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Bistum Trier
Samstag, 11. April 2020

Ostern findet statt!

Bischof Ackermann in „Kreuz&Quer – Der Podcast aus dem Bistum Trier“

Trier – „Auch in diesem Jahr findet Ostern statt!“ Mit diesen Worten beginnt die Osterausgabe von „Kreuz&Quer – Der Podcast aus dem Bistum Trier“. Autor des Podcasts ist der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Denn es herrsche Ausnahmezustand, „keine öffentlichen Gottesdienste zu den höchsten Feiertagen der Christenheit; der Petersplatz in Rom verwaist. In den Kirchen landauf landab, selbst in den Kathedralen Gottesdienste nur in kleinen Gruppen, hinter verschlossenen Türen, wie in Zeiten der Verfolgung“. Und zwar deshalb, weil Vernunft und Vorsicht regierten, „um Menschen, die durch das Virus besonders angreifbar sind, zu schützen und um die, die sich um die Erkrankten kümmern, nicht heillos zu überfordern“.

Doch trotz aller Vernunft gebe es Gefühle von Trauer und Schmerz darüber, „dass wir keine festlichen Auferstehungsgottesdienste feiern können mit laut jubelndem Halleluja“. Denn der Stein, der durch die weltweite Corona-Pandemie auf der Seele lastet, sei noch nicht weggewälzt: Ausgangsbeschränkungen; noch kein freier Weg nach draußen ins volle Leben mit den anderen. Der Bischof vermutet, dass die Menschen in dieser gemischten Gefühlslage möglicherweise näher am ursprünglichen Ostertag seien als geahnt. „Die ersten Osterbilder gleichen irgendwie dem, was uns in diesem Jahr auferlegt ist: Nur jeweils zu zweit unterwegs und der kleine Kreis, die geschlossene Gruppe zu Hause und am Esstisch. Die Jünger, Männer und Frauen, begegnen dem Auferstandenen nicht beim Gebet im Tempel, sondern er kommt an die Orte, an die sie sich zurückgezogen haben, und kreuzt die Wege, auf denen sie unsicher und ratlos gehen.“

Doch Gott sei Dank sei es dabei nicht geblieben, betont Ackermann und schaut schon Richtung Pfingsten: „Der Geist des von den Toten auferweckten Christus wird die Jünger erfüllen, sie bestärken und aussenden in die ganze Welt. Aber begonnen hat es klein, hinter verschlossenen Türen und in kleinen Gruppen, unterwegs und an den Tischen zu Hause.“ So könne Ostern feiern unter der Bedingung der Corona-Krise helfen, neue alte Seiten der Osterbotschaft zu entdecken. „Das erste Ostern wirft ein Licht auch auf unsere Situation. Es zeigt: Die Osterbotschaft ist kein Leichtgewicht. Sie nimmt es mit den dicksten Brocken unseres menschlichen Lebens auf. Das macht sie so glaubwürdig.“

Der Podcast ist als Audiodatei sowie als Text abrufbar auf dieser Seite

(JR)

 

 

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