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Bistum Trier
Mittwoch, 24. August 2022

Lebenszeugnis von Pater Franz Reinisch bewegt weiterhin

Gedenken an Seligen Pallottinerpater in Vallendar

Vallendar – Zum 80. Mal jährte sich der Tag der Hinrichtung des Pallotiners Pater Franz Reinisch. Um dem einzigen katholischen Priester, der den Fahneneid auf Hitler verweigerte und daraufhin hingerichtet wurde, zu gedenken, lud das Franz-Reinisch-Forum nach Vallendar-Schönstatt ein.

Seine Entscheidung zur Verweigerung des Fahneneides fällte er in der Gnadenkappelle in Schönstatt. „Hier empfing er die Kraft, den Weg zu gehen“, sagte Pater Heribert Niederschlag SAC anlässlich des Gedenktages. Er erinnerte an das Lebenszeugnis des Österreichers und zeichnete den Weg seines Seligsprechungsprozesses nach. Niederschlag dankte in diesem Zusammenhang der Diözese Trier für die Unterstützung.

Durch weitere Vorträge unterschiedlicher Experten wurden das Leben und der Entscheidungsweg Reinischs, öffentlich gegen das nationalsozialistische Regime zu protestieren, für die Zuhörerinnen und Zuhörer lebendig. Pater Dr. Wojciech Kordas OFM Conv. zeichnete den schwierigen Weg Reinischs zum Priestertum nach. Domkapitular Martin Emge stellte ihn als Schönstätter vor und Pater Peter Hinsen SAC legte die Schwierigkeiten dar, die die Verweigerung des Eids auch für die Gemeinschaft der Pallottiner bedeutete.

Anschließend fand eine gemeinsame Gedenkfeier am Grab des Seligen mit dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters statt.

Mit dem „Konzert der Stille“ fand der Tag seinen Abschluss. In einer dialogischen Form wurde der Lebensweg von Reinisch dargestellt. Dadurch erfuhren die etwa 100 Zuschauerinnen und Zuschauer auf lebhafte Art und Weise etwas über die verschiedenen Lebensepisoden Reinischs.

Die Mitglieder des Reinisch-Forums bedankten sich bei allen, die geholfen haben, diesen Tag so würdig, feierlich und beeindruckend zu gestalten. Das Mittun aller zeige, dass das Zeugnis von Reinisch die Menschen weiterhin bewege.

Franz Reinisch wurde am 1. Februar 1903 in Feldkirch geboren. Er studierte zunächst Jura und Gerichtsmedizin, bevor er 1923 das Studium der Theologie und Philosophie aufnahm. Zwei Jahre später ging er ins Priesterseminar in Brixen. Nach seiner Priesterweihe 1928 trat Reinisch ins Noviziat bei den Pallottinern in Untermerzbach ein. Nach seiner Profess war er unter anderem in der Jugenderziehung in Augsburg tätig, wo er die Schönstatt-Bewegung kennenlernte.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten bezog er öffentlich Stellung gegen die menschenverachtende Ideologie und wurde daher 1940 mit einem Predigt- und Redeverbot belegt. Am Osterdienstag 1942 erhielt Reinisch die Einberufung zur Wehrmacht. Den damit einhergehenden Fahneneid auf Hitler lehnte er aus Gewissensgründen ab. Er wurde daraufhin zum Tode verurteilt und am 21. August 1942 mit dem Fallbeil hingerichtet.

Weitere Informationen zum Leben von Pater Franz Reinisch gibt es auf www.franz-reinsch.org.

(red)

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