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Bistum Trier
Montag, 7. Juni 2021

"Nur gemeinsam haben wir eine Chance gegen Corona"

SkF lädt sozial benachteiligte Menschen zu Kultur- und Infoveranstaltung ein

Trier – An den Tischen unter den großen Bäumen vor der TUFA Trier haben sich schon einige Frauen und Männer ein schattiges Plätzchen gesucht; es wird gelacht und gescherzt. Die Sonne strahlt zum ersten Mal seit Tagen wieder vom Himmel, von der Bühne schwirren erste Gitarren- und Keyboardklänge des Musiker-Duos Johannes Still und Julia Reidenbach, und Zirkuskünstler Tobias Kirstgen aus Köln hat sein Jonglage-Equipment ausgepackt – es sind fast unwirkliche Eindrücke nach Monaten des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie. „Kultur-Genuss-Gemeinsam gegen Corona“ heißt die Veranstaltung an diesem Tag Anfang Juni, zu der der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sozial benachteiligte Menschen aus Trier eingeladen hat.
 

„Wir wollten Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, ein schönes Programm bieten, das ihnen für ein paar Stunden Freude macht und sie von den belastenden Sorgen in der Pandemie ablenkt. Gleichzeitig war uns wichtig, sie über die Gefahren einer COVID-Infektion aufklären und ihnen Schutzmaßnahmen näherzubringen“, erläutert Regina Bergmann, Geschäftsführerin des SkF. Für Menschen, die in prekären Verhältnissen lebten, sei es ungleich schwieriger, sich vor dem Virus zu schützen. So spielten etwa Vorerkrankungen, schlechterer Zugang zu medizinischer Versorgung, beengte Wohnverhältnisse und ein geringes Einkommen eine Rolle. Für die Gäste haben Bergmann und ihr Team deshalb eine Tasche mit Schnelltests, Masken und Informationsmaterialien vorbereitet. An einem Infostand lädt Inge Merz, die Leiterin des Hauswirtschaftsteams des SkF, dazu ein, unter Schwarzlicht zu testen, wie gut man die eigenen Hände desinfiziert hat. Gleich daneben stehen zwei große Flipcharts mit Fragen nach der eigenen Gefühlslage und den persönlichen Erfahrungen seit dem Beginn der Pandemie. Hier können die Frauen, Kinder und Männer entweder etwas aufmalen oder niederschreiben. Zu den Gästen an diesem Tag gehören etwa wohnungslose oder psychisch kranke Frauen oder Klienten der Tafel Trier.

Bergmann ist vor allem der Solidaritätsgedanke wichtig: „Wir gehören alle zu dieser Gesellschaft, jeder einzelne, egal wie wir leben. Nur wenn wir das gemeinsam anpacken und es schaffen, uns gegenseitig vor Corona zu schützen, haben wir eine Chance, das Virus in Schach zu halten.“ Den Zusammenhalt beschwört auch Stadtbürgermeisterin Elvira Garbes, die in ihrem Grußwort das disziplinierte Verhalten der Trierer lobt, die gemeinsam geschafft hätten, die Inzidenzzahlen zu drücken. Als Pater Aloys Hülskamp die Bühne betritt, warten alle gespannt, was er dieses Mal aus seiner Tasche hervorzaubern wird. Der Salesianer hat einen Löffel mitgebracht und veranschaulicht anhand einer Geschichte über Himmel und Hölle, wie wichtig das Miteinander in einer Gesellschaft ist. Für Bergmann ist am Mittag klar, dass das nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein soll. Die Unterstützung der TUFA und vieler helfender Hände habe den Tag zu einem gelungenen Erlebnis für die Gäste gemacht.

Der Sozialdienst katholischer Frauen ist ein Fachverband in der katholischen Kirche, der Hilfen für Kinder, Jugendliche, Frauen und ihre Familien anbietet. Frauen setzen sich dafür ein, die karitativen Aufgaben der Kirche umzusetzen und hilfsbedürftige und benachteiligte Frauen und ihre Familien zu unterstützen. Der SkF leistet Dienste im Bereich Jugend- und Familienhilfe, gesetzliche Betreuungen, Wohnungslosenhilfe, Hilfen für psychisch kranke Frauen und ist darüber hinaus Träger von Kindertagesstätten und der Trierer Tafel. Mehr Informationen gibt es unter www.skf-trier.de, Tel.: 0651-94960.

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