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Bistum Trier
Donnerstag, 30. Dezember 2021

Orte der Begegnung

Katholische Familienbildungsstätten bieten vielfältiges Programm

Bistumsweit – Es gibt Orte, die richten sich gezielt an eine bestimmte Zielgruppe – nicht so die katholischen Familienbildungsstätten (FBS) im Bistum Trier. Sie verstehen sich als Orte der Begegnung, der Akzeptanz, als Anlaufstelle für Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen und jeden Alters. Dabei greift das Kursangebot gesellschaftliche Veränderungen, Trends aus den Bereichen Kreativität und Freizeit, aber auch gewandelte Familienmodelle auf.

„Flexibel, herzlich, ein Stückchen Familie, der Mensch steht immer im Mittelpunkt“, mit diesen Schlagworten beschreibt Christine Kläser die Arbeit der FBS in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im kommenden Jahr liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Unterstützung von Betroffenen der Flutkatastrophe. „Uns geht es darum, Familien und Menschen im Kreis Ahrweiler bei der Bewältigung des Erlebten zu begleiten, soziale Struktur mitaufzubauen und zu gestalten“, verdeutlicht die geschäftsführende Leiterin Christine Kläser. Dabei ist den Verantwortlichen wichtig: „Jeder bestimmt selber, was er zu einem gelingenden Leben braucht.“ Das gilt nicht nur in Bezug auf die Auswirkungen der Naturkatastrophe, sondern für das gesamte Programm der FBS. Für beides gilt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Referentinnen und Referenten schnell und flexibel auf neue Situationen und Bedarfe reagieren. „Für uns gibt es keinen Stillstand und kein Geht-Nicht.“ Das zeigte sich auch direkt nach der Flut: Mit der Hilfe von Kooperationspartnern konnten Angebote in andere Räume ausgelagert und dadurch Betroffene erreicht werden.

Brücke zwischen Jung und Alt

Der Fokus in der FBS in Andernach liegt im kommenden Jahr weiterhin auf der Begleitung von Familien. Zusätzlich sollen Angebote für Senioren ausgebaut werden – und das alles trotz der immer noch herrschenden Corona-Pandemie. „Unser Hygienekonzept wird regelmäßig an die aktuellen Verordnungen angepasst. Auch die Kurse werden dementsprechend konzipiert und die Referentinnen und Referenten geschult“, berichtet die Leiterin. Zudem ist die FBS Andernach, wie alle im Bistum, gut mit anderen Institutionen in der Region vernetzt. „Wir sind ein wichtiger Bezugspunkt für Menschen. Wir unterstützen und geben Anregungen für den Familienalltag und bauen Brücken zwischen Jung und Alt“, erläutert Stefanie Lange, geschäftsführende Leiterin der FBS in Andernach.

Im Programm der FBS gibt es Gruppen, die seit Jahren sehr beliebt sind. Ein wahrer Renner in Koblenz ist der Musikgarten, eine musikalische Früherziehung und die PEKiP-Kurse (Prager-Eltern-Kind-Programm), weiß die geschäftsführende Leiterin in Koblenz, Felicitas Flöthner. Neben diesen gibt es weitere, familienentlastende Angebote. Hierbei geht es nicht nur um Familien mit kleinen Kindern, sondern auch um Frauen und Männer, die Angehörige pflegen. In diesem Zusammenhang liegt ein Schwerpunkt der FBS Koblenz im Themenbereich „Demenz“.

