegenüberstehen würden. So seien etwa Gottesdienste auch nur mit Einschränkungen möglich. „Wann werden wir wieder singen, wie die Fans auf den Tribünen? Wann können wir uns wieder unbefangen in die Arme nehmen?“, fragt Jung. Der Gottesdienst als Video im Netz sei ein sportlicher und geistlicher Gruß, der Mut machen soll. In der Krise stärkt der Glaube: „Trotzdem sind wir voller Hoffnung und Zuversicht, halten uns fest an Gott. Er schickt uns auf den Weg des Lebens. So wollen wir Menschen zusammenbringen – im Sport, in der Kirche, in unserer Gesellschaft, in dieser Welt.“

In seinem Video-Statement erklärt DFB-Präsident Fritz Keller: „Wir brauchen eine starke Gemeinschaft, um Krisen zu überstehen. Fußball ist eine Gemeinschaft.“ Das Miteinander auf dem Fußballplatz fehle jedoch sehr sowie die gemeinsame Freude und die geteilte Trauer, gerade an einem Tag wie heute, so Keller. Weiter sagt er: „Als DFB wissen wir um die große gesellschaftliche Verantwortung, die wir wahrnehmen wollen.“ Er wolle sich dafür einsetzen, dass der Fußball, die Gesellschaft und alle Menschen eine gute Zukunft hätten.

(JR/red)

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