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Bistum Trier
Dienstag, 30. Oktober 2018

Momentum – Kirche am Center mit neuem Leitungsteam

Pastoralreferentin Yvonne Uebel über die Zukunft des Momentum

Neunkirchen – Schon in der elften Klasse war für Yvonne Uebel klar, dass sie Theologie studieren will, um Pastoralreferentin zu werden. Nach einer dreijährigen Ausbildung im Anschluss an ihr Studium ist sie am 1. September dieses Jahres als Pastoralreferentin beauftragt worden. Zeitgleich übernahm die 32-Jährige einen Platz im Team der Projektleitung des Momentum – Kirche am Center in Neunkirchen; dort hatte sie auch im letzten Teil ihrer Berufseinführung mitgearbeitet.

Sie hat den „klassischen Werdegang“ in der Kirche gemacht, erzählt Yvonne Uebel: Sie war Messdienerin in ihrer Heimat in Idar-Oberstein, war Lektorin und Betreuerin in Ferienfreizeiten – eine engagierte Christin, die sich aktiv in ihrer Gemeinde eingebracht hat. Ein ständiger Diakon habe sie dann gefragt, ob sie sich nicht vorstellen könnte, Pastoralreferentin zu werden. Seitdem war der Wunsch klar. Doch vor dem Theologie-Studium in Trier ging sie ein Jahr lang nach Bolivien. Der Freiwilligendienst, den sie über den Verein SoFiA e.V. in Südamerika gemacht hat, prägt Yvonne Uebel bis heute: Neben ihrer Tätigkeit in Neunkirchen engagiert sie sich in der Bolivienpartnerschaft zwischen dem Bistum Trier und der Kirche in Bolivien. Nach dem Studium wurde sie in den Pastoralkurs aufgenommen und begann ihre dreijährige Berufseinführung als Pastoralreferentin. Ihre erste Station machte sie im Koblenzer Stadtteil Koblenz-Moselweiß. Das letzte Jahr ihrer Ausbildung hat sie ins Dekanat Neunkirchen geführt, wo sie im Momentum mitarbeiten durfte.

Die Aufgaben, die sie dort wahrnimmt, sind sehr vielfältig: sie ist Mitglied in der Steuerungsgruppe des Momentum, im Seelsorge-Team, sie arbeitet am Programm, das jedes Jahr neu entsteht, sie entwickelt und führt Veranstaltung durch. Das Programm erstellt sie zusammen mit Haupt- und Ehrenamtlichen und den Kooperationspartnern des Momentums. „Wir überlegen gemeinsam: was sind Themen, die momentan unter den Nägeln brennen. Da kann es sein, dass einer der Kooperationspartner sagt, ich mache da schon eine Veranstaltung zu dem Thema; es kann aber auch sein, dass wir selbst uns eine Veranstaltung dazu überlegen.“ Dann werden Referenten gesucht und die Presse und die Pfarreien des Dekanats informiert. Das geschieht immer in Rücksprache mit dem Team des Momentum und den Partnern, auch um Feedback über Verbesserungsvorschläge zu erhalten. „Wir versuchen natürlich auch unsere Mitarbeiter im Blick zu halten: wie geht’s denen? Was ist bei denen los – auch privat?“

„Ich finde das Momentum einen spannenden Ort von Kirche“, sagt Yvonne Uebel. „Es ist ein Ort, an dem unterschiedlichste Menschen zusammen kommen. Wenn ich Dienst habe, ist der jedes Mal anders. Ein Dienst dauert drei Stunden; und du weißt nie, wem du in diesen drei Stunden begegnest.“

Trotzdem gibt es noch Entwicklungsbedarf. Am 19. Oktober hatte das Momentum haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die verschiedenen Kooperationspartner, aber auch Vertreter des Bistums Trier und der Stadt Neunkirchen eingeladen, um über die Zukunft des Momentum zu diskutieren. Zum einen wollen sie nach neuen Kooperationspartnern Ausschau halten, die einen Platz im Momentum finden könnten. Aber auch umgekehrt will sich das Momentum dort einbringen, wo andere sich engagieren. „Wenn es beispielsweise eine Demo gibt oder einen Friedensmarsch, angestoßen von einer Initiative in Neunkirchen, dann wollen wir als Momentum und damit auch als Kirche dort Gesicht zeigen. Wir wollen auch bei Projekten von anderen mitwirken.“ Außerdem soll auch die Kernbotschaft der Kirche weiter im Vordergrund stehen. „Wir verstehen uns als diakonisch-missionarischen Ort von Kirche und wollen gucken, wie wir unsere Botschaft auf andere Art und Weise verkünden können. Beispielsweise überlegen wir eine Reihe ‚Kulinarisch durch das Kirchenjahr‘.“: Zentrale Punkte im Jahr, die für Christen von Bedeutung sind, sollen mit jeweils typischem Essen verbunden werden. Auch der interreligiöse Dialog ist Yvonne Uebel sehr wichtig.

Die größte Stärke des Momentum ist aber vor allem das große Engagement der Ehrenamtlichen, so die Pastoralreferentin. „Da ist ein Ort, an dem Menschen aktiv sind, die für etwas brennen und die dort am Ball bleiben!“ Das sei auch auf lange Sicht ein großes Potential, das sich mittlerweile auch im Programm des Momentum niederschlägt; immer mehr Aktionen und Veranstaltungen bringen die Ehrenamtlichen selbst ein und organisieren sie. Denn sie finden im Momentum einen Ort, an dem sie ihr Engagement ausleben, und ihre Ideen verwirklichen können. „Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Stärke auch in Zukunft noch weiter entwickelt“, sagt Yvonne Uebel. „Und wir wollen die bisherige Erfolgsgeschichte jetzt auch mal feiern!“, kündigt die Pastoralreferentin an. „Zum fünfjährigen Bestehen des Momentum planen wir für nächstes Jahr ein großes Fest.“

(dh)

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