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Bistum Trier
Montag, 11. September 2017

Mut machen, auf die neue Form der Pfarrei zuzugehen

Erkundungsphase für die „Pfarreien der Zukunft“ hat begonnen

Trier – „Sie haben eine der interessantesten und riskantesten Aufgaben derzeit im Bistum.“ Fast scheint es, als beneide Bischof Dr. Stephan Ackermann die 30 Frauen und Männer, die sich derzeit auf ihre Arbeit in den „Erkundungsteams“ zur Synodenumsetzung vorbereiten. Mit einem Treffen im September in Vallendar hat die Erkundungsphase begonnen, die im Zugehen auf die „Pfarreien der Zukunft“ im Bistum Trier dabei helfen will, das vielfältige Leben ebenso wie die Bedürfnisse der Menschen in den neuen großen Räume wieder oder neu zu entdecken.

Interessant sei die Aufgabe, denn: „Sie sollen den Menschen Mut machen, auf diese neue Form von Pfarrei zuzugehen“, beschreibt Ackermann eine Hoffnung. Es gehe darum, die Entdeckungsfreude der Menschen in den Pfarreien zu bestärken, Ängste abzubauen und ihnen zu vermitteln: „Alles, was wir machen, machen wir mit Euch zusammen!“ Riskant sei sie deshalb, weil die Frauen und Männer zunächst einmal nicht wüssten, wie und von wem sie bei ihren Erkundungstouren aufgenommen werden. Sie kommen als Personen, die ihre unterschiedlichen Berufe wie Sozialarbeiterin, Pastoralreferent, Diakon oder Pfarrsekretärin in multiprofessionelle Teams einbringen. Sie kommen aber nicht in diesen Funktionen, sondern als „Personen mit einem Interesse an den Menschen und ihrem Leben in der Motivation des Glaubens“. Auch werden sie sich nicht ausschließlich im „klassisch kirchlichen Umfeld“ bewegen, sondern auf möglichst viele unterschiedliche Menschen, Gruppierungen oder Vereine zugehen. Sicherlich werde ihre Anwesenheit auch für Irritationen und Unruhe sorgen, gibt Ackermann zu bedenken, und ganz sicher würden sie mit den Sorgen und Ängsten konfrontiert, die die Menschen in Bezug auf die Pfarreien der Zukunft haben. Die Menschen in den Pfarreien bräuchten jedoch keine Angst zu haben, dass die Teams als „Agenten“ des Bistums kämen: „Es geht nicht ums Aushorchen.“ Und die Erkundungsphase sei auch kein neues Modell der Visitationen. „Sie haben die Vision der Synode im Blick, die Perspektivwechsel“, ermutigte Ackermann die Frauen und Männer. Ziel sei: Das, was es vor Ort gibt, das, was es braucht oder vielleicht auch nicht mehr braucht, unter diesen Perspektivwechseln gemeinsam anzuschauen.

Dr. Gundo Lames vom Bischöflichen Generalvikariat Trier, der mit Hermann Krieger (Fortbildungsakademie Deutscher Caritasverband), Stefan Nober (BGV) und Dr. Christoph Rüdesheim vom Theologisch-Pastoralen Institut Mainz die Erkunderinnen und Erkunder begleitet, erklärt: „In einem ersten Schritt bereiten die Frauen und Männer sich auf ihre Aufgabe vor, beschäftigen sich mit Sozialraumorientierung und Instrumenten für die Erkundungsaufgabe.“ Ein Viertel ihrer Arbeitszeit werden alle Teammitglieder künftig auf die Erkundungsphase verwenden. Wie sie vorgehen wollen, wie sich die Teams zusammensetzen, wie das Erlebte und Gehörte am Ende der Erkundungsphase im August 2019 allen, die an der Synodenumsetzung mitarbeiten, verfügbar und nachvollziehbar gemacht werden kann: Das erarbeiten die Frauen und Männer mit ihren Begleitern gerade. Gegen Ende des Jahres werden die Teams dann erstmals Kontakt aufnehmen in die Räume, die sie erkunden werden.

Mehr Informationen zur Erkundungsphase gibt es unter www.bistum-trier.de/erkundung

(JR)

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