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Bistum Trier
Mittwoch, 5. September 2018

„Lourdes ist immer eine Reise wert“

Gesunde und kranke Pilger starten zur Bistumswallfahrt ins französische Lourdes

Trier – Eine große Aluminiumkiste mit Rot-Kreuz-Aufklebern und gefüllt mit Medikamenten wird neben Koffern und Reisetaschen noch in den Bus verladen, die letzten Passagiere steigen ein, dann geht es los: Die ersten 200 Pilger sind am Morgen des 4. September zur Bistumswallfahrt nach Lourdes (Frankreich) aufgebrochen. Insgesamt reisen etwa 380 Pilger aus dem Bistum Trier mit Bus und Flugzeug in den Wallfahrtsort nahe der spanischen Grenze. Weihbischof Robert Brahm und Pfarrer Joachim Waldorf begleiten die Pilger als geistliche Leitung.

„Lourdes ist immer eine Reise wert“, sagt Adele Lösel aus Trier, die schon öfter dort war. „Diese Mutter Gottes hat so eine Anziehungskraft, da muss man einfach hinfahren.“ 1858 soll Maria, die Mutter Jesu, der jungen Bernadette Soubirous in einer Grotte bei Lourdes erschienen sein. Das Quellwasser, das in der Grotte entspringt, gilt als heilend. Um die Geschichte ihrer heiligen Namenspatronin vor Ort kennenzulernen und ihre Reliquie zu sehen, ist auch Bernadette Nigbur aus Gladbeck mit ihrer Mutter bei der Reise dabei. Beide sind auf ihre erste Pilgerreise gespannt. Nicht zuletzt, weil sie sich freut, dass es dort endlich mal ein Souvenir mit ihrem Namen darauf geben wird, erzählt Bernadette schmunzelnd.
Bei Bruder Jörg Recktenwald ist dagegen die Freude groß, „nach Hause zu kommen“. Schon seit 27 Jahren reist er jährlich nach Lourdes. Er freut sich darauf die Gruppe nicht nur praktisch, sondern auch geistlich zu begleiten: „Es steht nun eine Woche an, um gemeinsam den Glauben zu leben und zu feiern – beim Alltäglichen, wie den Mahlzeiten, und dem besonderen, wie den Gottesdiensten und Prozessionen.“ Auf diese ist auch Seminarist Christian Jager gespannt, der zum ersten Mal dabei ist. „Besonders auf die Lichterprozession mit den vielen Kerzen, wenn es abends schon dunkel ist und die Menschen dann alle in verschiedenen Sprachen singen, aber alle in dieses gemeinsame Ave einstimmen.“

Neben drei Priesteramtskandidaten und zwei Diakonen begleiten auch 14 Priester die Wallfahrt. Sie feiern die Gottesdienste mit, stehen zur Beichte zur Verfügung und spenden das Sakrament der Krankensalbung. Denn nach Lourdes fahren auch einige kranke und behinderte Menschen mit. 14 sind es in diesem Jahr, die speziell von den Maltesern betreut werden. Unterstützt werden die Malteser dabei von zehn Jugendlichen der St. Matthias-Schule in Bitburg im Rahmen ihres Sozialpraktikums. Die kranken Menschen würden sich immer sehr über die jungen Paten freuen, sagt Doris Fass, Koordinatorin der Bistumswallfahrten. Auch Thekla Arens aus Mehring ist als Krankenschwester zur Versorgung der Pflegebedürftigen dabei – zum ersten Mal. Da habe das Bauchgefühl gestimmt, sagt sie. „Ich bin in erster Linie dabei, um zu arbeiten und zu helfen, und die anderen Eindrücke muss ich dann mal auf mich zukommen lassen.“ Alois Hausen aus Zelf wird ihre Hilfe wohl nicht  brauchen; er fährt aus einem ganz besonderen Grund mit: „Vor zwei Jahren hatte ich eine schwere Operation und habe gesagt: Wenn alles gut verläuft und wieder heil wird, fahre ich  nach Lourdes. Dieses Versprechen löse ich jetzt ein.“

dk

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