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Bistum Trier
Dienstag, 24. September 2019

Marita Krist „nimmt ihren Hut“

Langjährige Stellenleiterin der Lebensberatung Hermeskeil verabschiedet

Hermeskeil – Sie nimmt ihren Hut – im wahrsten Wortsinn: Marita Krist, langjährige Leiterin der katholischen Lebensberatungsstelle Hermeskeil, ist am 20. September von Freunden, Kollegen und Wegbegleitern in den Ruhestand verabschiedet worden. In ihrer Abschiedsrede veranschaulichte die bekennende Hut-Sammlerin mit verschiedenen Hüten ihren Werdegang, ihre Zeit bei der Lebensberatungsstelle Hermeskeil und ihre Pläne für die Zukunft.

Nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Gerd Fösges in der Pfarrkirche St. Franziskus Hermeskeil begrüßte Dr. Andreas Zimmer, Leiter der Abteilung Beratung und Prävention im Bistum Trier, die zahlreichen Gäste im Johanneshaus. Daran, wie viele Kollegen und Wegbegleiter gekommen seien, erkenne man, wie viel Marita Krist in 44 Dienstjahren für das Bistum bewegt habe. 22 Davon habe sie als Stellenleiterin die Lebensberatung in Hermeskeil aufgebaut und geprägt. Auch in ländlichen Regionen gebe es durchaus Probleme und großen Bedarf an Beratung und Innovationen. Sie sei das beste Beispiel dafür, dass Frauen häufig die innovativen Kräfte vor Ort seien. Leider habe man bisher wegen des ausgeprägten Fachkräftemangels noch keine neue Stellenleiterin finden können.

Auch die Gruß- und Dankesworte von Joachim Christmann in Vertretung des Landrates, Stefan Christmann, dem Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungsberatung in Rheinland-Pfalz und von Andrea Bauer-Fisseni als Vertreterin der Stellenleiterkonferenz, hoben das große Engagement Krists hervor. Joachim Christmann sagte, es könne niemand abschätzen, wie vielen Menschen sie durch ihre Beratungen geholfen und neue Perspektiven gegeben habe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendamtes hätten die Zusammenarbeit mit Krist immer nur als positiv, verlässlich und kooperativ erlebt. Bauer Fisseni skizzierte indessen kurz den Werdegang Krists: 1975 startete sie in der Beratungsstelle in Cochem – damals waren sie und ihr Chef nur zu zweit, es gab noch keine Verwaltungskräfte. Dann arbeitete sie für einige Jahre in Wittlich, bevor sie 1992 zur Beratungsstelle in Hermeskeil kam, wo sie ab 1997 die Leitung übernahm. „Sie war damals die erste Sozialpädagogin, die eine Leitungsstelle übernahm“, so Bauer-Fisseni.

Krist selbst umriss in ihrer Abschiedsrede die Veränderungen in der Beratungsarbeit. Seien es in den 1970ern noch Themen wie „antiautoritäre Erziehung“ oder die „Frauenbewegung“ gewesen, so hätten sie zuletzt intensiv die Trauma-Arbeit, der Kinderschutz und die migrationssensible Beratung beschäftigt. Die Arbeit mit den Ratsuchenden habe ihr immer Spaß gemacht und habe auch sie selbst in ihren Haltungen und Einstellungen verändert. Besonders bedankte sie sich bei ihrem Team und ihrer langjährigen Verwaltungskraft Marlies Schmitt, die ebenfalls nach 22 Jahren in den Ruhestand geht. „Ich kann sagen, dass ich zufrieden bin und es sich gelohnt hat“, schloss Krist ihre Rede. Für die Zukunft plant die 65-Jährige, ihre Hutsammlung um einen weiteren zu erweitern: einen Imkerhut, da sie Bienen züchten wird. Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung von Damian Bach, Stefan Butterbach und Dekanatskantor Rafael Klar.

Mehr Informationen zur Lebensberatungsstelle: www.hermeskeil.lebensberatung.info

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