„Besonders für diejenigen da zu sein, die durch die Pandemie viel zurückstecken müssen, ist eines unserer Ziele.“ Daher bietet die FBS 2022 wieder ein breites Programm. Dabei haben sie die Pandemie im Blick und haben auf Online-Formate umgestellt, wo dies möglich ist. So sind die digitalen Gesprächskreise für Eltern schon fest im Terminkalender eingeplant. Die Diplompädagogin räumt auch ein: „Wir verlieren auch einige, mit denen stehen wir zum Teil durch regelmäßige Telefonate in Kontakt.“

„Netzwerken“ als Stärke

Eine Atmosphäre, die alle willkommen heißt und den einzelnen Menschen dort abholt, wo er steht – das bietet die FBS in Mayen. „Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprechen immer wieder davon, dass man sich bei uns direkt wohlfühlt und dies soll auch so sein“, berichtet die geschäftsführende Leiterin, Iris Emmerich. Im kommenden Jahr sollen die Schwerpunkte darauf liegen, den Frauen, Männern und Kindern vor Ort so viel Begegnung und Kontakt wie möglich zu bieten. „Dies fehlt nämlich in dieser doch ‚verrückten‘ Zeit den meisten“, weiß Iris Emmerich. Die Veranstaltungen der FBS finden selbstredend unter der jeweiligen Corona-Schutzverordnung statt. Zudem dürfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tests beaufsichtigen und durchführen. Darüber hinaus reagierte die FBS schnell und flexibel auf die veränderten Gegebenheiten. „Wir haben zum Beispiel zeitnah ein Familientelefon eingerichtet, Seniorenbriefe und Mitmach-Tüten verteilt, Ferienaktionen mit ins Leben gerufen. Oft waren wir hierbei das Bindeglied zwischen vielen Trägern der freien Jugendhilfe, dem städtischen Jugendamt und der Kirche, denn was die Familienbildungsstätten schon immer können ist ‚netzwerken‘. Das hat sich in der Corona-Situation deutlich gezeigt, dass darin unsere Stärke liegt“, betont Iris Emmerich.

Dem kann sich an Nils Heumann, geschäftsführender Leiter in Neuwied und Linz, anschließen. „Einer der zahlreichen Schwerpunkte wird in der Unterstützung und Förderung von Menschen und Familienangehörigen sein, die im Zuge von Corona gesellschaftlich stark abgehängt wurden. Dies sind vor allem Kinder aus zugewanderten Familien und von Einsamkeit bedrohte und meist hochbetagte Menschen.“ Und er macht deutlich: „Mit den Angeboten der Familienbildung bringen wir Menschen aus ganz unterschiedlichen sozialen Milieus zusammen, die sich andernfalls vielleicht niemals begegnet wären.“

Selbstständige Einrichtungen in Trägerschaft eines Vereins

Die 15 Familienbildungsstätten im Bistum Trier sind selbständige Einrichtungen in Trägerschaft eines jeweils eigenen eingetragenen gemeinnützigen Vereins mit einem ehrenamtlichen Vorstand und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Viele Familienbildungsstätten bieten in Außenstellen im Umkreis Veranstaltungen an, um nah bei den Menschen zu sein. Als Teil des pastoralen Gesamtangebots der katholischen Kirche werden sie vom Bistum ideell und materiell unterstützt. Zusätzlich erhalten sie Fördermittel von Bund und Land und in einigen Fällen von den Kommunen. Daneben gibt es die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit der FBS mit Geldspenden zu unterstützen. Viele Kurse werden kostenlos oder gegen eine geringe Teilnahmegebühr angeboten. Die FBS Andernach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Koblenz, Mayen, Neuwied und Linz haben dazu eine eigene Kampagne gestartet.

Schwerpunkte sind Sprachförderung, Projekte für sozial Benachteiligte, Integrationsförderung und generationenübergreifende Arbeit. Die Familienbildungsstätten unterstützen zudem bei der Trauerarbeit, der Förderung des interreligiösen Dialogs und der Vorbereitung auf katholische Sakramente. In vielen Fällen arbeiten sie mit Kooperationspartnern wie Schulen, Kitas, Jugendämtern oder der Arbeitsagentur zusammen.

Weitere Informationen gibt es auf www.katholische-familienbildungsstaetten.de. Dort gibt es auch weiterführende Links zu den einzelnen Einrichtungen. (jf)

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