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Bistum Trier
Dienstag, 26. Juli 2022

Mit kulturellem Austausch Frieden schaffen

Entsende- und Rückkehrfeier der SoFiA-Freiwilligen im Zeichen von Frieden und Verbundenheit

Trier – „Man muss weggehen können und doch sein wie ein Baum: als bliebe die Wurzel im Boden.“ Mit diesem Gedicht von Hilde Domin hat Kaplan Michael Meyer am 24. Juni die Predigt der diesjährigen Entsende- und Rückkehrfeier der SoFiA-Freiwilligen beendet. Seit mehr als drei Jahrzehnten begleitet der Verein junge Frauen und Männer bei ihrem Friedensdienst im Ausland. 13 junge Freiwillige und deren Familien kamen in der Aula des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums in Trier zusammen, um gemeinsam die Eucharistie zu feiern. Mitte August startet ihr freiwilliges Auslandsjahr in sozialen Einrichtungen in Bolivien, Uganda, Malawi, Frankreich, Indien, Rumänien und Brasilien. Außerdem feierten auch vier Freiwillige aus Bolivien und der Ukraine mit, die ihren Freiwilligendienst in Deutschland absolvierten und sich bald auf den Heimweg machen.

„Die Freiwilligen haben sich dieses Jahr wieder ein sehr passendes Motto ausgesucht: Kultureller Austausch schafft Frieden und Verbundenheit”, erklärte Meyer. Verbundenheit durch Austausch sei in der aktuellen Zeit mit ihren vielen Krisenherden umso wichtiger. Dabei nahm Meyer auch das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 11,10) in den Blick: „Suchen, bitten, anklopfen – wenn das eine Stellenbeschreibung in einem ‚normalen‘ Job wäre, käme uns das befremdlich vor.“ Aber gerade für Freiwillige eines sozialen Friedensdienstes sei dieses Jesuswort eine ideale Richtschnur für ihre Sendung in unbekannte Kulturen. Wichtig sei dabei vor allem, als Nordeuropäer vor dem Kontext der Kolonialisierung „nicht immer schon zu wissen, wie es besser geht.“

Ein ganz besonderes Jahr

Bereits seit Februar bereiten sich die jungen Freiwilligen auf ihren nahenden Einsatz vor. So kurz bevor es dann endlich losgeht, kann man ihnen die Vorfreude und Abenteuerlust deutlich anmerken. Katharina Conrad (19) aus Bruschied/Rudolfshaus hat ihren Entschluss, sich für ein Jahr sozial im Ausland zu engagieren, schon vor einigen Jahren getroffen, als eine Bekannte ihr von den bereichernden Erfahrungen im sozialen Auslandsjahr erzählte. „Da war für mich klar: Das will ich auch machen!“, sagte die Abiturientin, die Mitte August nach Bolivien aufbrechen wird. „Erstmal geht es für zwei Wochen zu einem Sprachkurs nach La Paz, bevor ich dann meinen eigentlichen Dienst im Centro Infantil Nazareth in Santa Cruz antreten werde“, so Conrad. Für Martin Priester (18) aus Gersheim geht es nach Rumänien, wo er im St. Agoston-Zentrum für Menschen mit Behinderungen in Miercurea Cuic beeinträchtigte Personen betreuen wird. „Das wird eine völlig neue Erfahrung für mich, aber ich freue mich sehr drauf. Vor allem, weil es eine sinnvolle Sache ist“, schließt Priester. Auch Lilly Probst (18) aus Bernkastel-Kues reizt die uneigennützige Idee eines sozialen Friedensdienstes im Ausland: „Klar hätte ich auch mit Work and Travel ein wenig verreisen können, aber ich wollte vor allem etwas machen, was einen tieferen Sinn hat.“ Diesen Sinn sieht Probst im unvoreingenommenen Kontakt mit neuen Menschen, Kulturen und deren Geschichten. „All das kann ich wieder mit nach Deutschland bringen und so vielleicht auch andere Menschen für Themen wie Frieden und Menschenrechte sensibilisieren“, hofft die Abiturientin, die bald nach Rumänien aufbrechen wird, um dort autistischen Kindern den Alltag zu erleichtern.

Weitere Informationen zu SoFiA e.V., der mit dem „weltwärts”-Programm des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kooperiert, gibt es auf www.sofia-trier.de.

(red) 

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